Ein Traumjob in Bildern

Der Grand Canyon 1941. Foto: Ansel Adams/National Archive.

Der Grand Canyon 1941. Foto: Ansel Adams/National Archive.

Es gibt wohl kaum einen besseren Job. Einziges Problem, man muß in Washington DC leben, aber das ist kein wirkliches Problem, denn man wird viel unterwegs sein. Einer, der den Job schon mal machte, war der weltberühmte Fotograf Ansel Adams. 1941 wurde er vom „National Park Service“ der USA angeheuert, für ein Wandbild im Innenministerium in Washington DC, die natürliche Schönheit des Landes in Bildern festzuhalten. Adams reiste durch die Gegend, fotografierte beeindruckende Landschaften, die den Ruf der USA, wild, offen, unberührt und weit zu sein, nur unterstrichen. Das Projekt wurde frühzeitig wegen dem 2. Weltkrieg beendet. Das Ergebnis sind jedoch 226 Bilder, die heute im „National Archive“ in DC zu finden sind.

Nun ist der Fotografenjob wieder offen. Das Innenminsterium sucht für den „National Park Service“ jemanden, der reisen will, der eine Herausforderung möchte, der in die berühmten Fussstapfen von Ansel Adams treten will. Es ist keine leichte Aufgabe, man muß flexibel und offen für das Leben „on the road“ sein. Die Bezahlung ist auch ok. Man wird die USA auf eine ganz andere, wunderschöne, nahegehende Weise neu kennenlernen. Ach ja, es gibt noch ein weiteres Problem bei dieser ungewöhnlichen Stellenausschreibung; man muß amerikanischer Staatsbürger sein. Schade für mich ist, dass sie niemanden mit Mikrofon suchen, der vielleicht die vielen Stimmen oder die Musik der Immigranten aus aller Welt aufzeichnet. Das wäre dann wohl mein Traumjob.

Das ist auch Amerika

Ich schreibe in diesem Blog viel über die amerikanische Politik, die Gewalt in US Städten, seltsame Dinge, die sich hier zutragen. Es sind viele negative Beiträge über ein Land das gespalten, über eine Gesellschaft, die geteilt ist. Washington gleicht einem Tollhaus, die Diskussionen um Waffengewalt und Waffenbesitz grenzen an Hirnrissigkeit, der amerikanische Patriotismus ist für mich auch nach 19 Jahren nicht nachvollziehbar.

Ein Wolf im Yellowstone Nationalpark.

Ein Wolf im Yellowstone Nationalpark.

Und doch die USA sind auch ein wunderschönes Land, das man entdecken sollte. Allein hier am Golden Gate ist man oftmals überwältigt von der Natur. Einmalige Ausblicke, die einem fast den Atem rauben. Das erste Mal war ich 1987 in den USA, seitdem bin ich mehrmals kreuz und quer durch das Land gefahren. Habe Nationalparks und State Parks besucht, war in den Rocky Mountains und an den großen Seen, habe die Wüste unter den Füßen gespürt und meine Beine im Mississippi baumeln lassen. Amerika ist ein faszinierendes, ein wunderschönes und reiches Land.

Gestern habe ich dieses beeindruckende Video gesehen. Es zeigt den positiven Effekt auf den Yellowstone Nationalpark in Wyoming, Montana und Idaho nachdem Anfang der 90er Jahre sich dort wieder Wölfe ausbreiteten. Eine wunderschöne, einzigartige Landschaft, die man sehen sollte und die ich jedem USA Reisenden nur empfehlen kann. Die amerikanischen Nationalparks sind sowieso etwas ganz besonderes. Schon 1916 erkannte man die Notwendigkeit diese Gebiete unter Naturschutz zu stellen und ein einigermaßen akzeptables Gleichgewicht zwischen Natur und Tourismus zu schaffen.

Doch zurück zum Yellowstone Nationalpark und den Wölfen.

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du-du, du-Du, Du-Du…

Great White beim Wellenreiten…so ging doch in etwa die bekannte Melodie aus dem „Weissen Hai“. Es ist mal wieder so weit, die weissen Haie sind auf Partnersuche und treiben sich vor der Küste Kaliforniens rum. Der „National Park Service“ hat erneut die jährliche Warnung rausgegeben.  Das Rumgebalze im Salzwasser macht hungrig und die Jagd auf Seelöwen hat damit auch begonnen. Nur zu dumm, dass Haie immer mal wieder Surfbretter für leckerschmecker Seehunde halten.

Jedes Jahr werden Surfer und auch Schwimmer an bestimmten Stränden angegriffen. Gerade die Santa Barbara/Ventura  und die Point Reyes/Stinson Beach Gegenden sind beliebte Jagdreviere für die weissen Haie. Jeden Sommer kommt es in den Gegenden zur Schliessung ganzer Strände, wenn mal wieder ein Hai jemanden angegriffen oder angeknabbert hat. Das liegt an den vorliegenden Inselgruppen. Im Süden die Channel Islands, im Norden die Farallon Islands. Dort tummeln sich die „Great Whites“ vor allem rum. Und manchmal zieht es sie eben auch für einen Imbiss in die seichteren Gewässer Richtung Strand.