„This one goes to eleven“

Es gibt diese Filme, die man sich immer und immer wieder anschauen kann und auch beim zehnten Mal noch lachen muß. Die Dokumentation „This is Spinal Tap“ von Regisseur Rob Reiner, 1984 erschienen, ist so ein Film. Die fiktive „Rockumentary, if you will“ der nicht-existierenden englischen Hard Rock Band. Spinal Tap sind Nigel Tufnel, David St. Hubbins und Derek Smalls oder wie sie eigentlich heißen Christopher Guest, Michael McKean und Harry Shearer.

Einer der bekanntesten Verstärker der Musikgeschichte.

Einer der bekanntesten Verstärker der Musikgeschichte.

Harry Shearer ist auch als Synchronsprecher bekannt, vor allem für seine langjährige Arbeit für die erfolgreichste Cartoonserie „The Simpsons“ als Mr. Burns, Waylon Smithers, Ned Flanders, Rev. Lovejoy, Dr. Hibbert, Rektor Skinner, Lenny, Kent Brockman, Rainier Wolfcastle, Scratchy, Kang, Dr. Marvin Monroe, Gott und Jebediah Springfield. Shearer hat auch eine Radiosendung auf „National Public Radio“, die „Le Show“ heißt, eine satirische News-Sendung.

Und nun zieht Harry Shearer vor Gericht. Er verklagt im Namen seiner Bandkollegen den französischen Medienriesen Vivendi, der die Rechte an „This is Spinal Tap“ hat, für schlappe 125 Millionen Dollar. Denn, wie es in der Klage heißt, hat Vivendi in den Jahren 1984 bis 2006 gerade mal 81 (!) Dollar (kein Witz) für Merchandise Einnahmen an die Band überwiesen. Darüberhinaus erhielt das Trio sage und schreibe 98 (!) Dollar (auch kein Witz) für Einnahmen aus den Musikrechten. Und das ist verwunderlich, denn der Streifen ist ein Kultklassiker, Spinal Tap haben Alben, Videos und DVDs veröffentlicht, wurden im Radio gespielt und waren sogar als britische Rockband auf Tour. Ihre Songs „Bitch School“ und „Big Bottom“ wurden zu Inspirationen für viele Bands aus dem „wirklichen“ Rockolymp. Die Sprüche der Musiker sind legendär, vom Verstärker Tufnels der bis „Eleven“ geht, den „tight trousers“ und „Armadillos“ bis hin zu „How much more black could this be?“ und den explodierenden Schlagzeugern der Band.

Wer Spinal Tap nicht kennt, hier eine kleine Auswahl:

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Pilot klagt gegen Airline

Captain Clayton Osbon nach seiner Verhaftung im März 2012.

Der JetBlue Flugkapitän Clayton Osbon nach seiner Verhaftung im März 2012.

Vor genau drei Jahren drehte Clayton Osbon durch. Er war Pilot und Sicherheitsexperte bei der Airline JetBlue. Am 27. März 2012 passierte es dann. Schon verstört ging er als Kapitän ins Cockpit eines Fluges von New York nach Las Vegas. Mitten im Flug rastete er aus, rannte durchs Flugzeug, schrie wirres Zeug über Jesus und Al Qaida, die Passagiere gerieten in Panik. Osbon wurde überwältigt, der Co-Pilot machte eine Notlandung in Amarillo, Texas. Osbon wurde von FBI Agenten verhaftet, die Nachrichtensender unterbrachen ihre aktuellen Sendungen, denn es lag der Verdacht auf eine terroristische Motivation vor. Schnell wurde jedoch klar, dass der Kapitän psychische Probleme hatte.

In der Woche der Germanwings Katastrophe und nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist reichten die Anwälte von Clayton Osbon an einem Gericht in Manhattan eine Schadensersatzklage in Höhe von 16 Millionen gegen JetBlue ein. Vorgeworfen wird der Airline, dass sie die Zeichen einer psychischen Problemlage ihres Mitarbeiters nicht erkannt habe. Eine Kopfverletzung im Kindesalter habe dazu geführt, dass „seine Fähigkeit einfachste Dinge durchzuführen extrem eingeschränkt war. Sie (die Kopfverletzung) führte zu Halluzinationen und zu extremen Gefühlen von Paranoia und religiösem Eifer“.

Schon lange vor dem Zwischenfall sei der Kapitän aufällig gewesen, doch die Fluggesellschaft habe nicht gehandelt und reagiert, so die Anwälte Osbons. Damit habe JetBlue den eigenen Piloten, die Crew und die Passagiere des Fluges unnötig in Gefahr gebracht. Gerade in der Woche des Germanwings Absturzes hat dieses Klage in New York besonderes Aufsehen erregt. Der Ausgang ist noch ungewiss.

 

 

Die Vereinigten Staaten der Unversicherten

Erneut beschäftigt sich das amerikanische Verfassungsgericht mit "Obamacare".

Erneut beschäftigt sich das amerikanische Verfassungsgericht mit einem Teil der Gesundheitsreform „Obamacare“.

David King, Douglas Hurst, Brenda Levy und Rose Luck klagen, acht Millionen Amerikaner könnten deshalb schon bald ihre Krankenversicherung verlieren. Erneut ist ein Teil der Gesundheitsreform „Affordable Care Act“, oder auch von Seiten der Republikaner als „Obamacare“ abgetan, vor dem Verfassungsgericht gelandet. Die vier aus Virginia wurden vom konservativen „Competitive Enterprise Institute“ ausgewählt, die Gesundheitsreform zu kippen. Sie klagten deshalb mit Unterstützung der politischen Rechtsaußen vor Gericht, dass dieses neue Gesetz sie benachteilige, da sie keine Krankenversicherung wollen.

Diesmal geht es darum, ob die Regierung ihre Befugnisse übertreten hat, in dem sie sogenannte „Exchanges“ in jenen Bundesstaaten einrichtete, die sich weigerten Plattformen zu errichten, um möglichst viele Amerikaner unter einen Krankenversicherungsschutz zu bringen. Die Obama Regierung hat die Steuerbehörde IRS angewiesen, Versicherungswilligen eine Steuererleichterung in diesen Bundesstaaten einzuräumen. Und da ist der Knackpunkt. King, Hurst, Levy und Luck erklärten, dass sie durch diese Steuererleichterung zu viel verdienen würden, um unter die Grenze zu fallen, die besagt, man müsse als Geringverdiener keine verpflichtende Krankenversicherung abschließen und auch keine Strafgelder zahlen.

Alles etwas kompliziert, aber man kann sich denken, dass die Anwälte des „Competitive Enterprise Institutes“ sich wochenlang mit dem Gesetzespaket des ACA auseinander gesetzt haben, um eine Schwachstelle zu finden. Und das hier ist wohl eine, denn zwei Gerichte haben den Klagenden bereits den Weg zum Verfassungsgericht geebnet. Heute ist die Anhörung in Washington.

Die Obama Administration erklärt, dass hier Sätze aus dem Zusammenhang gerissen werden und man den ganzen Text lesen sollte. Niemand werde benachteiligt. Auch wäre es ein einfaches, die bestimmten Zeilen, die die Bundesstaaten angehen, klärender zu formulieren. Doch dazu müßte das Gesetz im Kongress eingebracht und verändert werden, was unmöglich ist. Schon jetzt haben alle Republikaner im Kongress und auch alle Präsidentschaftsanwärter erklärt, sie werden nach dem Wahltag 2016 „Obamacare“ zu Fall bringen.

Amerika ist derzeit in einem gefährlichen Fahrwasser unterwegs. Ein Miteinander ist in Washington nicht möglich, politische Ideen, Reformpakete, Gesetzesänderungen werden einfach ausgebremst und verunglimpft, nur weil sie aus dem Weißen Haus kommen. Die in sich zerrissene republikanische Partei ist nur in einem geeint, in ihrer Ablehnung der verhassten „sozialistischen“ Gesundheitsreform. Sie wird fallen, früher oder später.

 

Raucherwitwe erhält 23,6 Milliarden Dollar Schadensersatz

Michael Johnson starb 1996. Der langjährige Raucher hatte Lungenkrebs. 2008 verklagte seine Witwe Cynthia Robinson den Tabakkonzern „R.J. Reynolds Tobacco Co.“ und nun wurde das Urteil gefällt. Eine Jury in Florida sprach der Frau 23,6 Milliarden Dollar zu. Florida hatte 2006 Tür und Tor für solche Urteile geöffnet, nachdem das Verfassungsgericht des Bundesstaates eine Sammelklaeg über 145 Milliarden Dollar verworfen hatte.

Es hat sich ausgeraucht in den USA.

Es hat sich ausgeraucht in den USA.

Auch erklärte damals das Gericht, dass Raucher und ihre Familien nur noch belegen müßten, dass sie Nikotin abhängig seien oder waren und Rauchen zur Krankheit oder zum Tod führte. Von einem Nachweis, dass die Firmen wissentlich ein schädigendes Produkt vertrieben hatten, war keine Rede mehr.

Cynthia Robinson erkannte ihre Chance, klagte und bekam nun ihr Urteil, das jeden Rahmen sprengt. Die Tabakindustrie ist geschockt, Anti-Raucher Inititiativen sind begeistert. Denn wenn das Urteil in der Berufungsverhandlung bestehen bleiben sollte und somit neue Prozesse losgetreten werden würden, bedeutete das den Totalbankrott der amerikanischen Tabakindustrie. Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen, ein Verbot von Werbung, ein erschwerter Zugang zu Tabakprodukten für Jugendliche, all das hat nichts gebracht. Die Tabakindustrie in den USA wurde schon lange zum Sündenbock der Nation gestempelt. Von Selbstverantwortung eines Rauchers keine Spur.

Der Marlboro Man, Joe Camel und das HB Männchen können derzeit im Werbeolymp nur noch den Kopf schütteln und per Rauchzeichen von den guten alten Zeiten sprechen…paff, paff.

Porsche vor Gericht

Schauspieler Paul Walker starb am 30. November 2013. Der Star aus „Fast & Furious“ war Beifahrer in einem Porsche Carrera GT, am Steuer saß sein Freund Roger Rodas. Im Polizeibericht heißt es, der Wagen fuhr mit etwa 100 Meilen pro Stunde auf einer gut beleuchteten und fast leeren Straße in Santa Clarita, im Großraum Los Angeles. Erlaubt waren 55 Meilen pro Stunde. Aus unbekannten Gründen verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen, rammte den Bordstein, prallte gegen einen Baum, dann gegen einen Lichtmasten, wirbelte 180 Grad herum und prallte erneut gegen einen Baum. Dort fing der Wagen Feuer. Beide Insassen hatten keine Chance und starben am Unfallort.

Die Experten der Highway Patrol und des Los Angeles Sheriff Departments kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Fahrfehler handelte und nicht um ein mechanisches Problem. Roger Rodas war schlichtweg zu schnell unterwegs, als er die Kontrolle am Steuer verlor.

Doch damit will sich die Witwe von Rodas nicht abfinden. Sie hat nun die besten Anwälte eingeschaltet und Porsche vor einem Gericht in Los Angeles verklagt. Roger Rodas sei ein erfahrener Rennfahrer gewesen, erklärt sie. Außerdem stimmten die Angaben der Polizei nicht, der Wagen sei nur mit 55 Meilen pro Stunde unterwegs gewesen, das hätten ihre „Experten“ heraus gefunden. Dem Porsche fehlten mehrere Sicherheitsfeatures, die bei einem Sportwagen wie diesem Standard sein müßten, führten die Anwälte von Kristine Rodas in ihrer Klage an. Und das könnten sie prüfen. Demnach liege also kein Fahrfehler vor, sondern ein Designfehler des deutschen Autoherstellers. Über die Höhe des eingeklagten Schadensbetrages wurde geschwiegen. Porsche Nordamerika hat bislang noch keinen Kommentar zur Klage abgegeben.

Rand Paul klagt für mich

Rand Paul ist ein erzkonservativer Republikaner, einer der von der Tea Party Bewegung geliebt wird. Rand Paul wird wohl auch 2016 für das Weiße Haus kandidieren. Und Rand Paul klagt nun für mich, denn ich habe ein Telefon. Sogar zwei, damit bin ich höchstverdächtig für die Abhörspezialisten der National Security Agency, NSA. Meine Metadaten werden gesammelt, also wen ich und wie lange anrufe, und wer mich und wie lange anruft. Vor ein paar Tagen habe ich in der Zentralafrikanischen Republik angerufen, das war sicherlich sehr auffällig.

Nun klagt also Rand Paul für „everyone in America that has a phone.“ Der Republikaner ist der festen Überzeugung, dass die breiten Abhörmaßnahmen illegal und verfassungswidrig seien. Die Obama Adminstration verletze Artikel 4 der Verfassung, der besagt: „Das Recht des Volkes auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme darf nicht verletzt werden, und Haussuchungs- und Haftbefehle dürfen nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden und müssen die zu durchsuchende Örtlichkeit und die in Gewahrsam zu nehmenden Personen oder Gegenstände genau bezeichnen.“

Die Klage richtet sich namentlich gegen Präsident Barack Obama, den Direktor der National Intelligence James Clapper, NSA Direktor Keith Alexander und FBI Direktor James Comey. Das Weiße Haus zeigte sich zunächst gelassen und verwies darauf, dass das Abhörgesetz Teil des Patriot Acts sei und vom damaligen Präsidenten George W. Bush unterzeichnet wurde. Auch hätten bislang alle Gerichte die Rechtmäßigkeit und Verfassungskonformität der staatlichen Spitzeleien festgestellt. Mit der andauernden Debatte über die Aktivitäten der NSA wird auch deutlich, dass es einen tiefen Graben innerhalb der republikanischen Partei gibt. Die Führung ist für die Abhörmethoden. Der libertäre Flügel der Partei hingegen lehnt die Staatsschnüffelei gegen die eigenen Bürger strikt ab.

Yoga ist gefährlich für das Wohl der Kinder

Ich bin so was von steif in der Hüfte, meine Haltung ist eine einzige Katastrophe, ich kann noch nicht mal beim Vorbeugen meine Füße berühren. Für mich war immer klar, es kann nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn sich da Menschen verbiegen und verdrehen, problemlos Beine hinter dem Kopf ablegen oder sich mit der Nasenspitze in der Kniekehle reiben können. Nun weiß ich auch warum. Es liegt wohl an meiner mangelnden Religiosität.

Das wird nämlich nun in Kalifornien gerichtlich geprüft. Im Schuldistrikt von Encinitas in Südkalifornien legte eine Familie Klage dagegen ein, dass Yoga in den öffentlichen Schulen unterrichtet wird. Durch eine finanzielle Unterstützung der Jois Foundation in Höhe von 533.000 Dollar wurde Ashtanga Yoga in den Schulen eingeführt. Zweimal in der Woche erhalten die Schüler ein 30 Minuten Programm. Und das stößt einer Familie gehörig auf.

Es gehe den klagenden Eltern Stephen und Jennifer Sedlock nicht um eine finanzielle Abfindung, so Anwalt Dean Broyles, vielmehr verteidigen sie mit ihrer Klage die amerikanische Verfassung. „Das Ashtanga Programm des Schuldistrikts ist für mich einer der klarsten Fälle, wie der Staat auf dem Grundrecht auf religiöse Freiheit herumtrampelt, den ich in meinen 18 Jahren als Verfassungsanwalt gesehen habe“, erklärte Broyles. In seiner Klageschrift führt er an, dass Yoga seine Wurzeln im hinduistischen, buddhistischen, taoistischen und anderen metaphysischen Glaubensrichtungen habe.

Der für die Schulen in Encinitas verantwortliche Superintendent Timothy Baird betonte, man vermittele keine Religion. Er verwies darauf, dass in vielen amerikanischen Schulen bereits Yoga unterrichtet werde, allerdings am Nachmittag als Zusatzangebot und nicht wie in Encinitas am Vormittag. Durch das Erlernen gezielter Atemtechnik solle Stress abgebaut werden, verteidigte Baird das Schulangebot. Erste Untersuchungen haben ergeben, dass Schüler, die regelmäßig Yoga praktizieren, ruhiger in Prüfungssituationen sind. Die Jois Stiftung hofft  mit diesem Pilotprojekt in Südkalifornien eine Ausweitung von Yogaklassen an den Schulen durchzusetzen. Also eigentlich eine gute Sache in einem Land, das von Schulschießereien und Gewalt in Bildungseinrichtugen betroffen ist. Tief Durchatmen und Ommm……

 

 

 

Erektionsklage gegen BMW

Zwei Jahre ist es nun her, dass Henry Wolf in San Francisco auf der ’93er BMW saß. Vier Stunden lang düste er mit dem schweren Motorrad durch die Stadt, von einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Doch die Rundtour hatte fatale Folgen für ihn. Seitdem leide er nämlich an Priapismus, einer Dauererektion, wie er nun in einer Klage gegen BMW und den Hersteller des Sitzes, Corbin-Pacific, erklärte.

Die Klage wurde von seinem Anwalt Vernon Bradley aus Sausalito beim San Francisco Superior Court eingereicht. Sein Klient habe seit der Motorradfahrt erhebliche Probleme und könne keine sexuelle Beziehung mehr führen. Auch mußte er sich mehrmals krank schreiben lassen, habe deshalb Verdienstausfälle und hohe medizinische Kosten. Henry Wolf verlangt nun Schadensersatz und Schmerzensgeld für „seelische und psychische Leiden“. Die Bayerischen Motorenwerke haben sich bislang noch nicht zur Klage geäußert.

(K)eine Tauchmaus

Ronald Bell hatte Pepsi auf eine größere Summe verklagt. Bell behauptete, er habe sich aus einem Automaten eine Dose Mountain Dew gezogen, diese geöffnet und einen tiefen Schluck genommen. Dabei habe er etwas fauliges geschmeckt, ausgespuckt und was er sah, ließ ihn gleich nochmal spucken: eine tote Maus. Ja. Ronald Bell verklagte Pepsi, weil in deren Limodose eine Maus gewesen sein soll.

Nun kam es zu einer Anhörung vor Gericht und ein herbeigerufener Experte zweifelte die Version von Bell an. Der Sachverständige erklärte nämlich, falls überhaupt eine Maus in die Dose gelangt sei, dann hätte sie sich im Mountain Dew vollständig aufgelöst. Die Zitronensäuren in der Limo hätten dann den Körper des kleinen Nagers zerfressen, folgedessen wäre nichts mehr im Mountain Dew herum geschwommen.

Die Erklärung des Pepsi Experten macht nun die Runde in den USA, denn das ist alles andere als eine gute Werbung für Mountain Dew. Eine Limo, die einen Mauskörper auflösen kann, ist sicherlich nicht so gut für den menschlichen Körper….könnte man meinen.

Die Klage erinnert übrigens sehr an die einer Frau, die vor Jahren McDonald’s verklagte und erklärte, sie haben von deren Fish Mac eine Fischvergiftung bekommen. McDonald’s mußte kleinlaut vor Gericht zugeben, dass das nicht sein könne, denn im Fish Mac sei kein Fisch enthalten.

Kurioses aus den USA

Thanksgiving liegt hinter uns, damit auch das Gedränge, Geschiebe, Geschubse und eine Pfeffersprayattacke an den Auslagen plus ein bewaffneter Überfall auf nächtliche Shopper auf dem Parkplatz am „Black Friday“. Wenn man denkt, das ist schon schräg, dann sollte man nicht die amerikanischen Zeitungen lesen.

Aus Utah kommt die Meldung, dass es in Box Elder County zu einer Schießerei kam. Na ja, nicht ganz. Ein Hund schoß da auf sein Herrchen. Der 46jährige war mit einem Freund auf Entenjagd. Sie paddelten mit dem Boot am Ufer entlang, als der Mann mal kurz über Bord kletterte, um ein paar Äste aus dem Weg zu räumen. Der Hund dachte, jetzt beginnt der Spaß mit der Entenjagd und sprang ganz aufgeregt im Boot hin und her. Die Tatze landete auf dem Abzug des Schießgewehrs und Kabumm….27 Schrotkügelchen landeten im Hinterteil des drei Meter entfernt stehenden Mannes. Um 9 Uhr morgens war damit die Entenjagd beendet.

Und aus Denver, Colorado, kommt die Nachricht, dass Jesse Dimmick das Ehepaar Jared und Lindsay Rowley verklagt. Das alleine ist ja keine Meldung, aber die Tatsache, dass Dimmick zuvor die Rowleys gekidnappt hat macht die ganze Sache interessant. Dimmick war auf der Flucht vor der Polizei, brach in das Haus der Rowleys ein und nahm die beiden als Geiseln. Er versprach den beiden einen hohen Geldbetrag, wenn sie ihn versteckt halten würden. Das Ehepaar willigte gezwungenermaßen ein. Die drei saßen in den folgenden Stunden vor dem Fernseher, kauten auf Snacks herum, bis der böse Bube schließlich einnickte. Die Rowleys nutzten die Gunst der Stunde und flohen. Jesse Dimmick wurde verhaftet und schließlich u.a. für zweifaches Kidnapping zu elf Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Nun hat Jesse Dimmick eine Klage wegen Vertragsbruchs eingereicht. Er argumentiert, dass mit der Einwilligung der Rowleys ein mündlicher Vertrag ausgesprochen wurde, den die beiden offensichtlich brachen. Er fordert nun Schadensersatz von 250.000 (!) Dollar. Noch Fragen?