„Der ist tot“

Costco ist ungefähr so etwas wie die Metro. Man zahlt einen geringen Jahresmitgliedsbeitrag und kann dafür billiger an Großpackungen und andere Produkte gelangen. Auch die Angebote lassen sich sehen. Und Costco hat sehr lockere Umtauschregeln. Innerhalb von 90 Tagen kann man eigentlich alles wieder zurückbringen, was aus irgendeinem Grund nicht passt.

Eine Frau tauscht in Santa Clarita ihren „toten“ Weihnachtsbaum um. Foto: Facebook.

Und genau das machte nun eine Frau und testete damit die gesamte „Return Policy“ von Costco. Sie brachte am 4. Januar im kalifornischen Santa Clarita einen Weihnachtsbaum zurück. Unter Buhrufen und Beschimpfungen von anderen Kunden legte sie ihren Kassenzettel vom Kauf des Baumes vor und sagte, sie wolle ihn zurückgeben, „denn der ist tot“. Die Mitarbeiter des Ladens überlegten nicht lange, prüften nur den Bon und verzichteten lieber auf die große Konfrontation und zahlten der Frau ihr Geld wieder aus.

Bekannt wurde der Fall, weil ein anderer Kunde ein Bild von dem Vorfall machte und es auf Facebook postete. „Ich kann mir so etwas wirklich nicht ausdenken“, überschrieb er das Foto. „Ich würde es auch nicht glauben, wenn ich es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen hätte.“ Die Frau störte sich weder an den Beschimpfungen der anderen, noch daran, dass der Mann ein Bild von ihr und ihrem „toten“ Christbaum knipste. „Es störte sie gar nicht, denn sie hat kein Gewissen“, schrieb er dazu. Costco wird wohl beim nächsten Weihnachtsbaumverkauf im Dezember ein Schild am Stand anbringen müssen: Vom Umtausch ausgeschlossen.

Porsche vor Gericht

Schauspieler Paul Walker starb am 30. November 2013. Der Star aus „Fast & Furious“ war Beifahrer in einem Porsche Carrera GT, am Steuer saß sein Freund Roger Rodas. Im Polizeibericht heißt es, der Wagen fuhr mit etwa 100 Meilen pro Stunde auf einer gut beleuchteten und fast leeren Straße in Santa Clarita, im Großraum Los Angeles. Erlaubt waren 55 Meilen pro Stunde. Aus unbekannten Gründen verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen, rammte den Bordstein, prallte gegen einen Baum, dann gegen einen Lichtmasten, wirbelte 180 Grad herum und prallte erneut gegen einen Baum. Dort fing der Wagen Feuer. Beide Insassen hatten keine Chance und starben am Unfallort.

Die Experten der Highway Patrol und des Los Angeles Sheriff Departments kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um einen Fahrfehler handelte und nicht um ein mechanisches Problem. Roger Rodas war schlichtweg zu schnell unterwegs, als er die Kontrolle am Steuer verlor.

Doch damit will sich die Witwe von Rodas nicht abfinden. Sie hat nun die besten Anwälte eingeschaltet und Porsche vor einem Gericht in Los Angeles verklagt. Roger Rodas sei ein erfahrener Rennfahrer gewesen, erklärt sie. Außerdem stimmten die Angaben der Polizei nicht, der Wagen sei nur mit 55 Meilen pro Stunde unterwegs gewesen, das hätten ihre „Experten“ heraus gefunden. Dem Porsche fehlten mehrere Sicherheitsfeatures, die bei einem Sportwagen wie diesem Standard sein müßten, führten die Anwälte von Kristine Rodas in ihrer Klage an. Und das könnten sie prüfen. Demnach liege also kein Fahrfehler vor, sondern ein Designfehler des deutschen Autoherstellers. Über die Höhe des eingeklagten Schadensbetrages wurde geschwiegen. Porsche Nordamerika hat bislang noch keinen Kommentar zur Klage abgegeben.