Donald Trump, der König der „Fake News“

Donald Trump ist „pissed“, so sagt man hier, wenn jemand ziemlich sauer ist über das was er über sich selbst liest und hört. Trump hat allen Grund dafür, denn ein Geheimbericht macht die Runde, in dem es heißt, die Russen hätten Trump mit hochpeinlichen persönlichen Videos unter Druck gesetzt und somit in der Hand. Der „President elect“ reagiert wutschnaubend, „alles Lüge“, „nicht nachweisbar“, außerdem würde er sowas nie machen, meint er.

Doch Donald Trump selbst war und ist der König der Verschwörungstheorien, der „Fake News“, der Beschuldigungen ohne jeglichen Grund und Boden. Ein paar der markantesten Beispiele führe ich hier auf:

Donald Trump steckte hinter der sogenannten „Birther“-Szene, jenen Verschwörungstheoretikern, die Barack Obama vorwarfen nicht in den USA geboren zu sein. Beweise hatte er keine!

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Donald Trump erklärte, der Vater seines innerparteilichen Kontrahenten Ted Cruz, sei mit dem Kennedy Mörder, Lee Harvey Oswald, gesehen worden, das zumindest würden ihm Vertraute erzählen. Rafael Cruz, in Kuba geboren, sei demnach wohl in das Attentat auf JFK verwickelt gewesen, so Trump, der damit eine riesige kubanische Verschwörungstheorie aufbaute. Beweise hatte er keine!

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Donald Trump meinte, ganz im Trump Stil, er sage ja nichts, aber andere reden darüber, dass Hillary Clinton in den Tod des einstigen Mitarbeiters Vince Foster verwickelt gewesen sei. Hillary also auch noch eine Mörderin? Beweise hatte er keine!

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Donald Trump nahm es bislang nie so genau mit dem, was er verbreitete. Klar, Trump würde nie zugeben, dass das „Fake News“ seien, denn er habe es ja nur gehört, andere reden darüber. Aber Trump ist der König dieser Meldungen, er bringt es so überzeugend rüber, dass viele seiner Anhänger den Schmarrn glauben, den er da vom Stapel läßt. Das ist wohl nicht ganz so präsidial.

 

 

Hillary kandidiert nicht

Mehr als eineinhalb Millionen facebook „Likes“. In Umfragen liegt sie vor allen anderen potentiellen Kandidaten und Kanditatinnen. In den Talk Shows und den 24 Stunden Nachrichtenunterhaltungsprogrammen wird sie schon jetzt als die zukünftige Präsidentin gehandelt. Und dennoch, Hillary Clinton wird 2016 nicht fürs Weiße Haus kandidieren. Das sagt sie nicht selbst, sie hat sich bislang weder für eine Kandidatur noch gegen eine ausgesprochen.

Ich glaube nicht, dass Hillary Clinton in den Ring steigen wird. Das hat gleich mehrere Gründe. Zuallererst ihr Alter, Hillary wird im Wahlkampf 2016 kurz vor dem Wahltag ihren 69. Geburtstag feiern. Barack Obama war 47 als er gewählt wurde, George W. Bush 54 und Bill Clinton 46 Jahre alt. Amerika hat kein Problem einen hochbetagten Verfassungsrichter oder Senator zu wählen, aber einen Präsidenten oder eine Präsidentin, die das Renteneintrittsalter schon überschritten hat, ist, gerade im schnelllebigen Internetzeitalter, kaum noch vertretbar.

Dann ist da der Scherbenhaufen, den Barack Obama hinterlassen wird. Seine Gesundheitsreform, auch „Obamacare“ geschimpft, wird nicht so umgesetzt, wenn überhaupt, wie er das erhoffte. Der Unmut gegen dieses Regierungsprojekt wächst in der Bevölkerung. Hillary Clinton selbst stand während der ersten Amtszeit ihres Mannes für den Versuch, eine breite Gesundheitsreform umzusetzen und scheiterte kläglich. Das hat man ihr bis heute nicht vergessen. Der Vergleich zwischen Hillary und Obama wird gezogen werden, auch ihr wird man weiter Reformversuche nachsagen. Ein tödliches Unterfangen nach „Obamacare“. Darüberhinaus ist Obama ein gescheiterter US Präsident, der eigentlich nur wiedergewählt wurde, weil sein Gegenkandidat schwächelte und einen miserablen Wahlkampf fuhr. Hillary müßte auf dem Scherbenhaufen eines Demokraten in den Kampf ziehen, sie müßte sich ganz klar absetzen und distanzieren. Das alleine ist schon eine Schwächung.

Hillary Clinton hat sich zwar als US Senatorin für ihre Wahlheimat New York und dann als Außenministerin einen guten Ruf und Anerkennung erarbeitet, doch es liegen so einige politische Leichen in ihrem Keller, die mit Sicherheit ausgegraben werden. Man denke da nur an den Terroranschlag von Benghazi, damals war Clinton „Secretary of State“. Wie brutal und schmerzhaft das sein kann, das zeigte ihr der Wahlkampf 2008 gegen Barack Obama. Hillary, die schon damals als sichere Kandidatin galt, war verwundbar und wurde öffentlich gedemütigt. Das weiß sie, das hat sie nicht vergessen.

Ein Wahlkampf der Superlative, wie es das Rennen 2016 zweifellos werden wird, verlangt eine Frau oder einen Mann, der sich zuallererst in den eigenen Reihen durchsetzen kann. Beide Parteien werden einen Vorwahlkampf führen, der schon in diesem Jahr beginnen wird, mehr als zwei Jahre vor der eigentlichen Stimmabgabe. Dann geht es in das Rennen gegen den politischen Gegner. Der letzte Marathon ums Weiße Haus kostete über eineinhalb Milliarden Dollar. 2016 wird die Preismarke für Oval Office locker auf über zwei Milliarden Dollar steigen.

Hillary Clinton wird heute in Washington und darüber hinaus respektiert. Doch der Stern der Clintons ist schon länger gesunken. Mittlerweile ist auch vielen Demokraten in den USA klar, dass Bill Clinton kein Überpräsident war, wie das Kennedy oder Reagan waren. Und auch Hillary wird nicht das verwirklichen können, was Barack Obama im Wahlkampf 2008 mit „Hope“ und „Change“ erreichen wollte.

Hillary Clinton wird nicht kandidieren, das steht für mich fest. Doch warum nimmt sie ihren Namen dann nicht aus dem Hut der möglichen Kandidaten? Ganz einfach, so lange sich die Medien, die Öffentlichkeit und auch der politische Gegner auf sie konzentrieren, so lange wird keiner der anderen potenziellen demokratischen Kandidaten verheizt. Und es tut ihrem Ego und auch ihrem Verkaufswert gut, wenn sie so oft wie jetzt als die Heilsbringerin der USA dargestellt wird, wenn sogar politische Kontrahenten erklären, sie wäre besser als Obama gewesen. Eine späte Genugtuung der besonderen Art.

Zu diesem Zeitpunkt wäre ich also mehr als überrascht, wenn die einstige First Lady ins Rennen einsteigt. Denn fest steht für mich, sie hätte nach acht Jahren Obama keine Chance ins Weiße Haus einzuziehen.

In Dallas 1 p.m.

      50. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys

Saxon, Extrabreit, Spliff, Stendal Blast, Billy Joel und viele, viele andere Musiker und Bands sangen über diesen 22. November 1963. Ein Tag, der Amerika veränderte. Ein junger Präsident wird ermordet und die Welt trauert.

Viel ist im Laufe der Jahre über John F. Kennedy und seine Präsidentschaft geschrieben worden. Zum 50. Jahrestag des Attentats auf den 35. Präsidenten erscheinen noch einmal Hunderte von Büchern, wissenschaftliche Betrachtungen, historische Sachbücher, Bildbände, neue Verschwörungstheorien. Im Radio und im Fernsehen laufen Beiträge und Dokumentationen, in Diskussionsrunden wird an JFK und sein Vermächtnis erinnert.

Zum 50. Jahrestag der Emordung John F. Kennedys ein Audiobeitrag.

Die Flugsicherheit ist nicht gefährdet

Die Zwangseinsparungen in den USA nehmen nun immer konkretere Züge an. Diesmal geht es um die Flugtlotsen. Ja, auch in der Flugsicherheit muß gespart werden. Quer durch die Bank wird der Rotstift angesetzt. Militär, Verwaltung, Nationalparks und, und, und eben auch im Flugverkehr. 637 Millionen Dollar sollen hier eingespart werden. Eine ganz feine Summe ist das. Und das wird ganz einfach reingeholt, in dem man die Anzahl der Fluglotsen um 10 Prozent kürzt. Täglich wohlgemerkt.  Das hat die Folge, dass kleinere Flughäfen nun ganz ohne jemandem im Tower auskommen müssen, die Piloten quasi auf Sicht landen und starten. Aber das können sie ja, das haben sie gelernt. Bei größeren Airports wie SFO, LAX, JFK und anderen bekommt das Personal im Tower einfach mehr unbezahlte freie Tage. Heißt, es wird voller auf der Start- und Landebahn, denn die Flieger werden langsamer abgefertigt, Passagiere müssen also Geduld mitbringen. Bis zu drei Stunden Verzögerungen könnten die Folgen sein, so Branchen Insider.

Gerade mit dem Beginn der Urlaubszeit würde das erhebliche Konsequenzen haben. Der nationale und wohl dann auch der internationale Flugverkehr würde hinterher fliegen. Anschlußflüge werden weg sein, die Kosten tragen Passagiere und Fluglinien. Tja, ein hausgemachtes Problem in den USA. Aber es heißt, die Flugsicherheit sei nicht gefährdet. Das ist doch beruhigend beim Warten.

Jetsetting First Couple

Das „Republican National Committee“ wirft Präsident Obama vor, den Boden unter den Füssen verloren zu haben. Barack Obama hatte am Freitag seine Frau Michelle Obama nach New York zum Abendessen und einem Theaterbesuch ausgeführt. Das Paar flog mit einem kleinen Jet von Washington zum John F. Kennedy Airport, von dort mit einem Helikopter weiter nach Manhattan.

Schon Stunden vorher wurde das Theater und umliegende Häuser vom Secret Service gesichert, was ganz normal ist. Auch die Route vom Hotel zum Theater war strengstens abgeriegelt, allerdings nahmen es die New Yorker gelassen hin, winkten und jubelten ihrem Präsidenten zu. Die Theaterbesucher selbst wussten bis zum letzten Moment nichts vom hohen Besuch, doch applaudierten dem „First Couple“ beim Eintreffen mit stehenden Ovationen.

Die Republikaner allerdings sehen das „Outing“ als übertrieben, werfen den Obamas vor, Steuergelder zu verschwenden und im Angesicht der Riesenpleite bei General Motors das Gefühl für den kleinen Mann verloren zu haben. Allerdings lassen die GOP-Parteigenossen bei ihrer Kritik aussen vor, dass der Transport der Obamas nicht mehr in den Händen der First Family liegt. Obama kann nicht einfach mit seiner Michelle einen Linienflug besteigen oder Theaterkarten an der Abendkasse kaufen. Er muss sich den Sicherheitsanordnungen des Secret Service beugen. Und man sollte ruhig mal daran denken, dass Amtsvorgänger George W. Bush immer wieder wochenlang auf seiner Texas Farm die Büsche gerodet oder sich mit dem Fahrrad diverse Verletzungen zugezogen hat, obwohl US Soldaten an den Fronten kämpften und anderswo die sprichwörtliche K…. am Dampfen war.

Da kann man den Obamas doch mal einen netten Abend in Manhattan gönnen!? Scheint eher so, als ob der GOP nichts mehr einfällt, wie man Präsident Obama attackieren könnte. Übrigens, im Theater, nur wenige Reihen vor den Obamas sass Schauspielerin Meryl Streep und niemanden im Publikum schien das gross zu beeindrucken.