Tote Deutsche in Kalifornien aufgefunden

Sie verschwanden am 22. Juli 1996. Die 27jährige Cornelia Meyer und ihr vierjähriger Sohn Max. Ihr 34jähriger Freund Egbert Rimkus und dessen zehnjähriger Sohn Georg Weber. Die vier aus Dresden befanden sich auf einer Kalifornien Rundreise und kamen aus Las Vegas. Doch im Death Valley, dem heissesten Ort Nordamerikas, verschwanden sie spurlos. An den Tagen im Juli 1996 erreichte das Thermometer im Death Valley rund 50 Grad Celsius. Ohne Wasser und Verpflegung sind die Überlebenschancen in dieser brutalen Umwelt nach dem dritten Tag gleich Null. Nur der Mietwagen der Dresdner konnte Monate später aufgefunden werden.

Georg WeberAuf Online Seiten über vermisste Kinder wurden sogar Phantombilder eingestellt, wie der damals zehnjährige Georg Weber heute aussehen könnte. Man ging sogar davon aus, dass sein Vater ihn nach Costa Rica gebracht habe und dort mit ihm in der Künstlerkolonie lebe.

Am heutigen Freitag nun fanden Wanderer im Death Valley National Park menschliche Knochen, die zu einem oder mehreren der vier gehören könnten. In der Nähe der Knochen wurde auch ein Ausweis der Vermissten entdeckt. Der Ort liegt rund vier Meilen südlich von dem Platz an dem Monate nach dem Verschwinden der Touristen der gemietete Minivan gefunden wurde. Nichts deutet bislang auf eine Straftat hin, die genaue Identifizierung der Knochen kann Wochen dauern.

MC Mess

Nein, MC steht hier nicht für „Master of Ceremonies“ sondern für eine der Kreditkarteninstitute. Und die haben mich so richtig auf 180 gebracht. Bislang hatte ich über United Airlines eine Kreditkarte, um Meilen zu sammeln und hin und wieder einen Freiflug nach Deutschland zu bekommen. United ist allerdings in den letzten Jahren ziemlich den Berg runter gewirtschaftet worden. Schlechter Service, durchgesessene Sitze und immer mehr Gängeleien haben mich schliesslich zu dem Entschluss gebracht die Fluggesellschaft zu ändern.

Nun also mit Lufthansa die Meilen gesammelt, Kreditkarte bestellt, extra die Businessversion, denn darüber kann man auch gleich einen Mietwagen mieten und bekommt die Versicherung gratis dazu. Dachte ich zumindest, doch im Kleingedruckten stiess ich auf einen Haken…

Ich muss hier kurz ausholen. Während meines letzten Deutschlandaufenthaltes wurde mein geparkter Mietwagen in Berlin angefahren und anschliessed Fahrerflucht begangen (Wenn ich den oder die jemals in die Finger bekommen sollte, schmeisse ich alle meine Zivildienstleistenden Versprechungen über Bord!). Ich hatte keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen, denn es hiess USAA, mein und der Versicherungsschutz der Militärangehörigen in den USA, würde auch bei Mietwagen gelten. Telefonisch wurde das sogar bestätigt, doch leider stellte sich danach heraus, dass im Kleingedruckten steht, das gelte nur für Mietwagen in den USA. Auch das Argument, dass ich mich im Amerikanischen Sektor von Berlin aufhielt, zog leider nicht.

Am Ende stand ich mit einer Rechnung von 5500 Dollar da. Man kann also verstehen, dass ich von nun an kleingedruckte Vertragswerke lese. So stiess ich bei der LH-MC auf eine Zeile, die mich aufhorchen liess: „Excluded rental vehicles: Any rental vehicle that has a manufacturer’s suggested retail price that exceeds $ 50,000.“

Beim derzeitigen Dollarkurs sind das 31,745 Euro. Ist ’ne Menge Geld, aber bei Neuwagen nicht gerade viel. Vor allem, wenn man längere Strecken fahren muss und einen BMW oder Mercedes geliehen bekommt. Ich rede hier nicht von den grossen Modellen, sondern von den Kleinwagen der Firmen. Auf alle Fälle rief ich bei LH an, die mich an die Barclays Bank vermittelten, die mich dann weiter an MC reichten…An dem Punkt hatte ich schon einen dicken Hals, denn nach Dauerberieselung von bescheuerter Aufzugmusik und mehrmaligem Nennen meiner Social Security Nummer und „Could you please spell your name“ und immer noch keiner Antwort, platzte mir der Kragen.

Dann schliesslich jemand von MC, der mir sagte:

Nö, wenn sie einen Wagen mieten, der neu mehr kosten würde als 50,000 Dollar, haben sie keinen Versicherungsschutz.

Wie jetzt, also, wenn der Wagen 50,001 Dollar kostet, sind sie nicht für die 50,000 zuständig und ich für den einen Dollar?

Nö, bei so einem Wagen zahlen wir nix.

Ja, wie jetzt, muss ich mich jetzt vor dem Anmieten eines Wagen erkundigen, wie teuer der Wagen neu wäre?

Ja, das müssen sie. Aber sie können sich ja auch einen kleineren Wagen nehmen.

Der letzte Satz war kein Witz des MC-Beraters, sondern ein ernster Ratschlag.

Na klasse…Kurzum, ich wollte eine Stellungnahme des Supervisors auf Band haben, die mir jedoch verweigert wurde. Interessanterweise ist das Limit für das Anmieten von Autos bei der deutschen LH-MC deutlich höher. Hier darf man Mietwagen mit einem Neupreis von 75,000 Euro aussuchen, die dann den nötigen Versicherungsschutz haben. Beim derzeitigen Dollarkurs ist das weit mehr als das Doppelte. Ich kann also nur jedem raten, genauestens das Kleingedruckte zu lesen, denn darin liegt das Detail, das tausende von Euro kosten kann.

Wie und warum es beim selben Unternehmen solche drastischen Unterschiede gibt, werde ich mal versuchen heraus zu finden…eine Antwort gibt es bald an dieser Stelle.