Mutti mag mich nicht

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind berühmt-berüchtigt für ihre grenzenlosen Klagen. Alles und jeder kann verklagt werden, kein Gericht weist jemanden ab. Oftmals enden idiotische Klagen mit einer außergerichtlichen Einigung, weil es eben einfach billiger ist, Pappnasen mit hirnrissigen Forderungen abzufinden, als ein zeit- und geldaufwendiges Verfahren durchzustehen. So zahlte die Stadt San Francisco einer Frau einen größeren Geldbetrag, als die angab, der Zusammenstoß mit einer Cable Car habe sie „nymphoman“ werden lassen.

Doch diese Klage hier ist selbst für Juristen was ganz neues. Zwei Jahre lang versuchten zwei erwachsene Kinder einer Frau diese vor Gericht zu bringen. Steven II ist 23, seine Schwester Kathryn 20. Aufgewachsen sind sie im eineinhalb Millionen Dollar teuren Anwesen ihres Vaters, der auch noch Anwalt ist. Die Eltern ließen sich 1995 scheiden und damit begann der Alptraum für Kimberly Garrity. Ihre Kinder reichten Klage gegen sie ein, dass sie die Kinder „herzlos und hart“ erzogen habe und insgesamt eine „schlechte Mutter“ gewesen sei. Doch Garrity hatte weder Steven noch Kathryn geschlagen, mißhandelt oder mißbraucht. In der Anklageschrift, die von drei Anwälten, darunter auch der Vater, eingereicht wurde, werden „haarsträubende“ Beispiele der bösen Hexenmutti angegeben. So habe die manchmal den Quäkereien der Kinder nicht nachgegeben und keine neuen Spielzeuge gekauft. Auch habe sie Geburtstagskarten geschickt, die bildlich nicht so passten und in denen kein Scheck oder Bargeld eingelegt war.

Die kindlichen Kinder verlangten vor Gericht, dass die Mutter wegen ihrer „schlechten“ Mutterrolle verurteilt und zu einer Schadensersatzzahlung verdonnert wird. Die beiden, so Steven II und Kathryn in ihrer Begründung für die Klage, haben durch ihre Mutter jahrelang „emotionalen Stress“ erleiden müssen. Doch es gibt auch noch Hoffnung in Amerika. Ein Richter hat nun die Klage abgewiesen.

 

Die Katastrophe ohne Ende

Golf von MexikoJeden Tag kommen neue Horrormeldungen aus dem Golf von Mexiko. Nun also ist Florida dran. Das Öl ist nur noch wenige Meilen von den Stränden des Sonnenstaates. Dazu ein aktueller Audiobericht:

Öl Katastrophe