In Texas ist was im Trinkwasser

George W. Bush kam aus Texas. Der Cowboy auf der Weltbühne schmiss mit krafvollen Aussagen um sich. „Man ist entweder mit uns, oder gegen uns“, damit gab er die Kampfparole in seinem „Krieg gegen den Terror“ aus. Osama bin Laden wollte er, ganz in Wild-West-Manier, „Dead or Alive“. Und die Achse des Bösen ist noch immer ein geläufiges Zitat von Bush.

Rick Perry  sieht die Heimatfront.

Texas Gouverneur Rick Perry befürchtet den Kampf im texanischen Wüstensand.

Doch anscheinend war George W. nicht der einzige aus Texas, mit einem etwas verblendeten Weltbild. Dem texanischen Gouverneur Rick Perry steht derzeit zwar das Wasser bis zum Hals. Er hat ein Verfahren am Hals, das im nicht nur den Job kosten, sondern auch eine lange Haftstrafe einbringen könnte. Doch das hält ihn nicht davon ab, mit kraftvollen Worten das Anti-Terrorschwert zu schwingen. Für Perry steht fest, dass die Terroristen von ISIS bereits in den USA sind. Und klar, Obama ist daran schuld, denn der lasse ja die Grenze zu Mexiko offen. Über dieses 3000 Kilometer weite Tor fallen, so Perry, die Islamisten ein. Der Gouverneur zeichnet das Bild einer Heimatfront, der sich Amerika stellen muß. Was da gerade im Wüstensand des Irak passiert, wird schon bald im Wüstensand des Lonestar States Texas abgehen.

Louie Gohmert will keine Muslimbrüder im Weißen Haus.

Louie Gohmert fürchtet den Einfluß der Muslimbrüder auf Obama im Weißen Haus.

Doch Perry ist nicht der einzige Texaner, der derzeit mit brachialer Meinungsmache auf sich aufmerksam macht. Ihm zumindest kann man noch unterstellen, dass er mit seiner Schweizer Käse Grenzhypothese schon mal die Reihen hinter sich schließen will, denn Rick Perry will Präsident werden. Das erste mal hat er es 2012 peinlichst verbockt, nun will er es richtg machen, und das eben mit markigen Worten.

Louie Gohmert heißt der republikanische Kongressabgeordnete aus Texas, der Barack Obama unterstellt, nicht für den harten Kampf gegen die Islamisten im Irak, Afghanistan, Syrien und anderswo bereit zu sein. Denn die Obama Adminstration sei „unterwandert von der Muslimbruderschaft“. Mehrere Berater des Präsidenten seien Muslimbrüder, selbst nach dem Bostoner Bombenanschlag im vergangenen Jahr verhinderten diese eine klare Aufklärung, so Gohmert. Der Abgeordnete forderte einen sofortigen Stopp der muslimischen Einflußnahme auf Barack Hussein Obama.

Also, irgendwas muß doch im texanischen Wasser sein, anders lassen sich solche Äußerungen doch nicht erklären.