Viva Cuba, Viva la Revolución

Kuba? Yeap, Kuba ist mal wieder ein Thema im US Wahlkampf. Der greise Fidel Castro geistert noch immer irgendwo im Trainingsanzug durch Havanna und träumt wahrscheinlich nach wie vor den Traum von der sozialististischen Weltrevolution, während sein „jüngerer“ Bruder Raoul die Amtsgeschäfte des Inselstaates verwaltet. Große Gefahr für das amerikanische Festland geht nicht vom karibischen Gerontologen Club aus, schon lange nicht mehr, auch wenn Politiker in Washington das gerne hätten.

Die Exil-Kubaner in Florida sind eine wichtige Wählerschicht, mit Einfluß und Geld. Und darauf kommt es im Wahlkampf an, daher werden sie umworben, als sei Kuba eines der wichtigsten Probleme des amerikanischen Alltags. Irgendwie war es lange ruhig um Kuba, Obama und Romney sprachen mehr über Jobs und Wirtschaft, Gesundheitsreform und Mittelstand, als über die Schweinebucht und die Castros.

Das ist nun vorbei, Kuba ist zum Wahlkampfthema geworden. Russland ist mit Plänen an die Öffentlichkeit getreten, eventuell einen Marinestützpunkt auf Kuba errichten zu wollen. Vietnam, Seychellen und eben Kuba werden als Standorte geprüft, so der Vize-Admiral Viktor Chirkov und betonte, es gehe dabei nur um eine Anlaufstelle für Reparaturen und Ersatzteile für die wiedererstarkte russische Marine. Doch das nach genau 50 Jahren Kubakrise. Quasi zum Jahrestag des „Showdowns“ zwischen Washington und Moskau und zeitlich perfekt initiiert zum amerikanischen Wahltag nun also eine tolle Steilvorlage für die republikanischen Kubahasser. Denn im rechten Lager der USA gibt es noch immer so einige, die die größte Gefahr für die Vereinigten Staaten von Amerika im Inselstaat vor ihrer Tür sehen.

Noch ist keine offizielle Reaktion aus Washington zu hören, doch auch das wird dem „Sozialisten“ Barack Obama schon angekreidet, denn der steckt ja sowieso mit den Castros unter einer Decke. Die Sirenen heulen, wie zu den besten Zeiten des kalten Krieges – Moskau steht vor der Tür.

US-Marine „goes Green“

Makin IslandDie amerikanischen Streitkräfte haben ja in jüngster Zeit nicht gerade die beste Presse bekommen. Von daher startet man jetzt eine neue Image Kampagne. Und da passt die folgende Nachricht richtig gut dazu. Die US-Navy kreuzt nun mit einem Hybrid-Flugzeugträger über die Weltmeere und kann damit gut 900.000 Gallonen Sprit (rund 34 Millionen Liter) einsparen.
Die „Makin Island“ ist der jüngste Prototyp der Navy und hat schlappe zweieinhalb Milliarden Dollar Entwicklungs- und Produktionskosten verschluckt. Vollgestopft mit modernster Elektronik und eben einem Gas-Hybrid Motor. Nun kann man also auch auf einem Flugzeugträger sein grünes Gewissen beruhigen.