Es ist nicht alles rosig in Trump-Country

Donald Trump spielt ja gerne Posaune in den höchsten Tönen. Amerika werde international wieder respektiert, die Wirtschaft boomt, der Dow Jones Index sei so hoch wie noch nie zuvor, die Arbeitslosigkeit mit vier Prozent so niedrig wie seit 60 Jahren nicht mehr. Seit er, Donald Trump, im Weißen Haus sitze, sei Amerika „great again“.

Dass das nicht ganz so stimmt, zeigen nun Daten der „Federal Reserve Bank“ in New York. Mehr als sieben Millionen Amerikaner sind drei und mehr Monate im Verzug bei ihren Auto Ratenzahlungen. Das sind eine Million mehr, als in der Wirtschaftskrise von 2010, und damals lag die Arbeitslosenquote bei zehn Prozent. Für die Fachleute der Fed ist das ein Warnsignal, das hell leuchtet, denn diese Ratenzahlungen sind eigentlich die ersten, die viele begleichen, damit sie weiter überhaupt zur Arbeit fahren und notfalls auch im Auto schlafen können. Wenn diese „Car Payments“ ausbleiben heißt das, die finanzielle Lage ist äußerst kritisch.

Drei Monate Verzug bedeutet auch, dass viele Amerikaner ihren Wagen verlieren werden. Und wohl nicht nur das. Das gelobte Land von Donald Trump mit seinen Steuererleichterungen für Millionäre und Milliardäre gerät in Schieflage. Die rote Warnleuchte wollen Trump und seine Gefolgschaft aber nicht sehen, vielmehr schwafeln sie weiter von Vollbeschäftigung und neuen Jobs. Doch die zahlen sich nicht aus, um die monatlichen Rechnungen von Millionen von Amerikanern zu bezahlen. Es droht eine soziale Krise in den USA. Das wird wohl auch das Erbe von Donald Trump sein. Sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird damit genug zu tun haben, den wirtschaftlichen und sozialen Scherbenhaufen, den er hinterlassen hat zu überwinden. Und Trump selbst wird auf seine fetten Präsidentschaftsjahre hinweisen, wo die Arbeitslosenquote niedrig und der Dow Jone Index hoch. Schuld haben immer die anderen. Es war doch alles prima, oder?