Uncle Sam in Afrika

Burkina Faso, Mali, Niger, Nigeria, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Südsudan, Äthiopien, Somalia, Djibouti. Das sind die afrikanischen Länder, in denen das US Militär präsent ist, zumindest sind diese Einsätze bekannt. Teils mit Beratern, Ausbildern, mit Spezialkräften und -einheiten, Geheimdienstmitarbeitern, teils, wie in Djibouti mit einer 4000 Mann starken Truppe.

Amerika zeigt nicht gerade offen Flagge in Afrika, doch man spürt, dass die Amerikaner vor Ort sind. Immer mal wieder trifft man irgendwo im Nirgendwo einen Amerikaner, der da eigentlich gar nicht hingehört. Sowohl in West- als auch in Ostafrika fliegen US Drohnen im Kampf gegen islamische Terroristen und Extremistengruppen. Im Grenzbereich DRC/CAR/Uganda/Südsudan unterstützen amerikanische Spezialeiheiten die Suche nach dem Anführer der „Lord’s Resistance Army“, Joseph Kony. Alles streng geheim, gerade auch, weil der Übergang von den Militärangehörigen zu CIA Mitarbeitern fliessend ist.

Doch neben diesen militärischen und geheimdienstlichen Aufgaben ist die US Armee auch im humanitären Bereich aktiv. In den Ebola betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea wurden Krankenhäuser errichtet, Infrastrukturmaßnahmen verbessert, medizinisches und logistisches Know-how weiter gegeben. Amerika ist vor Ort, hat mit Africom einen eigenen Schwerpunkt auf den vergessenen Kontinent gelegt. Es geht um nationale Sicherheit, um die Erschließung neuer Märkte, um Ressourcen und auch um humanitäre Hilfe. Aber bei all dem steht Amerika nicht alleine da. Die USA sind nur einer von vielen Spielern am afrikanischen Tisch.

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Amerika kämpft an mehreren Fronten

Gleich in vier afrikanischen Ländern sind Spezialeinheiten der amerikanischen Streitkräfte eingesetzt. In Uganda, dem Kongo, dem Süd-Sudan und der Zentralafrikanischen Republik versuchen die US „Special Forces“ die Machenschaften der „Lord’s Resistance Army“ von Joseph Kony zu stoppen. Bislang erfolglos.

Den Einsatz gab nun der Flottillenadmiral, Brian L. Losey, bekannt, der die US Einsätze auf dem afrikanischen Kontinent leitet. Zwar sei der Einfluß der LRA zurückgegangen, erklärte Losey, doch nach wie vor sei die Rebellenarmee eine Gefahr für die Region. Immer wieder würden Dörfer überfallen, geplündert und abgebrannt, Männer getötet, Frauen und Kinder verschleppt. Die LRA ist bekannt dafür, dass sie Kinder gegen deren Willen zu Soldaten ausbildet.