Pilot klagt gegen Airline

Captain Clayton Osbon nach seiner Verhaftung im März 2012.

Der JetBlue Flugkapitän Clayton Osbon nach seiner Verhaftung im März 2012.

Vor genau drei Jahren drehte Clayton Osbon durch. Er war Pilot und Sicherheitsexperte bei der Airline JetBlue. Am 27. März 2012 passierte es dann. Schon verstört ging er als Kapitän ins Cockpit eines Fluges von New York nach Las Vegas. Mitten im Flug rastete er aus, rannte durchs Flugzeug, schrie wirres Zeug über Jesus und Al Qaida, die Passagiere gerieten in Panik. Osbon wurde überwältigt, der Co-Pilot machte eine Notlandung in Amarillo, Texas. Osbon wurde von FBI Agenten verhaftet, die Nachrichtensender unterbrachen ihre aktuellen Sendungen, denn es lag der Verdacht auf eine terroristische Motivation vor. Schnell wurde jedoch klar, dass der Kapitän psychische Probleme hatte.

In der Woche der Germanwings Katastrophe und nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist reichten die Anwälte von Clayton Osbon an einem Gericht in Manhattan eine Schadensersatzklage in Höhe von 16 Millionen gegen JetBlue ein. Vorgeworfen wird der Airline, dass sie die Zeichen einer psychischen Problemlage ihres Mitarbeiters nicht erkannt habe. Eine Kopfverletzung im Kindesalter habe dazu geführt, dass „seine Fähigkeit einfachste Dinge durchzuführen extrem eingeschränkt war. Sie (die Kopfverletzung) führte zu Halluzinationen und zu extremen Gefühlen von Paranoia und religiösem Eifer“.

Schon lange vor dem Zwischenfall sei der Kapitän aufällig gewesen, doch die Fluggesellschaft habe nicht gehandelt und reagiert, so die Anwälte Osbons. Damit habe JetBlue den eigenen Piloten, die Crew und die Passagiere des Fluges unnötig in Gefahr gebracht. Gerade in der Woche des Germanwings Absturzes hat dieses Klage in New York besonderes Aufsehen erregt. Der Ausgang ist noch ungewiss.

 

 

Nichts geht mehr

53 Stunden, die Los Angeles in chaotische Zustände versetzen könnten. Ab morgen Abend 19 Uhr Ortszeit wird die Hauptverkehrsader der Stadt, der Freeway 405, bis Montagmorgen gesperrt. Abrissarbeiten machen diesen Schritt notwendig, doch die Folgen sind noch nicht abzusehen. In Los Angeles spricht man nur noch von „Carmageddon“, einem Wortspiel aus Car (Auto) und Armageddon (Weltuntergang).

Und genau das absolute Chaos befürchten alle. Schon seit Monaten werden die Autofahrer auf dieses Wochenende vorbereitet, möglichst nicht zu fahren oder wenn doch, dann weiträumig den gesperrten Teilabschnitt des 405 zu umfahren. Der Interstate 405 ist die Haupt Nord-Süd Route durch die Megastadt Los Angeles, die direkt am weltberühmten Getty Museum vorbeiführt. Selbst die Kunstreinrichtung macht an diesem Wochenende erst gar nicht ihre Pforten auf.

Die Airline JetBlue hat sogar einen Carmageddon Flugservice eingeführt. Für nur vier Dollar kann man sich vom Flughafen Burbank im Osten zum Airport in Long Beach südlich von LAX bringen lassen, direkt über das abzusehende Verkehrschaos hinweg. Die 600 Plätze waren innerhalb von nur vier Stunden ausgebucht. Wie die Situation am Los Angeles International Airport aussehen wird, ist auch noch nicht abzusehen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass mehr als nur ein paar Reisende ihre Flieger im Stau verpassen werden.

Über den Wolken…

JetBlue…muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das zumindest denkt sich die Fluggesellschaft jetBlue, die vom 8. September bis zum 8. Oktober ein „All you can fly“ Angebot hat. Also, nach dem Motto einmal zahlen, soviel auf den Teller laden wie es nur geht, nun also einmal zahlen und soviel fliegen, wie man will.
Man zahlt eine einmalige Gebühr von 599 Dollar ein und kann dann in diesen vier Wochen so oft und wohin fliegen, wie man will. Die Airline geht damit ganz neue Wege, mal sehen, ob sich dieses Angebot durchsetzen kann.