Der Krebs schwimmt in der Tasse

In Kalifornien wird man schon bald bei Starbucks, Peets & Co Warnhinweise in den „Coffee Shops“ und auf den Kaffeebechern lesen können: Dieses Getränk enthält krebserregende Stoffe. Denn krebserregende Acrylamide entstehen beim Backen, Fritieren und eben Kaffeebohnen Rösten.

Foto: Reuters.

Die etwas geheimnisvolle, gemeinnützige Organisation „The Council for Education and Research on Toxics“ hatte im Jahr 2010 eine Klage in Los Angeles gegen zehn große Kaffeunternehmen, darunter Starbucks und Peets, eingereicht. Mit der Klage wollte man gerichtlich feststellen lassen, dass in Kaffee Krebserreger enthalten sind und die Firmen ihre Kunden nicht entsprechend vor dem Konsum warnen. Nun hat eine Richterin dem zugestimmt und ihr Urteil mit den Worten begründet: „Die Kläger legten Beweise vor, dass der Konsum von Kaffee das Risiko Schaden zu erleiden für Föten, Kleinkinder, Kinder und Erwachsene erhöht wird. Die Angeklagten konnten nicht nachweisen, dass der Konsum von Kaffee einen Nutzen für die menschliche Gesundheit hat“.

Allerdings erscheint die Klage etwas suspekt zu sein, denn hinter dieser Gruppe steht eine Anwaltskanzlei, die sich auf zweifelhafte Klagen spezialisiert hat. So wurden auch schon die Fast Food Riesen McDonald’s und Burger King wegen ihrer Pommes Frites verklagt. Auch forder „The Council for Education and Research on Toxics“ nun nach dem Kaffeerösterurteil eine Entschädigung in Höhe von $2500 für jeden, der seit dem Jahr 2002 mit den Krebserregern in Berührung kam. $2500 Dollar für jeden Kaffeekonsumenten der sich bei Starbucks, Peets und acht weiteren Kaffeeanbietern in den letzten 16 Jahren einen Kaffee bestellt hat. Allein diese Forderung sieht danach aus, dass sich hier ein paar Anwälte mehr als eine goldene Nase verdienen wollen. Die Kaffeeröster überlegen derzeit noch, was zu tun ist, wollen sich aber mit dem Urteil und den Forderungen der Klägerseite nicht abfinden.

 

 

Trumps Schulterschluss mit Ronald McDonald

Freundlich winkt der Clown.

Man könnte gemein sein und davon sprechen, wie ein Clown den anderen umarmt. Der eine mit rotem Haar, geschminktem Gesicht, gelber Uniform und zu großen Schuhen. Der andere steht dem politischen Zirkus in Washington DC vor und unterhält die Menschen tagtäglich auf seine ganz eigene Art. Aber das wäre wohl nicht ok, wenn man Ronald McDonald und Donald Trump in einem Satz erwähnt. Oder doch?

Trump zumindest hilft derzeit dabei, dass die Mitarbeiter in den Fast Food Restaurants weiter benachteiligt und schlecht bezahlt werden. 2012 begannen Angestellte der Burger-Kette in New York zu streiken. Sie verlangten einen Mindeststundenlohn von 15 Dollar und das Recht sich zu organisieren. Die Proteste weiteten sich auch auf andere Bundesstaaten aus. 2014 wurde vom „National Labor Relations Board“ offiziell Anklage gegen das Unternehmen erhoben, das weltweit der zweitgrößte private Arbeitgeber ist. Die Frage, die vor Gericht geklärt werden sollte ist, ob das Mutterunternehmen für die Arbeitnehmer in den „unabhängigen“ Einzelrestaurants zuständig ist oder, ob jedes einzelne McDonald’s Restaurant verantwortlich sei. Einiges spricht dafür, dass der Konzern den Ton bestimmt, sowohl bei der Einstellung, wie auch beim Arbeitsablauf. Und von dieser Frage hängt viel ab, darunter ob Mitarbeiter solcher „Franchises“ streiken und sich unter einer Gewerkschaft organisieren dürfen, was zu einer der größten Arbeitnehmervertretungen im Land führen könnte. Denn derzeit sind rund 8 Millionen Amerikaner in solchen „unabhängigen“ Konzernfilialen angestellt, Tendenz steigend.

Nach 150 Tagen war man kurz vor einem Richterspruch angelangt. Alles sah nach einem Erfolg der McDonald’s Mitarbeiter aus, doch dann kam die neue Administration und Donald Trump suchte die Nähe zum Burger Clown. Die Anwälte des „National Labor Relations Boards“ erklärten, man wolle nun den Fall außergerichtlich lösen. Und das wäre ein Schlag ins Gesicht nicht nur für die direkt betroffenen McDonald’s Mitarbeiter, sondern eben auch für die Mitarbeiter anderer Restaurants und Konzernfilialen, die darauf hofften, endlich eine Arbeitnehmervertretung organisieren zu können. Trump und seine Administration versuchen mit diesem Schritt eine Gewerkschaftsgründung und eine Stärkung der Mitarbeiterrechte zu verhindern. Gerade jener Arbeitnehmer, die für einen Hungerlohn malochen und von der vielgepriesenen Trumpschen Steuerreform nicht betroffen sind.

Das Hakenkreuz im Brötchen

Hakenkreuz unterm Hühnchenbratling.

Hakenkreuz unterm Hühnchenbratling.

„Solch ein Verhalten tolerieren wir nicht bei McDonald’s und sowas unterstützen wir auch in keinster Weise persönlich als Besitzer“. Eine klare Ansage, doch was war passiert? Charleigh Matice hatte in einem McDonald’s „Drive Through“ in Morehead City, North Carolina, einen Chicken Burger gekauft. Als sie den bekam, wollte sie sich noch dick Mayo aufs Brötchen schmieren und schob den gepressten Hühnchenfladen zur Seite. Doch da sah sie es das Hakenkreuz.

Ein Mitarbeiter des Fast Food Restaurants hatte wohl eine besondere Art von Humor. Er hatte mit heißer Butter ein Hakenkreuz auf die Innenseite des Brötchens gezschmiert. Dick und fett, schmierig wie eh und je, war da das Nazisymbol zu erkennen. Charleigh Matice war entsetzt, stieg aus und verlangte ihr Geld zurück. Und sie kontaktierte einen lokalen Fernsehsender, der darüber natürlich berichtete. Die Geschichte wurde von anderen Medien aufgegriffen und McDonald’s sah sich gezwungen zu handeln. Eine Presseerklärung wurde verbreitet, um deutlich zu machen, dass der Burgerladen nicht eine Imbissbude der Nationalsozialisten sei. Der braune Spaßvogel in der Küche wurde umgehend entlassen. Ob Frau Matice wegen emotionalem Schaden klagen wird ist noch unklar. McDonald’s wird sicherlich versuchen, diesen peinlichen Vorfall ausgerichtlich zu lösen. Wahrscheinlich mit einer lebenslänglichen Verköstigung. Hakenkreuzfrei natürlich.

 

Ronald McDonald ist gar nicht „happy“

Der Clown schaut ein bisschen traurig aus der Wäsche. Da wurden Milliarden von Hamburgern verkauft, Kinder lieben ihre „Happy Meals“, ja, McDonald’s hat die Esskultur der westlichen Welt ganz neu ausgerichtet. Mehr als genügend Gründe, um Luftsprünge zu machen. Und was passiert, die Mitarbeiter mucken auf. Nicht nur beim Burger-Riesen, auch bei anderen Fast Food Ketten in den USA murren die Beschäftigten. Natürlich wegen zu wenig Lohn, da haben sie einen Job und sind auch noch undankbar. Billigburger und wenig Personalausgaben, irgendwoher müssen die Aktionäre doch ihre Gewinne bekommen. McDonald’s ist eine der sicheren Anlagen im Markt.

Der Mindestlohn in den USA beträgt derzeit $ 7,25, der wird meist in solchen Schnellimbissen „made in  USA“ pro Stunde bezahlt. Selten mehr, meist langt das nicht zum Leben. Gerade nicht in den Großstädten. Deshalb wurde nun für den kommenden Donnerstag ein Generalstreik in 100 US Städten ausgerufen. Die Forderung ist ein Stundenlohn von $15. Bereits im August streikten in 50 Städten die Beschäftigten an den Herden, nun wird das ganze noch ausgeweitet. Unterstützung erhalten die Angestellten von der „Service Employees International Union“, kirchlichen Gruppen und Studentenorganisationen. Die Arbeitgebervertretung „National Restaurant Association“ warnte vor der, in ihren Augen, übertriebenen Forderung von $15 Dollar Studenlohn. Damit würden nur Jobs wegfallen und die Automatisierung in den Fast Food Restaurants ausgeweitet werden. Oh weh, die Roboterfritten kommen.

 

Randnotizen aus der US Politik

Schauen Sie sich bitte in Zukunft bei McDonald’s Ihre Chicken McNuggets genauer an, denn vor Ihnen könnte Ihr nächster Urlaub liegen. Eine Frau in Dakota City, im US Bundesstaat Nebraska, saß beim Schnellimbissexperten und wollte schon alles zu einem Klumpen zusammenschieben und wegschmeißen. Da fiel ihr auf, der eine Chicken McNugget sah ein bißchen so aus wie der abgebildete George Washington auf der 25 Cent Münze. Und was macht man in so einem Fall? Sicherlich nicht wegschmeißen. Man packt den Essensrest ein, geht nach Hause, schaltet den Computer an, loggt sich auf ebay ein und versteigert einen George Washington Chicken McNugget. Am Ende steht dann ein Betrag von 8100 Dollar. Also, wie gesagt, schauen Sie das nächste mal genauer hin.

Ein Abgeordneter der Republikaner ist derzeit in der Bredouille. Roscoe Bartlett wurde vom „American Mustache Institute“, einer Art nationaler Schnorrnwastlclub, angeschrieben, mit der Bitte den „Stace Act„, einer jährlichen Steuererleichterung von 250 Dollar für alle Bartträger, zu unterstützen. Kein Witz, unten gibt es das Video zu diesem Vorhaben. Abgeordneter Bartlett, selbst mit Gesichtsbehaarung, hatte wohl anfangs dem Vorhaben zugestimmt, doch rudert nun zurück. Sein Büro meinte, er habe den Antrag nur gelesen, unterstütze ihn aber öffentlich nicht. Ah ja!

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Ein Unterbezirk der republikanischen Partei in South Carolina hat nun bekannt gegeben, dass in Zukunft alle Kandidaten aus ihren Reihen eine eidesstattliche Erklärung abgeben müssen. Darin verpflichten sich die Kandidaten in ihrer zukünftigen politischen Arbeit weder Steuern zu erhöhen noch untreu zu sein, sich keine Pornographie anzusehen oder etwaigen außerehelichen Sex zu haben. Der 28 Punkte Katalog umfasst viele traditionelle republikanische Forderungen, doch greift auch in die persönlichen Freiheiten jedes einzelnen potentiellen Kandidaten ein. Der Unterbezirk begründet seine Entscheidung damit, dass man von einer Führungsperson durchaus moralische Stärke erwarten kann. Die GOP in South Carolina bezweifelt allerdings, dass so die eidesstattliche Erklärung der Untergruppierung überhaupt rechtens ist.

 

 

Albtraum unterm goldenen Bogen

McDonald’s verkauft Burger. Milliarden von Buletten gingen weltweit schon über die Tresen des Fast Food Giganten. Dazu Fritten und Cola, gesund ist was anderes, aber egal. Auch wenn die Restaurantkette immer wieder für die fettige Menuauswahl angegriffen wurde, McDonald’s Aktien sind eine solide Anlage.

Doch seit dem Wochenende kämpft die Fleischpflanzerlbraterei gegen einen Publicity Albtraum. Ein Bild macht die Runde im Internet, darauf steht, aufgrund mehrere Überfälle in der jüngsten Zeit werde eine Zusatzabgabe von jedem Afro-Amerikaner in Höhe von $1,50 verlangt. Das ganze ist auf einem offiziell wirkenden McDonald’s Schreiben aufgesetzt, darunter noch eine Kontakt Telefonnummer. Und, es sieht so aus, als ob dieses Schriftstück an einer McDonald’s Tür hängt.

Das Bild zog schnell riesige Kreise im Internet und McDonald’s versuchte mehrmals zu erklären, dass das ein schlechter Scherz sei. Doch das Photo verbreitet sich mit dem Titel „Seriously McDonald’s“ rasend weiter. Wer hinter dem Bild und dessen Verbreitung steckt ist unklar. Klar ist nur, dass es sich wirklich um eine Fälschung handelt. Sogar die angegebene Telefonnummer stimmt nicht. Wer sie anruft erreicht…..Kentucky Fried Chicken.

Heul halt!

Da werden nun so manche Blagen in San Francisco heulen. Denn die bösen Onkels und Tanten Supervisors haben am heutigen Dienstag mit 8:3 endgültig beschlossen, dass keine Spielzeuge mehr in die „Happy Meals“ von Fast Food Restaurants reingepackt werden dürfen. Wenn die „fröhlichen“ Menus mehr als 600 Kalorien, 35 Prozent der Kalorien von Fett oder mehr als 640 Milligramm Salz enthalten, dann kommt kein Spielzeug mehr in die Tüte. Also, jedes dickliche Kind, das Burger und Fritten verspeisen will, darf nun dabei nicht mehr mit dem ach-so-tollen Plastikkram „Made in China“ spielen. Ich hör das Geflenne jetzt schon…nix mehr mit „Happy Meal“.

Die Supervisors in San Francisco haben damit wahrlich ein deutliches Zeichen gesetzt. Als erste amerikanische Stadt haben sie damit das „Happy“ aus dem „Happy Meal“ genommen. Wenn man dick ist hat man keinen Spass zu haben, und schon gar nicht, wenn man so ein laufender Meter ist. Mit dieser Politik wird garantiert der Hüftspeck verringert. Die Kleinen werden fortan Möhrensaft statt Milchshake schlürfen, Bärlauch statt Burger verzehren und Fenchel statt Fritten genießen…natürlich mit Soja-Mayo und Tomatenketchup aus kontrolliert organischem Anbau.

Amerikaner und vor allem amerikanische Kids sind zu dick. Das ist klar und unumstritten. Also was tun, ist doch klar, es wird nicht mehr gespielt beim Essen. Nun werden Burger, Fritten und Shake genossen. Hat schon meine Großtante gesagt: Bei Tische sind die Kinder so ruhig wie die Fische.

Wie heißt dann eigentlich das „Happy Meal“, wenn kein Spielzeug mehr drin ist? „Salzige Kalorienbombe“ wäre mein Vorschlag…

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