Die Implosion der Republikaner

Vor einem Jahr sah alles noch so gut aus. Die Republikaner feierten sich für ihr breites Kandidatenfeld. Etliche Gouverneure, Senatoren, Kongressabgeordnete und ein paar beliebte konservative Außenseiter wollten Präsidentschaftskandidat werden. Das republikanische Lager war hochmotiviert, aufgeladen, begeistert, „energized“. Ein Ende der Obama-Ära war in greifbare Nähe gerückt.

Der Ton wird rauher. Donald Trump und Marco Rubio werden keine Freunde mehr. Foto: Reuters.

Donald Trump und Marco Rubio werden keine Freunde mehr. Foto: Reuters.

Was dann folgte war so und in dem Ausmaß nicht abzusehen. Die Republikaner taumelten von einer negativen Schlagzeile zur nächsten. Einer nach dem anderen stieg aus dem Rennen aus, darunter Hoffnungsträger wie Scott Walker, Rick Perry, Chris Christie, Jeb Bush. Und alle blickten verduzt und verduzter auf den Überraschungs-Frontrunner Donald Trump. Der riss schon frühzeitig die Debatte an sich und bestimmte ganz nach Belieben die politische Diskussion in den Reihen der Republikaner. Die anderen lächelten und lachten anfangs nur, doch auf einmal lag Trump mit 20, 30, 40 Prozentpunkten in den Umfragen vorne. Seine skandalösen und zum Teil kindischen Forderungen kamen bei einem Teil der Wähler an.

Nach dem „Super Tuesday“, an dem Trump sieben von elf Wahlen für sich entscheiden konnte, wurden die Republikaner endlich wach. Trump geht gar nicht, hieß es auf einmal von allen Seiten. Doch das kam etwas spät, wenn nicht sogar zu spät. Nun wollen die Republikaner den Donald stoppen, nur wie, das weiß keiner. Alles läuft nun darauf hinaus, dass Marco Rubio und John Kasich ihre Bundesstaaten Florida und Ohio gewinnen. Nur so ließe sich Donald Trump noch aufhalten, was heißt, dass er bis zum Parteikonvent im Juli keine Mehrheit der Delegiertenstimmen auf sich vereinen kann. Erst dann und dort würde ein Kandidat gekürt werden. Die Hoffnung ist, ein anderer als Trump.

Doch bei all diesen Zahlenspielen gibt es viele Unsicherheiten. In den Umfragen liegt Trump nämlich in Florida und in Ohio noch vor Rubio und Kasich, in beiden Bundesstaaten wird übernächste Woche gewählt. Und der Ton verschärft sich bei den Republikanern, der blutige Grabenkrieg wird in aller Öffentlichkeit ausgetragen. Die amerikanische Fernsehnation wird derzeit allabendlich Zeuge, wie sich die Grand Old Party selbst zerfleischt und abschafft. Wenn die Demokraten eine andere Kandidatin als Hillary Clinton hätten, wäre die Wahl im November schon längst gelaufen. Doch Hillary wird von ihren Skandalen verfolgt, die ihr trotz der derzeit bestmöglichen Ausgangslage noch den Einzug ins Weiße Haus vermasseln könnten.

Republikaner gegen Trump

Das waren wirklich 24 fette Stunden. Ben Carson steigt aus, Mitt Romney und John McCain warnen das amerikanische Wahlvolk in sehr direkter Art und Weise vor Donald Trump und dann schießen sich die Moderatoren von FOXNews in der elften Debatte der republikanischen Kandidaten auf den Außenseiter und Milliardär ein. Nach dem Super-Tuesday wird Trump nun offen bekämpft. Er gilt als die größte Gefahr für die Republikaner in Washington DC.

"Ich habe keine kleinen Hände und auch nichts anderes, was klein ist", erklärte Donald Trump. Foto: Reuters.

„Ich habe keine kleinen Hände und auch nichts anderes, was klein ist“, erklärte Donald Trump. Foto: Reuters.

Vergessen ist die Tea Party Fraktion, die seit Jahren politische Entscheidungen blockiert. Ihr Grund, sie hassen ganz offen und ehrlich Präsident Barack Obama. Der wird mal als Sozialist, als Nazi, als unamerikanisch, als Nigger, als schwul, bisexuell, als Verräter, Callboy und Leichtgewicht bezeichnet, all das zählt nicht in den republikanischen Reihen. Große Aufregung darüber gibt es weder vom Establishment der Partei, nicht von den Verfassungsfetischisten in der GOP und auch nicht von den erzkonservativen Christen in den Reihen der Republikaner. Alles halb so wild, denn es geht ja gegen den ersten afro-amerikanischen Präsidenten, der noch nicht mal so richtig schwarz ist.

Nun also Trump, und ich will ihn wirklich nicht in Schutz nehmen. Aber was die Republikaner derzeit liefern, ist ein einziges Tohuvabohu. Man verweist bei der GOP immer auf die Partei von Lincoln und Reagan, doch seien wir mal ehrlich, die beiden Präsidenten würden sich im Grab umdrehen, um diesen Wahlkrampf nicht sehen zu müssen. Es ist ein kindisches Scharmützel, in dem der eine vom „kleinen Mario“ redet, der andere von Trumps „kleinen Händen“ und einem bei den Ausführungen des Texaners im Bund angst und bang‘ wird. Nur Ohios Gouverneur John Kasich macht da Sinn, doch der hat keine Chance.

Die Wahl in den republikanischen Reihen scheint zwischen Luzifer, Beelzebub und Mephisto zu sein. Am Ende wird einer der drei in den Wahlkampf ums Weiße Haus ziehen, der da wirklich nicht hingehört. Das klingt hart, aber Rubio, Trump und Cruz lassen all das vermissen, für was Amerika im Laufe der Geschichte steht. Der heutige Tag und die heutige Debatte haben das erneut ganz deutlich gemacht. Die Republikaner sind nur noch ein Verbund aus Splittergruppen, unfähig zu regieren, unfähig Kompromisse zu schließen, unfähig tiefe Gräben zu überwinden, unfähig dieses Land wieder zu einen und unfähig, eine Führungsrolle in der Welt zu übernehmen.

Der amerikanische Witzwahlkampf

Trump gewinnt South Carolina, Bush steigt erwartungsgemäß aus und ist um 96 Millionen Dollar leichter. Gerade mal 80.000 Wählerinnen und Wähler nehmen an der Vorwahl der Demokraten in Nevada teil. Und wenn im Juni endlich im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien abgestimmt wird, ist alles gelaufen.

Da waren es nur noch fünf. Foto: Reuters.

Da waren es nur noch fünf. Foto: Reuters.

Es ist schon ein seltsames Demokratieverständnis in den USA, dass in Iowa und New Hampshire der nächste Präsident vorbestimmt wird. Beide Bundesstaaten sind alles andere als repräsentativ, doch die Wahlentscheidung dort hat einige Kandidaten zu Fall gebracht. Am Ende bleiben jene übrig, die die größte Klappe oder das meiste Geld haben. Wir hier drüben in Kalifornien werden erst am 7. Juni abstimmen, dann stehen die Kandidaten der jeweiligen Partei schon fest.

In diesem Jahr ist vor allem auffällig, was sich da auf der republikanischen Seite tut. Donald Trump, der Besserwisser mit goldener Haartolle, dominiert mit Nichtaussagen den Wahlkampf. Auch in South Carolina gewinnt er deutlich und das sogar mit den Stimmen der Christlich-Konservativen im Land. Darauf hatte Ted Cruz gehofft, der nur dritter wurde. Marco Rubio, der immerhin die Unterstützung der Gouverneurin Nikki Haley hatte, kommt gerade so auf den zweiten Rang, dennoch zehn Prozentpunkte hinter Trump. Jeb Bush, abgeschlagen auf dem vierten Platz, erklärt daraufhin das Ende seiner Kandidatur.

Im Rennen geblieben ist noch John Kasich und Ben Carson. Bei letzterem fragt man sich, was er noch erreichen will. Seine Tage sind lang vorbei. Kasich hingegen ist der letzte verbliebene gemäßigte Republikaner. Er setzt alles auf Michigan und seinen Bundesstaat Ohio, wo am 8. und 15. März gewählt wird. Wenn er da nicht punkten kann, ist für ihn die Wahl gelaufen. Dann sind die Republikaner fest in der Hand von radikalen Stimmen. Denn sowohl Trump, wie auch Cruz, Rubio und Carson haben bereits angekündigt, im Falle eines Wahlsieges alle politischen Entscheidungen von Barack Obama rückgängig zu machen.

Am Super-Tuesday, am 1. März, wird in 14 Bundesstaaten gewählt. Danach wird das Feld noch einmal kleiner werden oder sich schon eine Entscheidung absehen lassen. Zumindest bei den Republikanern. Bei den Demokraten hingegen wird es so schnell nicht gehen. Bernie Sanders hat genügend Unterstützung und Geld in der Kasse, um seine Ideen und Forderungen bis zum Parteikonvent am 25. Juli in Philadelphia zu bringen. Er will eine politische Revolution, das heißt auch im Falle einer Niederlage, die Politik der Demokraten und damit Hillary Clintons zu beeinflussen. Gute Chancen hat er, denn Hillary Clinton wird auf Sanders‘ Hilfe bei der eigentlichen Wahl ums Weiße Haus angewiesen sein.

Der Clown und die Gehirntoten

Die Daily beschimpft Trump als Clown und seine Wähler als gehirntot.

Die Daily beschimpft Trump als Clown und seine Wähler als gehirntot.

Was für ein Wahlausgang! Donald Trump gewinnt erwartungsgemäß und auch Bernie Sanders zeigt, was eine demokratische Harke ist. Hillary Clinton erhielt in New Hampshire einen ziemlichen Dämpfer. Bei den Republikanern wurde das Feld noch einmal kräftig durchgewirbelt. John Kasich ist obenauf, Ted Cruz glaubt an sich selbst, Jeb Bush dümpelt weiter vor sich hin. Marco Rubio sieht sich mißverstanden. Chris Christie sollte nun aufhören. Bei Carly Fiorina und Ben Carson fragt man sich, warum sind die beiden überhaupt noch im Rennen?

Die Huffington Post beschreibt Trump als rassistischen, sexistischen und fremdenfeindlichen Demagogen.

Die Huffington Post beschreibt Trump als rassistischen, sexistischen und fremdenfeindlichen Demagogen.

Nun geht es weiter nach South Carolina, da könnten die Karten neu gemischt werden. Spannend wird da vor allem die Wahl bei den Demokraten sein. Hillary Clinton liegt in den Umfragen bei Afro-Amerikanern und Latinos vor Bernie Sanders. Diese Wählerschaft gab es in Iowa und New Hampshire kaum, doch in South Carolina sind diese beiden Wählergruppen gut vertreten und könnten die Wahl maßgeblich mitentscheiden. Aus diesem Grund reist Bernie Sanders am Mittwochmorgen nach New York, um dort den Bürgerrechtler Al Sharpton zu treffen. Sanders erhofft sich so, Zuspruch der „Black Community“ in den USA zu bekommen.

Unterdessen greifen einige der amerikanischen Medien den republikanischen Wahlsieger des Abends, Donald Trump, heftigst an. Die New York Daily News macht mit dem „Clown Trump“ auf und fragt, ob die Wähler in New Hampshire Gehirntote seien. Die Huffington Post hingegen erklärt ganz klar: WTF („What The Fuck“) rassistischer, sexistischer, fremdenfeindlicher Demagoge gewinnt New Hampshire“. Nun beginnt der harte Teil des Wahlkampfes, Tiefschläge sind ab jetzt erlaubt.

 

Hier noch ein Interview, das ich am Abend einem Privatsender in der Schweiz gegeben habe:

Sanders und Trump gewinnen die Wahl. Überraschung für dich?

Nein, das war vorher schon klar, es ging eigentlich nur darum, wie hoch beide gewinnen. Donald Trump schaffte genau das, was in den Prognosen genannt wurde. Bernie Sanders liegt mit derzeit über 20 Prozent vor Hillary Clinton. So deutlich hat das wohl keiner erwartet.

Bernie Sanders hat doch deutlich vor Clinton gewonnen. Wie kam es dazu?

Bernie Sanders hatte sich auf New Hampshire konzentriert und er ist aus dem Nachbarstaat Vermont. Die Wählerschaft in der Gegend ist weitaus mehr auf seiner Linie, glaubt seiner Message. Und die kommt einfach an. Interessant vor allem auch, dass Sanders mehr als die Hälfte der weiblichen Wähler für sich gewinnen konnte.

Wie kann Clinton die jungen Wähler mobilisieren?

Also, Iowa und New Hampshire waren nur der Beginn dieses Wahlkampfes, das sind vor allem „weiße“ Bundesstaaten. In South Carolina sieht das schon ganz anders aus. Da gibt es mehr Afro-Amerikaner, mehr Latinos. Das sind vor allem die Wähler, die jetzt umkämpft sind. Clinton sieht sich bei ihnen vorne, sie wird sich in den kommenden Wochen darauf konzentrieren, danach geht es um die jungen und Neuwähler.

Was heisst das Ergebniss von New Hamphire jetzt für die weiteren Vorwahlen bei den Demokraten?

Das Ergebnis ist eine klare Ansage an Hillary Clinton, dass es nicht leicht wird. Man sieht schon jetzt, dass sie politisch nach links rückt, um Sanders Wähler zu gewinnen. Bernie Sanders wird ihr einen harten Zweikampf liefern, vor allem auch, weil er von Millionen von Amerikanern finanziell unterstützt wird. Die haben durchschnittlich gerade mal 27 Dollar gespendet, darauf kann er nun bauen. Er hat kein Super PAC im Rücken, keine großen Geldgeber.

Trump fährt nach dem zweiten Platz in Iowa jetzt einen Erfolg ein. Warum?

Trump hatte sich kaum auf Iowa konzentriert, dort wenig Wahlkampf gemacht. Er wollte New Hampshire gewinnen. Das war für ihn die Testwahl und er hat nun deutlich gezeigt, dass er so leicht nicht wegzukriegen ist. Damit hat die republikanische Partei nun ein sehr großes Problem.

Was ist der John Kasich auf dem zweiten Platz für ein Mann?

Kasich ist eigentlich mehr so ein Mitte-Rechts-Mann, durchaus wählbar, erfolgreich als Gouverneur in Ohio. Wichtig war bei dieser Wahl, wer von den drei Gouverneuren, also John Kasich, Chris Christie und der Ex-Gouverneur Jeb Bush die Nase vorn hat. Kasich geht nun gestärkt nach vorne, er hat die besten Aussichten.

Was heisst Trumps Erfolg für den weiteren Wahlverlauf?

Ganz klar, Trump macht weiter und bestimmt den Wahlkampf in den Reihen der Republikaner. Die sind derzeit so gespalten, dass es keine einheitliche Front gegen den Milliardär gibt. Und das hilft eben Trump, der eigentlich mit keiner klaren politischen Aussage Wahlkampf führt.

Was meinst du, wird jemand der Republikaner Cruz, Bush oder Rubio jetzt das Handtuch schmeissen?

Ich denke auf den hinteren Plätzen wird sich was tun, also Ben Carson, Carly Fiorina könnten aussscheiden, für sie ist das Rennen quasi gelaufen. Und Chris Christie, der Gouverneur von New Jersey muß sich jetzt eingestehen, abgeschlagen hinter Kasich und Bush, dass es keinen Sinn mehr macht.  Gerade auch, weil Christie viel Zeit und Geld in New Hampshire investiert hat. Das hat sich nicht ausgezahlt. Sinnvoll wäre es jetzt für ihn, wenn er sich zurück zieht und einen der anderen Kandidaten unterstützt, im Kampf gegen Trump.

Ein seltsamer Wahlkampf

Sieben Kandidaten standen heute Abend auf der Bühne in Manchester, New Hampshire. Drei Gouverneure, zwei Senatoren, ein Immobilieninvestor und ein Neurochirurg. Ein paar von ihnen machen Sinn, ein paar überhaupt keinen und dann sind da noch diejenigen, vor denen man sich nur fürchten kann.

Es läuft auf einen Dreikampf zwischen Cruz, Trump und Rubio hinaus. Foto: AFP.

Es läuft bei den Republikanern auf einen Dreikampf zwischen Ted Cruz, Donald Trump und Marco Rubio hinaus. Foto: AFP.

Die Wahl in New Hampshire wird ein Wendepunkt sein. Einige der Kandidaten haben bereits angekündigt, wenn sie hier nicht besser abschneiden, werden sie sich zurückziehen. Und das sind gerade jene, die am meisten Sinn machen. John Kasich, Gouverneur von Ohio und Chris Christie, Gouverneur von New Jersey. Und auch Jeb Bush, ehemaliger Gouverneur von Florida, wird bei einem Scheitern in New Hampshire sehr genau überlegen müssen, ob er noch weitermachen will und kann. Alle drei überzeugen immer mehr in den Debatten, verweisen auf ihre Bundesstaaten, auf ihre Politik und Erfolge dort. Sie bauen auf das, was sie erreicht haben. Doch irgendwie kommt das beim Wähler nicht an.

In dem Umfragen hat bislang keiner der drei einen großen Sprung nach vorne machen können, und das, obwohl gerade Kasich und Christie viel Zeit und Geld in New Hampshire investiert haben. Wenn sie am Dienstag nicht deutlich aus dem Mitläuferfeld ausbrechen können, ist für sie das Rennen gelaufen. Allein John Kasich hat in New Hampshire 100 „Town Hall Meetings“ abgehalten. Das ist nur hier möglich, woanders im weiten Land ist sowas undenkbar. Und nach der Stimmabgabe in New Hampshire geht es Schlag auf Schlag weiter.

Nach diesem Urnengang werden weitere Kandidaten ausscheiden, das steht fest. Und wie es jetzt aussieht, könnte das ganze auf einen Dreikampf zwischen Ted Cruz, Marco Rubio und Donald Trump hinauslaufen. Damit stände wohl endgültig fest, dass die republikanische Partei nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Von Einheit, Geschlossenheit und der Bereitschaft dieses tief gespaltene Land wieder zusammen zu führen ist man dann Jahre entfernt. Auf Amerika kämen harte Zeiten zu.

Die Kandidaten wünschen „Merry Christmas“

Die Kandidaten wünschen auf ihren facebook Seiten frohe Weihnachten. Bis auf den Demokraten Martin O’Malley, dessen Seite ist seit dem 21. Dezember nicht mehr aktualisiert worden. Man beachte auch Hillary Clintons Foto, ein altes als First Lady im Weißen Haus. Eine klare Kampfansage fürs kommende Jahr.

 

Merry Christmas to all. Have a great day and have a really amazing year. Together, we will MAKE AMERICA GREAT AGAIN! It will be done!

Merry Christmas to all. Have a great day and have a really amazing year. Together, we will MAKE AMERICA GREAT AGAIN! It will be done!

 

Can't think of a better day than one with family, food, and the best gift of all: a new grandchild on the way! Merry Christmas.

Can’t think of a better day than one with family, food, and the best gift of all: a new grandchild on the way! Merry Christmas.

 

Wishing you a Merry Christmas and a blessed holiday season!

Wishing you a Merry Christmas and a blessed holiday season!

 

Merry Christmas from the Sanders family!

Merry Christmas from the Sanders family!

 

Merry Christmas, from the Rubios!

Merry Christmas, from the Rubios!

 

Enjoying time with family and reflecting on all the blessings God has given us. From mine to yours, Merry Christmas!

Enjoying time with family and reflecting on all the blessings God has given us. From mine to yours, Merry Christmas!

 

Kelley and I want to wish you all a very Merry Christmas.

Kelley and I want to wish you all a very Merry Christmas.

 

Merry Christmas! Wishing you peace and happiness this holiday season and throughout the coming year. -Chris, Mary Pat, Andrew, Sarah, Patrick, and Bridget

Merry Christmas! Wishing you peace and happiness this holiday season and throughout the coming year. -Chris, Mary Pat, Andrew, Sarah, Patrick, and Bridget

 

Merry Christmas! - Mike and Janet

Merry Christmas! – Mike and Janet

 

I wanted to take a moment to wish you all a very Merry Christmas and happy New Year. At Christmas, we celebrate the love of family, the power of faith, and the freedom to practice that faith. As John 5:11 tells us, God has given us eternal life, and this life is in His son. May you and your loved ones enjoy the blessings of peace, hope, and love. This season and always. From my family to yours, Merry Christmas - Carly Fiorina.

I wanted to take a moment to wish you all a very Merry Christmas and happy New Year. At Christmas, we celebrate the love of family, the power of faith, and the freedom to practice that faith. As John 5:11 tells us, God has given us eternal life, and this life is in His son. May you and your loved ones enjoy the blessings of peace, hope, and love. This season and always. From my family to yours, Merry Christmas – Carly Fiorina.

 

As we celebrate the arrival of our Savior -- God's greatest gift -- we hope that you and your family also have a chance to enjoy some of God's other gifts this season: the joy of time with the people most important to us, a break from the rush of everyday life and a deeper knowledge of how blessed we are to live in freedom. From our family to yours, Merry Christmas! -John, Emma, Reese and Karen Kasich

As we celebrate the arrival of our Savior — God’s greatest gift — we hope that you and your family also have a chance to enjoy some of God’s other gifts this season: the joy of time with the people most important to us, a break from the rush of everyday life and a deeper knowledge of how blessed we are to live in freedom.
From our family to yours, Merry Christmas!
-John, Emma, Reese and Karen Kasich

 

It’s a one-man show, man!

Donald Trump stand in der Mitte der Bühne und alles drehte sich um ihn. Die anderen versuchten ihn anzugreifen, doch der Donald parierte gekonnt und teils mit Humor. Als Rand Paul ihm vorwarf, Trump bewerte andere nach ihrem Aussehen, wie er dies jüngst mit Carly Fiorina getan hatte, reagierte der Milliardär, er hätte ja nichts über Rand Pauls Aussehen gesagt, auch wenn er das durchaus könnte. Als Jeb Bush ihm von der Seite kam, meinte Trump, „Jeb, today you’re full of energy. I like that“. Vor ein paar Wochen hatte der Donald seinem Mitkonkurrenten attestiert eine lahme Ente zu sein, saft- und kraftlos im Rennen mitzulaufen.

Foto: AFP

Foto: AFP

Und dann war da noch Carly Fiorina auf der Bühne, die einzige Frau weit und breit. Wie würde sie reagieren? Ihr sah man an, dass sie sich vom lächelnden Donald nicht unterkriegen und unterbuttern lassen wollte. Sie teilte aus, doch kam dabei auch nicht gerade angenehm und sympathisch rüber.

An dem Abend in der Ronald Reagan Library, direkt vor einer ausgemusterten Air Force One Maschine wurde über vieles gesprochen, oder zumindest vieles angerissen. Außenpolitik, die Wirtschaft, Abtreibung, der Iran-Deal, Obamacare, Hillary Clinton, die Grenze, Sicherheitspolitik….querbeet ging es durch die tagesaktuellen Themen. Der Moderator versuchte immer mal wieder mit Zitaten der einzelnen Kandidaten Zwist zu säen und vor allem die anderen gegen Donald Trump aufzubringen. Doch irgendwie war es ein nettes „Get together“ der bekanntesten Republikaner. Klar, die fiesen Blicke von links nach rechts und rechts nach links blieben nicht aus. Auch wurde deutlich, wie zerstritten die Ronald Reagan Partei ist. Dem einstigen Western Helden klingelten in den ewigen Jagdgründen sicherlich die Ohren, denn gerade Jeb Bush versuchte sich als Neffe von Reagan zu präsentieren.

Nach dieser Debatte wird man abwarten müssen, wer in den Umfragen steigen, wer fallen wird. Ich denke mal, viel wird sich nicht ändern. Die Amerikaner lieben ihre Außenseiter Trump und Carson. Nur am Kindertisch, die kleine Gruppe von Kandidaten vor der eigentlichen Fernsehdebatte, wird sich einiges tun. Schon bald werden sie die Segel streichen müssen. Lindsay Graham, George Pataki, Bobby Jindal und Rick Santorum sollten lieber jetzt als später erkennen, dass das Rennen ohne sie läuft.

Die Macht der Frauen

Die zweite Runde steht an. Diesmal stehen elf Republikaner auf der Bühne, um die Fernsehnation von sich zu überzeugen. Donald Trump, Jeb Bush, Scott Walker, Marco Rubio, Rand Paul, Ted Cruz, Mike Huckabee, Ben Carson, Chris Christie, John Kasich und diesmal auch Carly Fiorina. Zuvor schon tritt die zweite Reihe der Kandidaten an: Rick Santorum, Bobby Jindal, Lindsey Graham, George Pataki und Jim Gilmore. Rick Perry sollte eigentlich auch noch dabei sein, doch der ist ja aus dem Rennen ausgestiegen und überlegt nun, was er mit den Spenden, die er erhalten hat, machen soll.

Die Debatte wird live von CNN aus der Ronald Reagan Presidential Library im kalifornischen Simi Valley übertragen werden. Absolut präsidial vor einer ausgemusterten Air Force One Maschine. Und klar ist schon im Vorfeld, zehn werden sich auf einen stürzen. Denn bislang hatte Donald Trump Narrenfreiheit, er hat sich in den letzten Wochen und Monaten selbst zur Zielscheibe der innerparteilichen Kontrahenten gemacht. Keiner spaltet die Partei so sehr wie Donald Trump. Zuletzt ließ der Donald es krachen, als er die ehemalige Hewlett-Packard Chefin Carly Fiorina heftigst mit den Worten angriff, wer wolle schon dieses Gesicht sehen?

Fiorina ließ den Angriff auf sich und ihr Aussehen locker abperlen und produzierte sogar einen Werbespot mit dem Titel „Faces“, der sehr gut ankam. Vor allem bei Frauen, die immer mehr zur politischen Macht im amerikanischen Wahlkampf werden. Zum einen machen sie 52 Prozent der Wähler aus, zum anderen werden viele Frauen mit der Aussicht Hillary Clinton als Präsidentin nicht richtig warm. Zwar stimmte der Großteil der Frauen in den USA seit George Bush 1988 für den demokratischen Kandidaten, darauf baute und baut Hillary Clinton in diesem Wahlkampf. Doch das will Carly Fiorina nun ändern. Sie greift an, als Geschäftsfrau, die sich von Männern, auch und erst recht von großmäuligen Geschäftsmännern wie Donald Trump nichts vorschreiben läßt. Es wird mit Sicherheit ein interessanter und unterhaltsamer Fernsehabend am heutigen Mittwoch werden.

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Das Feld lichtet sich

Am Donnerstag steht die erste Debatte der republikanischen Kandidaten an. 16 von ihnen hatten sich Chancen ausgerechnet, zehn dürfen mit auf die Bühne. Der konservative Nachrichtenkanal FOXNews hatte vorgegeben, dass nur diejenigen Kandidaten mitdiskutieren dürfen, die in den letzten fünf Umfragen unter die Top Ten der Präsidentschaftsanwärter gekommen sind.

Rick Perry ist wohl bald raus aus dem Rennen. Foto: AFP

Rick Perry ist wohl bald raus aus dem Rennen. Foto: AFP

Und nun hat Rick Perry ein Problem. Der Texaner, der schon bei der letzten Wahl eine denkwürdige Katastrophe erlebte, schafft den „Cut“ wahrscheinlich wieder nicht. Da hilft diesmal auch keine Brille. Derzeit liegt er mit gerade mal 2,6 Prozent auf Rang 11 und es sieht nicht danach aus, als ob er in den letzten Tagen noch den Sprung nach vorne schafft. Perry wird bald Geschichte sein. Die Frage ist, ob er es dann 2020 wieder antreten wird oder irgendwo in der texanischen Ölindustrie einen Job annehmen wird.

Derzeit liegt Donald Trump mit 19 Prozent vorne. Danach Scott Walker (15%), Jeb Bush (14%), Ben Carson (10%). Im einstelligen Prozentbereich dann Ted Cruz, Mike Huckabee, Rand Paul und Marco Rubio. Und in den jüngsten Umfragen haben sich dann auch noch Chris Christie und  John Kasich an Rick Perry vorbei geschoben. Zahlreiche der etwas schwächeren Kandidaten erklärten, man solle diese Umfragen nicht überbewerten und erinnerten daran, dass vor vier Jahren zum gleichen Zeitpunkt Herman Cain vorne lag. Und an den erinnert sich heute niemand mehr.

Der republikanische Donnerstagabend

Am 6. August ist es so weit. Die erste Fernsehdebatte der republikanischen Kandidaten steht an. Abends um 21 Uhr Ostküstenzeit werden dann die Top Ten Kandidaten in den Umfragen gegeneinander antreten. Zu diesem Zeitpunkt sind es: Donald Trump, Jeb Bush, Scott Walker, Marco Rubio, Ted Cruz, Rand Paul, Mike Huckabee, Ben Carson, Chris Christie und Rick Perry. Diese Gruppe verspricht einiges an Sprengstoff und verbalen Angriffen. Allein Trump feuert ja schon seit Wochen seine Salven auf die Mitkonkurrenten ab. Der vom Donald stark angegangene Perry ballerte jüngst zurück. Und Mike Huckabee hat vor ein paar Tagen Barack Obamas Irandeal als „marching the Israelis to the door of the oven“ beschrieben.

Es wird also ein unterhaltsamer Abend mit zahlreichen Tiefschlägen werden, wenn die Kameras und Scheinwerfer angehen. Donald Trump, der derzeitige Frontrunner, wird gewohnt austeilen, um seine Position zu festigen. Auf klare, inhaltliche Aussagen wird man bei dieser von FOXNews live übertragenen Debatte jedoch lange warten müssen.

Doch es sind ja noch mehr Kandidaten im republikanischen Splitterzirkus dabei. FOXNews hat nun Gnade walten lassen und eine zweite Veranstaltung angesetzt. Der Rest der Möchtegernpräsidenten, die es bislang nicht in die vordere Spitzengruppe geschafft haben, dürfen nun am gleichen Abend schon ab 17 Uhr Ostküstenzeit vor die Kameras treten, quasi als Einstimmung für das Hauptevent danach. Mit dabei sind John Kasich, Rick Santorum, Bobby Jindal, Carly Fiorina, George Pataki und Lindsey Graham. Diese Kandidaten haben zumindest ein Prozent in den Umfragen geschafft.

Doch das sind noch lange nicht alle republikanischen Kandidaten fürs Weiße Haus 2016. 18 weitere eher unbekannte Namen stehen zur Wahl, die man aber zumindest einmal erwähnen sollte. Da sind Skip Andrews, George Bailey, Michael Bickelmeyer, Kerry Bowers, Dale Christensen, Brooks Cullison, John Dummett, Jr., Mark Everson, Jack Fellure, Jim Hayden, Chris Hill, Michael Kinlaw, K. Ross Newland, Esteban Oliverez, Michael Petyo, Brian Russell, Jefferson Sherman, Shawna Sterling. Diese Gruppe von Republikanern wird am Donnerstag nicht mit von der Partie sein. Daneben gibt es keine Interviews im Fernsehen, Rundfunk und Print. Aber es zählt wohl der olympische Gedanke, dabei sein ist alles.

34 Republikaner wollen also Präsident werden. Allein diese Zahl zeigt schon, in welchem Zustand die Partei ist. Eine Frage muß also gestellt werden, wird ein möglicher republikanischer Präsident überhaupt die eigenen Reihen hinter sich haben, um regieren zu können?