Nazis in den USA

20.000 Anhänger des German-American Bund kamen im Februar 1939 in den Madison Square Garden.

Am 20. Februar 1939 war der Madison Square Garden Schauplatz eines gewaltigen Nazi-Aufmarsches. Es war als „Pro American Rally“ angekündigt, doch hier marschierte der BUND, eine von Deutschland aus gesteuerte US Nazi-Organisation, die im ganzen Land aktiv war. Die Machtdemonstration in New York City sollte die Amerikaner beeindrucken und sie für die Politik Hitlers gewinnen. Doch es hatte Konsequenzen für alle Deutschen, die in den USA lebten.

 

Die deutschen Vereine zwischen New York und San Francisco waren nach der Anti-Deutschen Stimmung in den Jahren 1914 bis 1918 kaum wieder erstarkt, hatten wieder zueinander gefunden, waren erneut im öffentlichen Leben von San Francisco mit Festen, Umzügen und Veranstaltungen präsent, als mit der Machtübernahme Hitlers 1933 eine deutliche Zeitenwende eingeläutet wurde. Gerade die politischen Vereine, wie der Arbeiterbildungsverein San Francisco waren davon betroffen. In der vereinseigenen Tiv Halle kam es immer wieder zu heftigen, kontroversen Diskussionen. Einige wenige Mitglieder applaudierten dem starken Führer und betonten, Deutschland brauche genau so einen Mann in dieser schwierigen Zeit. Doch der Großteil der Vereinsmitglieder stand zu seinen “roten Wurzeln” und verwies in den Diskussionen auch darauf, was in Deutschland mit Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und organisierten Arbeitervertretern passierte. Ein ideologischer Bruch ging durch die eigenen Reihen. Befeuert wurde der auch von organisierten Auslandsdeutschen, die ihre Befehle direkt aus Berlin erhielten.

Knute Berger ist Journalist in Seattle, für das Newsmagazin “Crosscut”, er hat intensiv über die Aktivitäten der Nazis in den 1930er Jahren an der Westküste recherchiert: „Mir wurde gesagt, dass es einen Generationenschnitt gab. Jene Deutsche, die vor dem ersten Weltkrieg gekommen waren, waren nicht unbedingt für Hitler. Einige der Jüngeren glaubten an diese Idee des neuen Deutschlands an die wirtschaftlichen Fortschritte, die gemacht werden. Da gab es sicherlich einen Bruch.“

Karl Hartmann kam kurz nach dem Ende es zweiten Weltkrieges nach San Francisco und war langjähriger Präsident des Arbeiterbildungsvereins. Er lernte noch viele der alten Mitglieder kennen und hörte, was sie über diese schwierige Zeit im Verein berichteten: „Das war auch das Ende vom Arbeiterbildungsverein, von seiner Blütezeit. Denn von ’33 an, da ist das nur noch ein Vegetieren gewesen. Da haben ja die meisten Angst gehabt. Ein Freund von mir, ich weiss, der war beim BUND, der war immer stolz, dass er im Madison Square Garden reinmarschiert ist, in seinem weißen Hemd und der Hakenkreuzbande. Genau wie bei der SA. Ich fragte ihn, wie viele seid ihr denn gewesen und er: 20.000. Ich sag, du hast doch einen Vogel. 20.000, sagt er, glaub es oder nicht, was denkst du, wie wir marschiert sind, was da los war.“

Bereits im Mai 1933 gab Rudolf Hess Heinz Spanknöbel den Auftrag in den USA eine Nazi-Organisation aufzubauen. Spanknöbel kam 1929 als Pastor der Adventisten in die USA. Er gründete die “Freunde des Neuen Deutschland”, die dann im März 1936 in den “Amerikadeutschen BUND” übergingen. Deren Bundesführer wurde Fritz Julius Kuhn, der in 20er Jahren in die USA kam und 1934 amerikanischer Staatsbürger wurde. Kuhn versuchte, die deutschen Vereine in den USA zu einen und auf Kurs für Hitler-Deutschland zu bringen. Mit Paraden und Massenveranstaltungen wollte man die Deutschen begeistern. Und nicht nur in New York marschierte der BUND ganz im Sinne der Nazis auf. Auch in San Francisco war man aktiv. Unterstützung bekamen sie direkt aus dem Deutschen Generalkonsulat, wie Knute Berger berichtet: „In den späten 30ern, ungefähr 1937, gab es einen Generalkonsul in San Francisco, der auch noch weitere Kollegen in anderen Westküstenstädten hatte. Er hieß Manfred Freiherr von Killinger und war ein erklärter Nazi der ersten Stunde. Er unterstützte die engen Verbindungen zwischen Nazi-Deutschland und dem Deutsch-Amerikanischen Bund. Einige warfen ihm vor, das zu aggressiv betrieben zu haben. Das San Francisco Konsulat war auch für die Spionage im gesamten Westen der USA bis nach Salt Lake und runter an die mexikanische Grenze zuständig. Und man warb für Gruppen wie den Bund, die “Silver Shirts” und in Mexiko die “Gold Shirts”, alles Braunhemden. Das jedoch führte zu Widerstand. Von Killinger wurde vorgeworfen zu weit zu gehen und den Bund in eine Richtung zu drängen, was dazu führte, die Loyalität vieler Deutsch-Amerikaner zu hinterfragen und den Bund nicht als kulturelle sondern als politische Gruppe zu sehen.“

Lange Zeit schauten die Amerikaner dem offenen Treiben der Nazis einfach zu. Zu sehr glaubte man an die größere Gefahr durch die Unterwanderung der Kommunisten. Die marschierenden BUND Anhänger, ihre Jugendlager ganz im Sinne der HJ, auch in den Oakland Hills wurde gecampt, wurden einfach nicht richtig ernst genommen. In San Francisco wuchs jedoch der Widerstand gegen die Aktivitäten des BUND und des Generalkonsuls und Hitlervertrauten von Killinger. Gerade auch, weil die deutsche Gemeinde in der Stadt groß und einflussreich war. Das Deutsche Haus im Zentrum, unweit der City Hall gelegen, war vielen ein Dorn im Auge. Sie fragten sich, was spielt sich eigentlich hinter den Mauern dieses Gebäudes wirklich ab. Die Musiker Gewerkschaft in San Francisco, die “American Federation of Musician’s Local Six”, verabschiedete in ihrer Sitzung vom 9. Juni 1938 die folgende Resolution. Interessant dabei ist, dass viele der Mitglieder der Musikergewerkschaft, darunter auch ihr Präsident Walter A. Weber, selbst Immigranten aus Deutschland waren.

Angesichts dessen: In Europa gibt es mehrere Länder, deren Systeme direkt unserer Theorie von Demokratie entgegen stehen, in denen Arbeitnehmervertretungen aufgelöst und verboten wurden und Eigentum beschlagnahmt wurden; und
Angesichts dessen: In etlichen dieser Länder wird gegenwärtig eine Kampagne geführt, die auf religiöser Intoleranz, Rassenhass und Verbitterung basiert; und
Angesichts dessen: In San Francisco soll während des Memorial Day Wochenendes ein Treffen des Deutsch-Amerikanischen Bundes, einer Nazi Organisation in diesem Land stattfinden; und
Angesichts dessen: Organisationen wie die “American Legion”, “Veterans of Foreign Wars”, verschiedene jüdische und andere religiöse Gruppen haben gegen dieses Treffen der Embryo “Sturmtruppen” protestiert und ihre Ablehnung veröffentlicht; und
Angesichts dessen: Der San Francisco Gewerkschaftsbund hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der es heißt, man ist gegen jegliche Form von ausländischen “isms”, die eine Bedrohung für unsere amerikanische Demokratie sind, deshalb soll es sein
Beschluss: Der San Francisco Gewerkschaftsbund spricht sich gegen dieses Treffen aus und erneuert seinen Eid für den Kampf um den Erhalt der amerikanischen Demokratie; und weiterhin
Beschluss: Dass Kopien dieser Resolution an die Presse von San Francisco weitergegeben werden.

Die Deutschen in der San Francisco Bay Area versuchten gegenzusteuern, zu zeigen, dass sie zwar deutsche Wurzeln haben, ihre Sitten und Gebräuche pflegen, aber dennoch Amerikaner sind. Im Protokoll der Sitzung der Hermann Söhne, einer einflussreichen und alten Loge deutscher Einwanderer, heisst es vom 12. Mai 1941:

“Resolution: Eine der ersten Handlungen der Grossloge war die Annahme der folgenden Resolution, die für sich selbst spricht:
Be it resolved that we, the Order of Hermann Sons, an American Organization, in existence One Hundred years do hereby reaffirm our support of our Federal Government, our Constitution and our American way of life.
Be it further resolved that our Order condemns all un-American activities and pledges its united support in stamping out such activities.
Be it further resolved that we, the members of the Order of Hermann Sons, using our rights as free men and women citizens of the United States of America, respectfully protest against any actions which may involve us in the present European conflict, thus endangering our freedom and peace.
Be it further resolved that copies of the foregoing resolution be forwarded to the members of Congress and to the press.

Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass die Hermann Söhne ihre Veranstaltungen immer auf Deutsch abhielten und auch ihre Protokolle auf Deutsch verfassten. Hier jedoch wurde ganz bewusst eine Ausnahme gemacht, das Englische gewählt, um deutlich zu machen, wo man sich als deutscher Immigrant in den USA positioniert.

Mit dem Angriff der Japaner auf den Militärstützpunkt Pearl Harbor und der anschließenden deutschen Kriegserklärung gegen die USA vier Tage später, am 11. Dezember 1941, änderte sich das Leben für die Deutschen im ganzen Land, vor allem jedoch in den Küstenregionen. Mit Hilfe eines Gesetzes, das bis ins Jahr 1798 zurückreicht, könnten bei der Gefahr einer Invasion Amerikas, die Staatsbürger von verfeindeten Nationen verhaftet und für die Dauer des Krieges interniert werden. Im Bundesanzeiger, dem Federal Register, ließ Roosevelt die verstärkte Kontrolle von Japanern, Italienern und Deutschen verkünden. Dabei berief er sich auf das 143 Jahre alte Gesetz. Die Japaner und Japan-Amerikaner traf es deutlich stärker als die Deutschen. Weit über 100.000 wurden interniert. Doch das FBI verhaftete in den Folgemonaten auch Tausende von Deutschen, insgesamt etwa 12.000, die in den USA, in Mexiko und sogar Mittelamerika lebten und brachte sie in Internierungslager in die USA, darunter Crystal City, Texas, Fort Lincoln, North Dakota und auch Pacifica, südlich von San Francisco. Die Bewegungsfreiheit von Deutschen am Golden Gate wurde eingeschränkt, tägliche Kontrollen zur Normalität. Erneut brach eine Hysterie im ganzen Land aus. Im Staatsgefängnis von San Quentin wurde sogar von den Gefangenen ein massives Stahlnetz konstruiert, dass vor die Golden Gate Bridge gehangen wurde, um so eine Abwehr gegen deutsche U-Boote zu bieten.

Professor William Insel von der San Francisco State University, der viel über die Immigranten in San Francisco geforscht hat, beschreibt die Loyalitätsfrage in jenen Tagen so: „Ich habe das einmal von einem Italiener gehört, der 1889 in Piedmont, Italien geboren wurde, als 11jähriger nach San Francisco kam, 1915 nach seinem Studienabschluss als Rechtsanwalt Amerikaner wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er vom FBI überprüft, denn man warf ihm vor ein faschistischer Agent zu sein. Das Tenney Kommittee, die kalifornische Version der Anti-Amerikanischen Aktivitäten, fragte ihn, ob er Amerikaner oder Italiener sei. Und er antwortete, “schauen Sie, ich denke über Amerika und Italien genau so wie ich über meine Frau und meine Mutter denke. So lange meine Frau und meine Mutter sich vertragen, so lange muss ich nicht an sie denken. Aber wenn sie sich streiten, oder schlimmer, wenn sie nicht mehr miteinander reden und zu Feinden werden, dann halte ich zu meiner Frau, nicht zu meiner Mutter. Denn meine Frau ist heute und in Zukunft.” Das war seine Erklärung, wie er sich im Zweiten Weltkrieg verhalten würde, nach dem 10. Dezember 1941, als Italien den USA den Krieg erklärte. Und dieser Frage mussten sich auch deutsche Einwanderer im ersten Weltkrieg und einige auch im zweiten Weltkrieg stellen.“

Die deutschen Gemeinden und Vereine haben sich nie mehr so richtig von dieser zweiten Anti-Deutschen Bewegung in den USA erholt. Man zog sich zurück, pflegte die Sprache, die Kultur, die gemeinsamen Feste. Doch politisch traten sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr auf. Damit verschwand auch der Einfluss und die Bedeutung der deutschen Immigranten in den USA.

Back in California

Zurück in Oakland. Ein Kurztrip ins winterliche Deutschland liegt hinter mir, natürlich ging es auch nach Nürnberg. Glühwein und Schneestapfen, Lebkuchen und eingefrorene Finger. Familie, Freunde, Heiligabend. Mit viel Glück ging es dann am ersten Weihnachtsfeiertag über Frankfurt zurück.

Das Wetter hier ist zwar etwas besser, anstelle von Schnee zieht ein arktischer Sturm nach dem anderen über den Bundesstaat. In höheren Lagen schneit es, hier im Flachland und an der Küste regnet es vor allem. Die Ostküste jedoch ist lahmgelegt, versinkt im Schnee. Sogar im Süden flockt es vom Himmel. Atlanta hat das erste mal seit weit über 125 Jahren weiße Weihnachten erlebt. Das Wetter spielt verrückt, und auch die Kapriolen in der Politik können mit Petrus‘ Jahreswendenspielereien nicht erklärt werden.

Präsident Obama hofft nach einem verbockten Jahr auf 2011 und darauf, dass er ab Januar auch noch was mit dem neuen, republikanisch dominierten Kongress machen kann. Die Chancen für ihn stehen nicht gut. Schon jetzt blasen die Konservativen zum Sturm aufs Weisse Haus, die GOP Front wird geeint gegen den Amtsinhaber vorgehen. „Yes we can“ ist nun ihr Motto. „He can not“, er darf keinen Fuß mehr vor den Wahlen 2012 auf den Boden bekommen.

Und in Kalifornien tritt ein alter Hase die Nachfolge von Arnold Schwarzenegger an. Jerry Brown war schon mal Gouverneur. Das war in den 70ern, als es noch nicht einmal ein Faxgerät gab. Nun also will er es noch einmal wissen. Allein schon seine Kandidatur machte deutlich, dass es im „Golden State“ nicht gut um die demokratische Partei steht. Brown sieht sich als Reformer. Doch nach der Wahl wurde ihm wohl erst so richtig klar, auf was er sich da eingelassen hat. Von drastischen Kürzungen und Einsparungen, vom Gürtel enger schnallen bis zur Durststrecke wird alles genannt. Man fragt sich als kalifornischer Steuerzahler, was man eigentlich überhaupt noch vom Staat erwarten kann.

In Oakland wird weiter geballert, ein Mord nach dem anderen. Die neue Bürgermeisterin Jean Quan will damit endlich Schluss machen und hat die Idee mit einem Freiwilligenheer die bösen Buben auf der Straße zur Vernunft zu bringen. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.

Und da spielten auch noch Rammstein in New York. Natürlich bekam ich von allen Seiten Mails, wie es beim ausverkauften Konzert im Madison Square Garden war. Diesmal waren sogar deutsche Journalisten vor Ort, die sich aber erneut nicht zu blöd waren Beiträge über Band und Fans abzuliefern, die so ganz am Thema vorbeiliefen. Man suchte gezielt nach schillernden Fans, anstelle sich einmal richtig mit dem Thema Rammstein in den USA zu beschäftigen. Skandal und Schock, dämliche Fans und Gekreisch verkaufen sich einfach besser als Bilder von Klassenzimmern und Hörsälen, in denen Rammsteintexte behandelt werden, um so einen Startpunkt für eine schwierige Sprache zu liefern. Ich lehne mich nun einfach mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte nach über 14 Jahren in den USA, dass die Berliner Schwermetaller weitaus mehr für die deutsche Sprache und die deutsche Kulturvermittlung in Amerika getan haben, als so manches sündhaft teure Sprach- und Kulturkonzept, das in Behörden- und Institutsstuben von Geisteswissenschaftlern ausgedacht wurde. Anstatt gemeinsame Sache zu machen, grenzte man sich lieber ab.

Schade, Chance verpasst. Lachen wir lieber über junge Amerikaner, die von weither zu einem Konzert reisen, um eine deutsche Band zu sehen. Die nach Hause fahren, dort auch andere deutsche Bands im Plattenschrank stehen oder auf dem ipod gespeichert haben. Die sich deutsche Filme anschauen, begeistert von deutschen Produkten sind und die alles in allem einen durchaus positiven Eindruck von Deutschland bekommen haben. Was soll’s, mit der nächsten freien Tanzgruppe aus Bottrop-Fuhlenbrock kann man auf alle Fälle Jugendliche zwischen Neufundland und Südkalifornien erreichen. Ich seh‘ sie schon vor mir, wie ihre Leiber im Rhythmus mitschwingen….

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Rammstein mit Heimspiel in NYC

Ein Konzert. Nur ein Konzert gaben sie in den USA. Seit Jahren das erste. Und die Bude war voll am Samstag. Die Bude, das ist der Madison Square Garden. Innerhalb von einer halben Stunde waren im Vorverkauf die Tickets weg.

Nun bekomme ich Mails und Online Postings, wie fantastisch das Konzert war. Von überallher kamen die Fans. Persönlich kenne ich Leute aus Arizona, aus Seattle und Texas, die bis nach New York reisten, um Rammstein live zu sehen. Und dann kam auch die folgende Mail über den Verteiler der Deutschlehrer in den USA, die eigentlich alles ausdrückt. Geschrieben vom Leiter einer Fremdsprachenabteilung an einer Universität im Bundesstaat Maryland.

In dieser Mail beschreibt er, dass vier seiner Studenten mit ihm beim Konzert waren, und weiter: „Ich habe Studenten mit in die Staatsoper nach Wien und in den Kennedy Center nach Washington und zu anderen Orten genommen, aber dies hier war bei weitem das interessanteste und unvergesslichste Event, das ich je besucht habe. Ich glaube, ich werde das nie vergessen.

Es waren dort ungefähr 20.000 Menschen, aus allen Lebenslagen, Mütter mit ihren Söhnen, Väter mit ihren Töchtern, verrückt gekleidete Leute, lustig und provozierend, in Kostümen, viele über 50 oder 60, Deutsche aus Schwerin und Berlin, Kanadier aus Edmonton und Nova Scotia, Amerikaner aus Los Angeles und Alabama, Japaper, Ukrainer, jung und alt, ein paar Männer mit Irokesenschnitt, meine Studentin im Dirndl, ein junger Mann in Lederhosen, aber auch ein Manager, ein junges jüdisches Paar, das zum Ende des Sabbath kam, Leute, die bislang noch nie bei einem Rammstein Konzert waren und viele, viele mehr.

Die Show war perfekt, die Musik großartig und die Atmosphäre ekstatisch, voller Energie und einfach Wahnsinn. Tausende, die eigentlich kein Deutsch können haben in perfektem Deutsch mitgesungen, wußten jedes Wort und jeden Vers. Doch vor allem war es sehr, sehr friedlich und es gab nicht einen Vorfall. Egal, was einige auch an Rammstein und ihrer Musik, ihren Themen und ihren Texten zu kritisieren haben, sie machen „Werbung“ für die deutsche Sprache.“

Hier noch ein Video vom Konzert. Rammstein sind provokant, aber sie haben ohne Zweifel sehr viel für die deutsche Sprache und das allgemeine (positive) Interesse an der deutschen Kultur getan. Das kann man in Deutschland belächeln und abtun wie man will, doch Rammstein sind zu den wichtigsten Kulturbotschaftern im Ausland seit Kraftwerk geworden.

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30 Minuten…ausverkauft!

RammsteinRammstein haben es geschafft. Innerhalb von nur 30 Minuten sind alle Tickets für ihr Konzert im Madison Square Garden in New York restlos ausverkauft gewesen. Das Konzert am 11. Dezember ist das einzige der Band in den USA und das erste seit zehn Jahren. Fans aus allen Teilen des Landes werden dafür in den Big Apple reisen. Rammstein ist die erste deutsche Band, die solch einen Vorverkaufshype losgetrete hat.

Rammstein kommen in den Big Apple

Am Freitag begann der Vorverkauf für das einzige US Konzert der Berliner Schwermetaller und Schockrocker Rammstein. Am 11. Dezember wollen sie den Madison Square Garden in New York mit 20.000 Fans füllen.

Die Band freut sich auf diesen Auftritt und spricht von einem historischen Konzert. Und die amerikanischen Fans werden da sein. Schon jetzt laufen die Foren und Fanwebseiten heiß. Rammstein gilt in den USA als eine der besten Live-Bands. Seit Jahren schon machten die Berliner einen großen Bogen um die USA. Eine Tour war zwar für diesen Herbst geplant, wie Gitarrist Paul Landers gegenüber der NZ erklärte, doch nun wird es erst einmal ein Konzert im legendären „Garden“ geben. Die Fans der Deutschen hoffen jedenfalls noch auf eine umfangreiche Tour im neuen Jahr.

Und hier noch das offizielle Promo-Video für das Konzert am 11. Dezember.

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