Bush is back

George W. Bush verdient sich nun eine goldene Nase. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Redner, zahlten die rund 2000 Gäste eine Menge Geld. Für einen Tisch musste man schlappe 3100 Dollar hinblättern. Doch Bush trat nicht in den USA auf, nein, er war auf Einladung nach Calgary, Alberta, gekommen, dem „Texas des Nordens“, wie die ölreiche Provinz Kanadas auch genannt wird. Wieviel Bush an diesem Abend verdiente, wurde nicht bekannt gegeben.

Und der Ex-Präsident präsentierte sich ganz locker, riss einen Witz nach dem anderen und erklärte, er finde Gefallen daran, als Redner aufzutreten, denn damit könne er gut sein neues Haus in Dallas abbezahlen. Bush erklärte, er habe noch keinen genauen Pläne, was er in Zukunft machen werde, allerdings stehe schon fest, dass er ein Buch schreiben wird. „Ein Buch“, so Bush, das von den „12 schwierigsten Entscheidungen“ seiner Amtszeit handeln wird. Er sei sich sicher, dass er am Schreiben sehr viel „Spass“ haben werde.

Im Gegensatz zu etlichen früheren Wegbegleitern und Mitgliedern seiner Adminstration, jüngst Dick Cheney, weigert sich George W. Bush seinen Nachfolger und dessen Politik zu kritisieren. Er hoffe, dass Obama erfolgreich im Weissen Haus ist und fügte hinzu: „Ich liebe mein Land viel mehr als die Politik. Ich glaube, es ist wichtig, dass ihm (Obama) im Amt geholfen wird“.

Vor den Türen des Saales protestierten unterdessen rund 200 Demonstranten gegen den Auftritt des ehemaligen US-Präsidenten und erklärten, ein Kriegsverbrecher sei in Calgary nicht erwünscht.

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