Teueres Trinkgeld

Roger Kreutz starb wegen eines Trinkgeldbehälters mit 5 Dollar darin. 2008 stand der Mann in einem Starbucks Coffee Shop in St. Louis in der Schlange, als vor ihm der Teenager Aaron Poisson sich den Becher mit Trinkgeld auf der Theke schnappte und damit nach draußen lief. Der 54jährige Kreutz lief hinterher, stolperte am Eingang, fiel hin und verletzte sich so stark am Kopf, dass er zwei Tage später verstarb.

Der Jugendliche wurde schließlich zu einem Jahr verurteilt. Roger Kreutz‘ Bruder vergab dem jungen Mann sogar. Doch nicht so der Vater des Toten. Der verklagte Poisson und….Starbucks auf einen nicht genannten, hohen Betrag. In der Begründung von Kreutz Senior heißt es, der Trinkgeldbehälter auf der Theke „habe richtiggehend zu diesem kriminellen Verhalten eingeladen“. Darüberhinaus habe Starbucks es unterlassen, Kreutz und auch andere Kunden auf die Gefahr dieses Trinkgeldbechers hinzuweisen.

Mit der Familie von Aaron Poisson einigte man sich außergerichtlich, doch mit Starbucks will man vor Gericht ziehen. Man darf gespannt sein, wie dieser Fall ausgehen wird.

Zahnarzt verklagt

Also zumindest einen guten Zahnarzt habe ich hier drüben in den USA. Das ist beruhigend, wenn ich mir die folgende Klage durchlese:

Gar nicht zum Lachen fanden wohl die Angehörigen eines 90jährigen Mannes die Tatsache, dass dessen Zahnarzt gleich zweimal (!) innerhalb eines Jahres seine Utensilien in den weit geöffneten Mund des Patienten fallen liess. 2006 einen Schraubenzieher für ein Implantat und 2007 eine kleine Zange. Der alte Mann musste daraufhin mehrere medizinische Eingriffe über sich ergehen lassen, erholte sich aber von dem zweiten Zwischenfall nicht mehr und verstarb.

Die Familie klagt nun gegen den Zahnarzt aus Florida…ich frage mich nur, wie man ein zweites mal zu einem Zahnarzt gehen kann, der einem zuvor einen Schraubenzieher in den Rachen gestossen hat?