Trump macht den Erdogan

Man stelle sich vor, Bundeskanzlerin Angela Merkel steht früh auf, macht die Morgensendung des RBB an und hört einen Bericht über ihre Regierung. Und der passt ihr gar nicht, denn sie wird dort offen kritisiert. Wutentbrannt greift die Kanzlerin zum Smartphone, öffnet die Twitter App und schreibt: „Mit all den Falschnachrichten, die von RBB und den anderen Networks verbreitet werden, an welchem Punkt ist es angebracht, die Sendelizenz anzufechten. Schlecht für das Land!“ weiter lesen

Donald Trump ist Jesus

Donald Trump liebt alle. „I love the Chinese people, great people“. „I love the Mexican people. A lot of terrific Mexicans are working for me“. „The Russians. Great people“. Donald Trump hat ein offenes Herz für die Völker dieser Erde. Egal, ob er da mit Krieg, Wirtschaftssanktionen oder Mauern droht, die andere für die Amerikaner zahlen sollen. Trump ist eigentlich der kaptitalistische Jesus, der nun Präsident werden will.

Donald Trump hat derzeit gut Lachen. Foto: AFP.

Donald Trump hat derzeit gut Lachen. Foto: AFP.

Gestern habe ich mir mal wieder eine Wahlkampfrede und ein langes Schmuseinterview mit ihm auf FOXNews angesehen. Trumps Haarwelle lag perfekt, die Lippen ganz spitz berichtete er von all seinen guten Taten, seinen Erfolgen als Geschäftsmann, seinen Kontakten rund um die Welt, die er natürlich nutzen werde, wenn er erst einmal im Weißen Haus sitzt. Und wenn man ihm zuhört, dann versteht man, warum viele Amerikaner, oder viele republikanische Wähler ihn mögen. Trump war und ist erfolgreich. Er hat ein Milliardendollarvermögen angehäuft, viele Geschäftsideen erfolgreich umgesetzt. Seine Art Kontrolle zu übernehmen, ein vielgepriesener „Leader“ zu sein, demonstrierte er für alle sichtbar auch in seiner NBC-Sendung „The Apprentice“. Und dann ist da der Donald, dem niemand den Mund verbietet. Er redet Klartext, kümmert sich nicht um politische Korrektheit, um das, was politisch umsetzbar oder nur ein Hirngespinst ist. Trump sagt das, wie ihm gerade ist. Er ist der Gockel auf dem Hof, der da auf dem Misthaufen steht und einfach mal kräht. Alle hören ihm zu und richten ihren Tag nach ihm aus.

Man sollte also Trump langsam ernst nehmen, gerade auch, wenn man ihn, wie das viele Wähler tun, mit den anderen Kandidaten vergleicht. Donald Trump legt einen Lebenslauf vor, mit dem er hausieren geht. Erfolg, Milliardendollarvermögen, gute Kontakte in alle Welt. Ihm gegenüber stehen Kandidaten, Berufspolitiker, die eigentlich noch nicht viel im Leben geschafft haben. Entweder haben sie einen berühmten Namen, wurden vom politischen Establishment der Partei nach vorne gepusht oder werden von reichen Geldgebern im Hintergrund finanziert.

Die Amerikaner lieben Underdogs, gerade, wenn sie selbstbewusst und mit einer Art „American Dream“ Vision auftreten. Und genau das macht Trump. In den letzten Wochen hat der Donald gezeigt und bewiesen, dass man ihn weder totschweigen noch übergehen kann. Er bleibt erst einmal im Rennen und wird auch weiterhin mit seinem Gekrähe die politische Debatte mitbestimmen.

Ausge“Trump“ed

Der Donald ist mal wieder in den Schlagzeilen. Eigentlich entwickelt sich der Immobilienhai immer mehr zur Lachnummer in seiner eigenen Soap Opera. Gern gesehener Gast auf roten Teppichen und in Talk Sendungen, seine Hochhäuser findet man mittlerweile überall. Seine NBC Sendung „Apprentice“ erfreut sich nach wie vor hoher Einschaltquoten und nun will Donald Trump ja auch noch Präsident werden. Ist klar, wenn man in Amerika erfolgreich ist und im Geld schwimmt, dann will man auch ins Weiße Haus. Da kann man nur froh sein, dass Dagobert Duck eine Comicfigur ist, wobei man in den USA auf alles gefasst sein muss.

Doch der Erfolg des Real Estate Moguls bröckelt langsam. Seine Kasinos in Atlantic City sind bankrott, sein Beharren darauf, dass Präsident Barack Obama nicht in den USA geboren wurde und somit nicht Präsident sein dürfe, unterminiert schon jetzt seine eigene Kandidatur. Und dann kam jetzt auch noch die Nachricht, dass Trump verklagt wird. Er hatte seine eigene „Trump University“ gegründet und angekündigt, seine Studenten würden „Insider Wissen“ für den Markt erhalten, um so reich und wichtig und omnipräsent wie er selbst zu werden. Einige seiner Schüler haben sich hoch verschuldet, um an den Kursen des Donald teilzunehmen und beschreiben sie nun mehr als „Infomercials“. Nur Gesülze, Gelabere und Geldmacherei, damit Trump mal wieder zum Friseur kann. Die Klage kommt auch zu einem sehr ungünstigen Moment für den Donald, denn wenn er wirklich ernst macht mit seiner Kandidatur fürs Weiße Haus, wird so was sehr an seiner Glaubwürdigkeit zweifeln lassen. Und Lügner oder Realitätsverfälscher will man ja nicht im „White House“ haben….oder?

Der Portokassenpräsident

Donald Trump hat Geld, viel Geld, sehr viel Geld. Sein Immobilienimperium hat ihn reich gemacht. Und er hat das Geld auch noch anderweitig gewinnträchtig eingesetzt. Unter dem Namen Trump wird mittlerweile alles verkauft, von Wasser bis Wein, von Schokolade bis – wahrscheinlich – Haargel. Und Donald Trump hat obendrein seine eigene erfolgreiche Fernsehsendung auf NBC „The Apprentice“, in der er unter etlichen Kandidaten nach unzähligen und unsäglichen Tests einen für die Business Welt auswählt.

Der Mann ist g-g-gierig nach Publicity. Überall ist er zu sehen und jüngst auch auf den 24 Stunden Nachrichtenkanälen, denn Trump will nun ganz hoch hinaus. Schon seit einiger Zeit kursiert das Gerücht, der 64jährige will nun auch politisch aktiv werden. Und nicht nur das, Trump greift gleich nach der Krone in den USA und will ins Weiße Haus. Die Republikaner seien eigentlich seine ihm nahestehende Partei. Doch falls die ihn nicht wollen, so Trump, sei er auch bereit als „Independent“ zu kandidieren.

Das wäre dann wieder eine gute Chance für Barack Obama noch weitere vier Jahre im Amt zu bleiben, denn schon zweimal in jüngster Zeit hat ein Drittkandidat die Wahl entschieden. Ross Perot 1992 und Ralph Nader 2000. Nun könnte Donald Trump den Republikanern gehörig die Suppe versalzen. Er ist aufgrund seines Lebenswandels und seiner Einstellungen in Fragen der Sozialpolitik kein Kandidat für die christlich-konservative Basis der Partei. Damit fehlt ihm die Mehrheit. Trump könnte also seine Drohung wahrmachen und als unabhängiger Anwärter in den Ring springen. Geld genug dafür hat der Milliardär.

Nun warten alle gespannt auf den 15. Mai, denn dann ist das Saisonfinale von „The Apprentice“. Aus dem Umfeld von Donald Trump wurde schon „ganz vertraulich“ gemeldet, dass er in der Sendung auch seine Kandidatur bekannt geben werde. Auf Amerika wartet ein neuer und ein sündhaft teurer Wahlzirkus 2012.

50 Millionen für MJ-Film

Michael Jackson führt die Album Charts an, Michael Jackson ist wieder der King der Titelblätter, Michael Jackson hier, Michael Jackson dort. Und nun ist auch noch ein Film über das „This is it“ Comeback, oder besser gesagt das „This was it“ Comeback in Planung. In der vergangenen Woche haben die Verantwortlichen von AEG Live, die Jackson wieder zurück ins Rampenlicht ziehen wollten, die Filmaufnahmen der Proben für die Comebacktour etlichen Hollywood Bossen gezeigt. Darunter Universal, Paramount, 20th Century Fox und Warner Bros. Alle schienen begeistert zu sein…

Und nun geht die Zockerei los, derzeit liegt Sony mit einem 50 Millionen Dollar Angebot für die weltweiten Vertriebsrechte vorne. Der Streifen soll Ende des Jahres in die Kinos kommen und ist eine Art Dokumentation der Comebackvorbereitungen, der Proben, des Einsatzes von Michael Jackson.

Auch ein Fernsehspezial über die Musik von Jackson ist in der Mache, das von Kenny Ortega zusammengestellt werden soll, jenem Direktor, der auch für Jacksons „This is it“ Tour die Fäden in der Hand hatte. Auch hier werden die Sender tief in die Taschen greifen müssen. NBC zeigte bereits Interesse und liess sich auch vom Preisschild im Zehnmillionenbereich + X nicht abschrecken.