Es ist zum Verzweifeln

Man muss schon sehr störrisch und verbohrt sein oder schlichtweg ignorant, wenn man die Zeichen der Zeit nicht erkennen will. Der „Commander in Chief“ in den USA ist wohl auch der Chefignorant vom Dienst, denn anders lassen sich die jüngsten Aussagen von Donald Trump nicht mehr lesen. Die USA hätten die sauberste Luft und das sauberste Wasser, das besagten, so Trump, alle Statistiken. Nicht nur das, seitdem er Präsident sei, habe sich die Luft- und Wasserqualität sogar noch verbessert. Was bleibt da noch zu sagen? „Thank you, Mister President!“

Die Washington Post hat schnell darauf reagiert und Trump mal wieder aufgezeigt, dass er lügt. Sowieso sprechen immer mehr Medien in den USA offen aus, was sie lange verweigert haben. Bislang berichteten sie von den Halbwahrheiten, Ungenauigkeiten, falschen Inhalten von Donald Trump. Doch nun schreiben Journalisten ganz offen, dass der Präsident der Vereinigten Staaten ein Lügner ist.

In Europa wird über den Klimawandel diskutiert, über erneuerbare Energien, über die Plastikflut gesprochen. Das kommt auch an in der Politik. Zumindest wird es gehört. Eigentlich alle, ausser der AfD, scheinen sich einig zu sein, dass etwas getan werden muss. In den USA sitzt mit Donald Trump ein Klimawandelzweifler in Amt und Würden, der die Wissenschaft ablehnt, der Statistiken fälscht und für sich auslegt und offenkundige Belege mit weiteren Lügen umdeutet. Von jemandem wie Trump kann man keine Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel erwarten. Doch die wäre in diesen Zeiten nötig. Man stelle sich nur einmal vor, was wäre, wenn der amerikanische Präsident erklärte, er wolle Vorreiter für den Umwelt- und Klimaschutz sein, auf erneuerbare Energien setzen, auf den Umbau der Gesellschaft drängen, neue und umweltschonende Verkehrskonzepte realisieren und auch international eine Führungsrolle im Kampf für den Erhalt des Planeten und damit für zukünftige Generationen einnehmen. Was wäre das für ein wichtiges Zeichen?! Doch davon sind wir weit entfernt. Aber man darf es sich ja mal vorstellen.

Ocean Rising

PacificaDas Meer kommt und das Meer holt sich, was es will. Pacifica ist eine Kleinstadt südlich von San Francisco. Wunderschön und direkt am Pazifik gelegen. Schönes Klima und beliebt bei Surfern. Doch die Einwohner kämpfen seit Jahren gegen die Erosion der Sandstein Klippen. Am Donnerstag war es mal wieder so weit. Ein rund 15 Meter breiter Streifen vor einem Mehrfamilienhaus sackten ins Meer, das nun direkt am Abhang steht. Die Behörden erklärten das Haus umgehend als unbewohnbar und gaben den Mietern nur wenige Minuten, um ihre Habe aus dem Haus zu schaffen.
Noch vor wenigen Tagen informierte der Vermieter der Wohnungen die Mieter, dass er sich um öffentliche Gelder bemühe, um am Fusse des Cliff eine Barriere für die Wellen zu errichten, um so das Haus zu schützen. Doch….“you can’t beat nature“, erklärte er am Donnerstagnachmittag sichtlich geschockt.

Spannung bis zum Ende

Wow, in Alaska ist wirklich was geboten. Dort überschlagen sich die Dinge. Spannung pur. Nach Sarah Palin nun das. Bereits seit 1917 gibt es eine Lotterie, die mittlerweile landesweit ausgetragen wird und in der man wetten kann, wann das Eis auf dem Tanana Fluss in Nenana bricht. Dabei wird jedes Jahr im Januar ein Stativ auf das Eis gestellt und befestigt. Mit einer Schnur wird das ganze mit einer Uhr an Land verbunden, die beim Eisbruch und dem Absinken des Stativs die genaue Uhrzeit festhält. Das ganze heisst „Nenana Ice Classic„.

Beim Aufstellen des „Tripods“ kann man für diesen superspannenden Wettbewerb Tickets erwerben. Dabei gibt jeder Teilnehmer ein genaues Datum und eine genaue Uhrzeit an, wann er oder sie glaubt, dass das Eis in diesem Jahr bricht. Und am Freitag war es dann soweit. Um 20:41 Ortszeit knackte erst das Eis, brach dann und das Stativ sackte weg. Zwei Gewinner teilen sich nun den Jackpot von sage und schreibe Zweihundertdreiundachtzigtausendsiebenhundertdreiundzwanzig Dollar.

Interessanterweise wird dieser Eisschollenwettbewerb mittlerweile auch von Wissenschaftlern mit Argusaugen beobachtet. Denn seit 1917 zeichnen die Anwohner genau auf, wann das Eis im hohen Norden bricht. Damit erhalten sie wichtige Daten, die belegen, dass sich das Klima aufwärmt.