Es schmeckt immer noch nicht

Es gibt diesen schon etwas älteren Witz: What do American beer and making love in a canoe have in common? They’re f…. close to water! Heißt auf Deutsch, Bier „Made in America“ schmeckt mehr wie stilles Mineralwasser als nach dem edlen Gerstensaft. Dass das nicht mehr so ganz stimmt, zeigen die vielen, hervorragenden Micro-Breweries in allen Teilen der USA. Aber mit dem Witz waren (und sind) vor allem die drei großen Brauereien im Geschäft gemeint: Budweiser, Miller und Coors.

Coors macht Werbung mit dem guten Wasser aus den Rocky Mountains. Miller erklärt, es sei der „Champagne of Beers“ und Budweiser meint, sie seien „The King of Beers“. Tatsache ist jedoch, dass alle drei sehr nah am Wasser gebraut wurden. Und alle drei Brauhäuser geben Millionen von Dollar für ihre Werbung aus, um die Biertrinker zu überzeugen, dass das der amerikanische Geschmack sei.

Die jüngste Werbekampagne von Budweiser dreht sich nun um die Zutaten des Biers. Jahrelang wurden die nicht veröffentlicht, doch in jüngster Zeit forderten immer mehr „Food Blogger“, dass auch die Brauer bekannt geben sollten, was in ihrem Produkt drin sei. Immerhin wisse man, was in jeder Coca Cola, in jedem Burger, in jeder Pizza sei. Warum also machten die „Breweries“ so ein Geheimnis aus ihrem Gerstensaft. Budweiser reagierte nun und verkündet im neuesten Werbeclip, dass man im Februar (!) die Zutaten bekannt geben wird. So, als handele es sich um ein Staatsgeheimnis, Top Secret, streng geheim. Ganz im Sinne des eigenen Slogans, wird diese bahnbrechende Nachricht von einem König verkündet. Man kann also gespannt sein, was neben Hopfen, Malz und Wasser noch so für den faden Geschmack eins Bud verantwortlich ist.

YouTube Preview Image

 

Von nerviger Werbung, Decken und Kult

YouTube Preview Image

Als ich das Reklamefilmchen im Fernsehen sah, dachte ich: “Boah, wat’n Scheiss, voll der billige Kram, “made in china”…Das fing letztes Jahr im Spätsommer an und hörte nicht mehr auf. Egal auf welchen Kanal man schaltete, überall verfolgte einen die olle Tante mit ihrer komischen tragbaren Decke “Snuggie”.
Und nun das, es gibt “Snuggie” Parties im ganzen Land, zuletzt in San Francisco, auf der jede Menge, vor allem junge Leute, mit tragbaren Decken auftauchen. Das ganze sieht dann wie ein Druiden- oder aufgrund der netten Farbe blau, wie ein Schlumpftreffen aus. Auch schön! Eigentlich sollte man auch mal so ein Badelatschen und Duschhauben Treffen machen, käme doch auch ganz gut, oder?