(K)eine Tauchmaus

Ronald Bell hatte Pepsi auf eine größere Summe verklagt. Bell behauptete, er habe sich aus einem Automaten eine Dose Mountain Dew gezogen, diese geöffnet und einen tiefen Schluck genommen. Dabei habe er etwas fauliges geschmeckt, ausgespuckt und was er sah, ließ ihn gleich nochmal spucken: eine tote Maus. Ja. Ronald Bell verklagte Pepsi, weil in deren Limodose eine Maus gewesen sein soll.

Nun kam es zu einer Anhörung vor Gericht und ein herbeigerufener Experte zweifelte die Version von Bell an. Der Sachverständige erklärte nämlich, falls überhaupt eine Maus in die Dose gelangt sei, dann hätte sie sich im Mountain Dew vollständig aufgelöst. Die Zitronensäuren in der Limo hätten dann den Körper des kleinen Nagers zerfressen, folgedessen wäre nichts mehr im Mountain Dew herum geschwommen.

Die Erklärung des Pepsi Experten macht nun die Runde in den USA, denn das ist alles andere als eine gute Werbung für Mountain Dew. Eine Limo, die einen Mauskörper auflösen kann, ist sicherlich nicht so gut für den menschlichen Körper….könnte man meinen.

Die Klage erinnert übrigens sehr an die einer Frau, die vor Jahren McDonald’s verklagte und erklärte, sie haben von deren Fish Mac eine Fischvergiftung bekommen. McDonald’s mußte kleinlaut vor Gericht zugeben, dass das nicht sein könne, denn im Fish Mac sei kein Fisch enthalten.

NEW Coca Cola

Vor 25 Jahren, am 23. April 1985 traten die Aufsichtsräte von Coca Cola vor die versammelten Pressevertreter und erklärten, die alte Coca Cola iss nich mehr….Ab jetzt gebe es „NEW COKE“. Der Geschmack sei viel besser und überhaupt, man passe sich an. Der Hintergrund war, dass der Konkurrent Pepsi Marktanteile in den USA gewann. Coca Cola wollte reagieren, doch mit einem fatalen Fehltritt.

Noch heute wird das Beispiel der „NEW COKE“ in den Lehrfächern Marketing und Business unterrichtet. Coke bedachte bei der Entscheidung nicht, die enge Verbundenheit seiner Fans und Konsumenten mit der Classic Coke. Sie wollten die Zuckerdröhnung im bewährten Geschmack.

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Coca Cola hatte nicht mit einem, mit diesem Sturm der Entrüstung gerechnet. Es gab Hamsterkäufe der alten Cola, die neue wurde gar nicht beachtet. Protestaktionen im ganzen Land waren die Folge. Das Unternehmen schaltete neue Werbespots mit dem beliebtesten Star der Zeit, Bill Cosby. Doch all das half nichts. Die Coke Fans wollten ihre Coca Cola wieder haben. Und sie bekamen sie. Das Unternehmen knickte ein und brachte „Classic Coca Cola“ heraus, die Cola mit alter Rezeptur.

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Meine MJ-Nullnummer

Einemillionfünfhundertneunundneunzigtausendneunhundertneunundneunzig Namen standen mit meinem auf der Liste. Auf jener Liste, die wohl am Wochenende zu einer der „hottesten“ VIP Listen in Los Angeles wurde. Der Namensliste jener Auserwählten, die am Dienstag Zugang zur Michael Jackson Gedenkveranstaltung im Staples Center von Los Angeles haben werden. Und nein, ich bekam keine der 8750 Emails mit dem Betreff „Congratulations“ zugeschickt. Also, liebe Leserinnen und Leser, Anfragen zwecklos.

Eigentlich war das ganze auch mehr als Test gedacht, denn wessen Name aus dem Zauberhut gezogen wurde, der muss schon morgen die Tickets in LA abholen. Der muss seinen Ausweis präsentieren, bekommt dann zwei Tickets überreicht, ein Armband direkt angelegt und eines zum Mitnehmen für eine begleitende Person. Am Dienstag dann muss man Ticket und Armband präsentieren, sonst kommt man nicht in den inneren Kreis um das Staples Center. Ganz nah dran an Michael….fast so nah, wie die erwarteten rund eine Milliarde Fernsehzuschauer die weltweit live am Fernseher die ganze Glanz und Glitter Trauershow mitverfolgen werden.

Also theoretisch, man will ja nichts böses denken, könnte man ein Ticket für diese „historische Feier“ (O-Ton CNN) auch teuer verscherbeln, denn immerhin sind einemillionfünfhunderteinundneunzigtausendzweihundertfünfzig Leute ja noch daran interessiert. Und, wie gesagt, man will ja nichts böses denken, aber trotzdem schaut man sich mal auf ebay und Craigslist um, und Tatsache…solche Lumpen, bieten doch tatsächlich ihre Tickets im Internet zum Verkauf an. Die wollen doch tatsächlich einen schnellen Dollar mit dem Tod von King Michael machen. Und nicht nur einen Dollar, die Tickets für das Spektakel am Dienstag liegen zum Teil schon bei über eintausend Dollar. Ist das nicht ein Skandal, damit hätte man aber wirklich nicht rechnen können!

Ich glaube ja, die Stadt Los Angeles hat sich einen Batzen der Karten unter den Nagel gerissen, will die nun auf dem Schwarzmarkt mit Gewinn loswerden und so für die zig Millionen Dollar teure Veranstaltung zahlen. Denn LA ist pleite, da kommt der Tod eines Michael Jacksons etwas unpassend…das lässt sich ja auch so schlecht werbetechnisch verkaufen. Da passt keine Autowerbung. Viagra? Auch schlecht…sowieso sind Pillenwerbungen da nicht so angesagt….die Umstände von Michaels Tod, Sie verstehen….Fast Food Burgers? Könnte gehen, denn Hunger hat man ja bestimmt nach so einem Tag….aber Pepsi, die sponsern doch bestimmt so eine Gedenkveranstaltung für den „King of Pop“. Immerhin haben sie mit Michael Jackson als Werbeträger so einige Dollars verdient. Also… zisch und Prost!

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