Another one bites the dust

Merle Haggard ist tot. Er verstarb gestern im Alter von 79 Jahren, es war sein Geburtstag. Merle Haggard war einer der großen Countrymusiker in den USA. Er lebte den Country, wie wohl kaum ein anderer. Er stand für den Bakersfield-Sound, begründete den Outlaw-Country, erlebte durch ein Konzert von Johnny Cash im Staatsgefängnis von San Quentin am 1. Januar 1958 seine Erleuchtung. Nach der Inhaftierung für einen Einbruch startete er seine Karriere als Musiker.

Im Mai wird auf DeutschlandRadio/Deutschlandfunk eine Lange Nacht über die Geschichte und die vielen Geschichten des Staatsgefängnisses von San Quentin ausgestrahlt werden. Merle Haggard wird ein Teil davon sein, sein dortiger Besuch 1971, sein Gospelkonzert, das er in der kleinen Kapelle von San Quentin aufzeichnete. Haggard war kein geradliniger Musiker, kein einfacher Country-Sänger. Er schielte nicht nach Charts und Mainstream, vielmehr tat er genau das, was er wollte und in der Weise, die ihm lag. Auf seine ruhige und direkte Art erspielte er sich eine treue Fangemeinde in aller Welt. Das deutsche Label Bear-Family Records hat einige beeindruckende CD-Boxen von Haggard herausgegeben, die einzigartige Klangdokumente eines Ausnahmenmusikers sind.

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