„Golden Age of Homeland Security“

Ich bin ein begeisterter Sammler von alten Tönen. Musik und Audioclips, historischen Reden und alter Werbung. Für Radioproduktionen ist das einfach fantastisch. Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit meinem ehemaligen Kollegen, Rainer Knape, aus dem Funkhaus Nürnberg. Das war damals noch zu Radio Gong Zeiten in der Inneren-Cramer-Klett-Strasse. Wir gingen auf einen Kaffee in die Meisengeige und unterhielten uns übers Radiomachen. Und er sagte einen Satz, der für mich und meinen Werdegang im Hörfunk ganz wichtig wurde. „Radio ist Theater im Kopf. Du hast am Anfang eine leere Bühne vor dir und musst selbst bestimmen, wie du sie füllst.“ Im Radio macht man das durch Musik, durch historische und bekannte Aufnahmen, durch Soundeffekte, durch die Produktion selbst. Beispielsweise ist der Redefluss eines Interviewpartners ein Klangelement für sich. Beim Privatradio werden Schnaufer oftmals aus Zeitgründen geschnitten. Doch gerade das kann klanglich reizvoll sein, wenn man jemandem zuhört, der hörbar nachdenkt.

Ein Zeitalter drückt sich auch über Lieder und Originaltöne aus. Gestern hatte ich mal wieder ein Spotlight auf KUSF San Francisco, also eine Zweistundensendung zu einem bestimmten Thema. Es ging diesmal um Songs und sogenannte „Public Service Announcements“ des Kalten Krieges. Das deutsche Label Bear Family Records hat dazu eine wunderbare CD Box herausgegeben.

Und hier kann man sich die Sendung über die KUSF-Archivseite anhören.