Oakland hat gewählt….aber wie!?

Don Perata hat bei der Bürgermeisterwahl in Oakland 11.000 Stimmen mehr bekommen als die zweiplatzierte Jean Quan. Aber ins Rathaus zieht Jean Quan ein. Ja, was ist das denn? Macht keinen Sinn, oder? Tja, die Wähler in Oakland waren im Frühjahr so schlau und haben ein Wahlprozedere verabschiedet über das lacht heute noch nicht mal Ronald McDonald. Es ist zum Heulen, denn verstehen tut es keiner. Sogar Perata selbst mußte am Wahlabend vor laufender Kamera eingestehen, dass er keine Ahnung habe, wie dieses „Ranking“ Wahlsystem eigentlich funktioniere.

Die Wahlen in Oakland laufen nun so ab, dass man eine Rangliste der Kandidaten erstellt. Also wen man als Bürgermeister haben will, wer danach passen würde und danach. Falls bei der Wahl nun ein Kandidat nicht über 50 Prozent kommt, werden die Zweit- und Drittstimmen aller Kandidaten ausgewertet und diese auf die beiden führenden Kandidaten verteilt. Dieses Prozedere, so heißt es, spare viel Geld ein, denn man gehe damit einer Stichwahl aus dem Weg. Einziges Problem, nun ist jemand in Oakland Bürgermeisterin geworden, die überhaupt keine Mehrheit hinter sich hat.

Jean QuanWenn Oakland nun ein Funzelort wäre, wo man am Stammtisch die Dinge lösen könnte, wäre das eine Sache. Doch Oakland ist eine Stadt mit 460.000 Einwohnern, hat den zweitgrößten Hafen an der amerikanischen Westküste, ist hoch verschuldet, hat ein kaputtes Schulsystem und eine ziemlich hohe Mordrate. Nicht gerade was im Vorbeigehen, und schon gar nicht für jemanden, der mehr durch Zufall den Job bekommt. Und Quan ist eine Politikerin, die mich schon vor Jahren aufgeregt hat. Sie kandidierte für den City Council, eine Art Stadtrat, auf der Plattform, dass sie jahrelang Mitglied des Schulausschusses war. Und zwar genau zu der Zeit, als dieser besagte Schulausschuss „Ebonics“ in den Schulen Oaklands einführte. Ebonics? Das ist die sogenannte Sprache, oder besser der Slang der Schwarzen in den USA. Die Nation lachte damals über den Entschluß, der nach einer Probephase auch wieder still und leise im Sand versickerte. Und eben diese Jean Quan ist nun Bürgermeisterin von Oakland. Toll! Nürnberg hol‘ mich heim…

YouTube Preview Image

Heul halt!

Da werden nun so manche Blagen in San Francisco heulen. Denn die bösen Onkels und Tanten Supervisors haben am heutigen Dienstag mit 8:3 endgültig beschlossen, dass keine Spielzeuge mehr in die „Happy Meals“ von Fast Food Restaurants reingepackt werden dürfen. Wenn die „fröhlichen“ Menus mehr als 600 Kalorien, 35 Prozent der Kalorien von Fett oder mehr als 640 Milligramm Salz enthalten, dann kommt kein Spielzeug mehr in die Tüte. Also, jedes dickliche Kind, das Burger und Fritten verspeisen will, darf nun dabei nicht mehr mit dem ach-so-tollen Plastikkram „Made in China“ spielen. Ich hör das Geflenne jetzt schon…nix mehr mit „Happy Meal“.

Die Supervisors in San Francisco haben damit wahrlich ein deutliches Zeichen gesetzt. Als erste amerikanische Stadt haben sie damit das „Happy“ aus dem „Happy Meal“ genommen. Wenn man dick ist hat man keinen Spass zu haben, und schon gar nicht, wenn man so ein laufender Meter ist. Mit dieser Politik wird garantiert der Hüftspeck verringert. Die Kleinen werden fortan Möhrensaft statt Milchshake schlürfen, Bärlauch statt Burger verzehren und Fenchel statt Fritten genießen…natürlich mit Soja-Mayo und Tomatenketchup aus kontrolliert organischem Anbau.

Amerikaner und vor allem amerikanische Kids sind zu dick. Das ist klar und unumstritten. Also was tun, ist doch klar, es wird nicht mehr gespielt beim Essen. Nun werden Burger, Fritten und Shake genossen. Hat schon meine Großtante gesagt: Bei Tische sind die Kinder so ruhig wie die Fische.

Wie heißt dann eigentlich das „Happy Meal“, wenn kein Spielzeug mehr drin ist? „Salzige Kalorienbombe“ wäre mein Vorschlag…

YouTube Preview Image