Obama, der unfähige Marxist

Manchmal kann er einem schon leidtun. Barack Obama wurde von seinen Kritikern und politischen Gegnern schon alles an den Kopf geworfen, was es so an Bezeichnungen gibt. Mal ist er Marxist, mal Sozialist, mal Kommunist. Dann Nazi und Faschist, dann Islamist und von China bezahlt. Ach ja, verlogen, unfähig, naiv, einfach ein bisserl deppert ist er auch noch. Wenn man so liest und hört und schaut, was die Talkradio Quasselköpfe und die FOXNews Komödianten so alles vom Obamastapel lassen, dann ist klar, Obama ist die volle Nullnummer.

Aber ist er wirklich so schlecht? War seine Amtszeit wirklich so dermaßen katastrophal? Hat er wirklich gar nichts erreicht?

Dazu ein aktueller Audiobeitrag:

Obama und die Wiederwahl     

Was fehlt ist der Mordaufruf

Die Rechte in den USA flippt aus. Barack Obama ist ein gutes Jahr im Amt, mit der Gesundheitsreform hat er endlich was vorzuweisen, nun kam der Abrüstungsbeschluss mit Russland. Darin wird festgelegt, dass beide Seiten ihre Nukleararsenale um 30 Prozent verringern. Etwas, was auch schon der von den Republikanern als Halbgott verehrte Ronald Reagan in den 80er Jahren anstrebte:

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Doch Obama wird die Forderung nach der Reduzierung der nuklearen Waffen als Schwäche ausgelegt, auch wenn das verbleibende Waffenarsenal die Welt um ein vielfaches zerstören könnte. 30 Prozent weniger, so die Quasselköpfe der rechten Talk Shows, machten Amerika zu einem Ziel von Terrorstaaten. Mit bewussten Falschmeldungen greifen konservative Medien, allen voran FOX News, den Präsidenten an. Sean Hannity beschimpft Barack Obama als „Sozialisten“. Der frühere Sprecher des  US Kongresses Newt Gingrich erklärt, Obama sei „der radikalste aller Präsidenten“. Der selbsternannte Moralapostel und heimliche Führer der Republikaner, Rush Limbaugh, predigt seiner Hörerschaft, Obama „fügt diesem grossartigem Land unsagbaren Schaden zu“. Die Hoffnungsträgerin der Grand Old Party, Sarah Palin, weiss ja eh immer alles besser. Jene Frau, die im Wahlkampf als Erfahrungen in der Aussenpolitik angab, von Alaska aus Russland sehen zu können, spricht dem Präsidenten schlichtweg seine Entscheidungsfähigkeit in Fragen der Nuklearabschreckung ab. Er habe die wohl als „Community Organzier“ gelernt. Die Tochter von Grummel-Grummel Dick Cheney, Liz Cheney, die derzeit hinter den Kulissen die republikanische Partei auf einen Rechtskurs bringen will, erklärte, Obama bringe Amerika auf einen „Weg des Verfalls“.

Getoppt wurden diese Äusserungen nur noch von den Hass-Predigern, den Talk Radio Moderatoren Mark Levin und Michael Savage. Der eine meinte in seiner Sendung, Barack Obama sei das „näheste an einem Diktator, was wir jemals hatten“. Der andere hetzte „Obama der Zerstörer“.

Das schlimme an allem ist, diese Leute erreichen über die Talk Sendungen im Fernsehen und Radio Millionen von Menschen. Die Situation in den USA ist aufgeheizt. Und die Moderatoren schüren mit ihren Falschmeldungen und ihren provokanten Sprüchen noch den Hass auf den ungeliebten demokratischen Präsidenten. Das einzige was fehlt ist die offene Aufforderung zum Abschuss.