Dicke Luft im Hause Cheney

Und das so kurz vor den Feiertagen. Der Haussegen hängt schief bei den Cheneys. Liz Cheney will in den US Senat und kandidiert im Vorwahlkampf in Wyoming gegen den republikanischen Amtsinhaber Mike Enzi. In einem Interview wurde sie gefragt, wie sie denn zur gleichgeschlechtlichen Ehe stehe. Die 47jährige antwortete: „Ich glaube, diese Angelegenheit sollte den Bundesstaaten überlassen werden. Ich glaube an die traditionelle Definition der Ehe.“ Sprich Mann und Frau.

Dieser Kommentar im Fernsehen ließ nicht lange auf eine Antwort warten. Aus dem Hause Cheney. Von ihrer Schwägerin, Heather Poe, die mit Schwester Mary Cheney verheiratet ist. Poe schrieb auf ihrer facebook Seite: „Liz war schon zu Gast in unserem Haus, hat Zeit mit uns und unseren Kindern an Feiertagen verbracht. Und als Mary und ich 2012 heirateten, zögerte sie nicht, uns zu sagen, wie sie sich für uns freue. Dass sie jetzt erklärt, sie unterstütze nicht unser Recht zu heiraten, ist eine Beleidigung.“ Mary Cheney meldete sich kurz darauf ebenfalls zu Wort und unterstützte die facebook Reaktion ihrer Ehepartnerin.

Und das schlug Wellen. Die US Medien stürzten auf den vermeintlichen Skandal. So ein Tumult ist nicht gut für einen Wahlkampf, vor allem, wenn es dabei um die Cheneys geht. Dick Cheney jedenfalls, zurück vom Lachen im Wald, sah sich mit seiner Frau gezwungen, eine eigene Erklärung zu veröffentlichen. „Liz hat schon immer an die traditionelle Defintion der Ehe geglaubt. Sie hat ihre Schwester und die Familie ihrer Schwester immer mit Liebe und voller Respekt behandelt, genauso, wie sie es tun sollte.“ Ob mit dem Machtwort von Papa Dick allerdings der Haussegen bei den Cheneys wieder gerade gebogen wurde, ist offen. Man kann auf den weiteren Wahlkampf in Wyoming gespannt sein.