„Ich will raus“

Sarah Palin, Vize-Präsidentschaftskandidatin an der Seite von John McCain, hat keinen Bock mehr im kalten Alaska zu bleiben. Iss ja auch kalt da oben. Und die vielen Mücken. Und die Bären. Und die ollen Naturschützer. Iss alles nicht mehr so, wie es mal war. Nun hat sie angekündigt, 2010 nicht mehr für das Gouverneursamt zu kandidieren. Palin wird schon lange nachgesagt, nach höheren Posten zu greifen. Die republikanische Basis liebt die 45jährige. Gerade ihr starkes Auftreten für Familie, traditionelle Ehe und Waffenbesitz kommt gut in den eigenen Reihen an.

Und eigentlich würde ein Ausscheiden 2010 gut passen, um sich in der GOP in die Reihe der möglichen Präsidentschaftskandidaten einzureihen. Doch die Gouverneurin hat heute noch einen drauf gesetzt. Sie werde am Ende des Monats aus dem Amt ausscheiden. Den Grund lieferte sie auch gleich mit, als „lame duck“, also als Amtsinhaberin auf Zeit könne sie sowieso keine grossen Entscheidungen mehr treffen.

Palin konzentriert sich lieber auf die Zukunft. Sie will Obama herausfordern und hat in den vergangenen Wochen und Monaten schon mehrfach Stellung gegen ihn bezogen. Das „Darling“ der Konservativen wird schon jetzt als humorvolle, ehrliche und kämpfende Kandidatin gefeiert.
Falls es mit der Präsidentschaftskandidatur nichts werden sollte, könnte sich Palin auch noch einen Job als US-Senatorin ihres Bundesstaates vorstellen. Scheint so, als ob sie nur noch weg will aus Alaska.