California – the Wild, Wild West

Was Amerika sicherlich nicht braucht sind mehr Waffen auf der Straße. Weit über 300 Millionen Schußwaffen sind im Umlauf. Jahr für Jahr sterben über 30.000 Menschen in den USA durch Schußverletzungen. Doch all das macht nichts aus, Amerikaner haben ein Grundrecht auf die Wumme. Ein Bundesgericht in Kalifornien hat nun erklärt, dass ein Verbot des Tragens und Mitführens von Waffen verfassungswidrig sei. Die Stadt San Diego hatte bislang vorgeschrieben, dass man nicht einfach nur sagen kann, man brauche eine Knarre für den persönlichen Schutz, man müsse das gefälligst auch nachweisen. Und das eben widerspreche dem zweiten Artikel in der Verfassung, so die Richter am 9. Bundesgerichtshof in San Francisco.

Was das bedeutet ist klar. Überall in Kalifornien darf man ab jetzt mit einer Schußwaffe herumlaufen, so lang diese nicht offen getragen wird. Unter der Jacke, klar. Im Handschuhfach, auch da. Im Knöchelhalfter, na, aber sicher. Nur wie John Wayne, lässig im Schritt und mit dem Revolver an der Hüfte wiegend durch die Gegend spazieren, ist weiterhin nicht erlaubt. Gesetz ist eben Gesetz.

Happy Birthday zum Todestag

Michelle Bachmann ist ja nur Präsidentschaftskandidatin. Da kann man schon mal entschuldigen, dass sie den Geburtstag mit dem Todestag verwechselt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung vor 300 Leuten in South Carolina wurde zum Auftakt „Promised Land“ von Elvis Presley gespielt. „Da war doch heute was?“ Dachte sich sicherlich Bachmann und meinte: „Bevor wir anfangen, lassen Sie uns doch alle Happy Birthday für Elvis Presley singen“. Der 16. August ist allerdins Elvis‘ Todestag.

Angesprochen auf diese „kleine“ Panne, erklärte sie später gegenüber Reportern, dass Elvis ja noch in unser aller Herzen weiterlebe.

Das ist nicht das erste mal, dass das Tea-Party Darling etwas die kulturellen Zusammenhänge durcheinander bringt. Als sie im Juni in Waterloo, Iowa, ihren Wahlkampf eröffnete, erwähnte sie, dass in der Stadt ja einst auch Westernheld John Wayne lebte. Doch dem war nicht so. Eine zeitlang wohnte dort lediglich der Serienmörder John Wayne Gacy.