Ich glaub‘ Donald Trump ist auf Drogen

Also irgendetwas muß er rauchen oder einwerfen. Anders kann man das doch gar nicht mehr begründen, was Donald Trump in diesen Tagen da vom Stapel läßt. Er fordert eine Drogentest vor der nächsten Präsidentendebatte, weil ausgerechnet er meint, Hillary Clinton schien ihm beim letzten Aufeinandertreffen der beiden zugedröhnt zu sein. Er begründet es damit, dass Hillary am Anfang der Debatte voller Energie war und später dann nur noch da saß und ihm still zuschaute. Ich füge hier hinzu, dass sie eigentlich gar nichts machen mußte, nur noch zusehen, wie Trump sich selbst zerlegte.

Was soll man da noch sagen? Foto: twitter.

Was soll man da noch sagen? Foto: twitter.

Als Donald Trump den Drogentest auf einer seiner Veranstaltungen vorschlug, jubelte die Menge und wieder erklangen die Rufe „Lock her up“. Die Trump Unterstützer stehen hinter ihm, egal was da auch kommt. Auf seinen „Events“ geht es laut zu. Sogar die Aussagen des Kandidaten, Frauen einfach sexuell zu benutzen, die Vorwürfe, Trump habe mehrere Frauen angegrabscht, ist für sie nur ein weiterer Beleg dafür, dass die „Lügenpresse“ in den USA gegen ihren Mann im Rennen ist. Auf den Veranstaltungen tauchten sogar Frauen auf, die sich aufs T-Shirt gemalt hatten, Trump könne ihre „Pussy“ ruhig anfassen, mit einem Pfeil nach unten.

Nicht alle bekannten Namen im republikanischen Lager haben sich in der letzten Woche von Donald Trump distanziert. Der frühere Sprecher des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, ist allabendlich auf FOXNews zu sehen, um mit dem quasi inoffiziellen Sprecher der Trump-Kampagne, dem Moderator Sean Hannity, die Dinge so zu drehen, wie sie in ihren Augen sein sollten. Trump wird über den Klee gelobt, alles, was er sagt und tut hat für sie Hand und Fuß. Die Medienberichterstattung wird ausgerechnet von Hannity angeklagt, die Vorwürfe gegen Trump als Lügen abgetan, Hillary als Strippenzieherin einer riesigen Verschwörung gesehen.

Trump werden keine Chancen mehr auf einen Wahlsieg eingeräumt. Er hat in den letzten Monaten und Wochen zu viele wichtige Wählergruppen verprellt. Die Frage ist, was nach der Niederlage passiert, was der Donald und seine vielen wütenden Wählerinnen und Wähler machen, die schon jetzt alle glauben, die Wahl sei manipuliert, die gesamte Stimmabgabe ein abgekartetes Spiel. Was sie übersehen ist, dass Donald Trump mit seinem provokanten Wahlkampf die Vorwahlen gewonnen hat. Nichts und niemand konnte ihn stoppen, obwohl es genügend Anlässe dazu gab. Auf die bewaffneten amerikanischen Wutbürger blickend, frage ich mich schon, was das hier in diesem Land noch wird.

Rammstein kommen in den Big Apple

Am Freitag begann der Vorverkauf für das einzige US Konzert der Berliner Schwermetaller und Schockrocker Rammstein. Am 11. Dezember wollen sie den Madison Square Garden in New York mit 20.000 Fans füllen.

Die Band freut sich auf diesen Auftritt und spricht von einem historischen Konzert. Und die amerikanischen Fans werden da sein. Schon jetzt laufen die Foren und Fanwebseiten heiß. Rammstein gilt in den USA als eine der besten Live-Bands. Seit Jahren schon machten die Berliner einen großen Bogen um die USA. Eine Tour war zwar für diesen Herbst geplant, wie Gitarrist Paul Landers gegenüber der NZ erklärte, doch nun wird es erst einmal ein Konzert im legendären „Garden“ geben. Die Fans der Deutschen hoffen jedenfalls noch auf eine umfangreiche Tour im neuen Jahr.

Und hier noch das offizielle Promo-Video für das Konzert am 11. Dezember.

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New York singt „Du hast“

nycRammstein sind die weltweit erfolgreichste deutschsprachige Band. Ob das deutsche Kulturkritiker und Feuilletonisten wollen und gut finden oder nicht. Konzerte in Mexiko sind in Stunden ausverkauft, ihr Konzert auf einem Festival im kanadischen Quebec haben rund 130.000 Fans gesehen, Südamerika und Osteuropa sind Heimspiele für die Berliner Schwermetaller. Zwischen Rio, Moskau und Tokio singen die begeisterten Anhänger mit, was Till Lindemann auf der Bühne vorgibt. „Du hast“, „Amerika“, „Pussy“, „Links 2 3 4“. Alleine die DVD „Völkerball“ zeigt, dass Rammstein mittlerweile mehr fürs Deutschlernen im Ausland tut als das staatlich geförderte Goethe-Institut.

Nun kommt die Band erneut in die USA. Am 11. Dezember steht ein Konzert im Madison Square Garden in New York City an, das erste seit zehn Jahren in den USA. Und schon jetzt ist der „Buzz“ riesig bei den Fans. Wenn am 8. Oktober die Karten in den Vorverkauf kommen, werden die in nullkommanichts vergriffen sein. Rammstein begeistern und faszinieren und provozieren noch immer. Deutschlands Musikexport Nummer eins ist nicht zu stoppen.

Rammstein auf dem Index

Liebe ist für alle daIch habe nun ein Problem. Wie erkläre ich Amerikanern, was ein Index ist und warum die jüngste CD von Rammstein „Liebe ist für alle da“ nun unterm Ladentisch verkauft werden muss? Auf Antrag der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nahm sich nun die traute Runde der Jugendschützer und Kämpfer des guten Geschmacks die Nummer 1 der deutschen Charts vor. Geht ja auch nicht, so einen Schweinkram massenhaft zu verbreiten! Da muss man schon 18 sein, denn ansonsten wird aus einem jugendlichen Hörer noch ein potentieller Amokläufer. Beispiele dafür gibt es ja genug, dachte sich wohl auch die in Internetforen nur als „Zensursula“ bekannte von der Leyen. Man denke nur an das Massaker an der Columbine High School, die Täter sollen ja angeblich auch eine Rammstein Platte in ihrem Regal stehen gehabt haben. Und auch das erste Video für die neue Platte „Pussy“ sei ja wohl der Hammer (unpassende Wortwahl, Herr Peltner!). Die Sexszenen würden, so die Prüfkommissare, zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr in Zeiten von Aids animieren. Aids hat sich ja auch erst seit diesem Herbst drastisch ausgebreitet, weil Jugendliche nun wie die Böcke zum Rammsteinsound rumrammeln.

Ich frage mich echt, ob die werten Damen und Herren sich schon mal die Mühe gemacht haben, englischsprachigen Bands auf die schmutzigen Finger zu schauen. Wahrscheinlich pfeifen sie sogar die Melodie von Fran Zappas „Bobby Brown“ mit. Na ja, man sollte das eine nicht gegen das andere ausspielen. Tatsache ist wohl einfach, dass so eine Indizierung der jüngsten Rammstein Platte lächerlich ist. Ich frage mich wirklich, was das soll. Bislang ist die Begründung der Bundesprüfstelle noch nicht veröffentlicht worden, „Liebe ist für alle da“ steht also noch in den Plattenregalen, ist noch ohne weiteres über amazon.de erhältlich. Aber schon bald muss man seinen Ausweis zeigen, um den Silberling ganz legal kaufen zu können. Auch schön! Na, hier drüben in den USA bin ich das ja vom Bier bestellen in der Kneipe gewöhnt, ich sehe ja mit meinen 41 auch noch so aus wie 15.

Es wird sich also zeigen, ob diese Massnahme zum drastischen Verkaufseinbruch des Albums führen wird. Aber, wo kämen wir auch hin, wenn man Jugendlichen in Deutschland Gewalt und Pornographie zugänglich machen würde. Sowas sieht man ja sonst nirgends, oder?

Interview mit Rammstein

rammsteinDie neue Platte steht in den Läden. „Liebe ist für alle da“ ist das sechste Studioalbum der Berliner Schwermetaller. Fans weltweit haben lange auf diese Veröffentlichung gewartet. In Online Foren und Boards ging es seit gut einem halben Jahr rund, denn klar war, Rammstein sind auf dem richtigen Kurs. Die Songs wurden im kalifornischen „Wine Country“ nördlich von San Francisco eingespielt. Im November nun beginnt die Tour, quer durch Europa. Grosse Festivaltermine für das kommende Jahr sind auch schon festgelegt worden, u.a. spielen Rammstein als Headliner bei „Rock im Park“ in Nürnberg.

Hier nun ein aktuelles Telefoninterview mit Rammstein Gitarrist Paul Landers:

Paul Landers: