Trump sagt mal wieder „F.U.“

Man erlebt es trotz allem nicht so oft, dass der amerikanische Präsident so offen einem Großteil der Amerikaner „F… Y..“ zuruft. Aber genau das ist mit seinem jüngsten Tweet passiert. Weite Teile der USA erleben einen extremen Kälteeinbruch, wir hier im Westen haben fast sommerliche Temperaturen nach verheerenden Bränden. Und was macht der Präsident? Ihm sind die Auswirkungen des Klimawandels egal. Vielmehr unterhält er zum Jahresausklang seine Wähler mit einem dusseligen Tweet. Seine Basis wird ihm sicherlich zunicken und unglaublich geistreich bemerken: „genau, wo ist denn „Global Warming“, wenn wir hier so viel Schnee haben“. Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel!

Leichte Entwarnung in Kalifornien

Seit Wochen schon fegt ein Wintersturm nach dem anderen über Nordkalifornien. Regen, Schnee, Überschwemmungen, Glatteis, alles was dazu gehört und wie es eben auch für diese Jahreszeit sein sollte. Und selbst Südkalifornien bekommt etwas vom feuchten Wetter ab.

Nach Jahren der Dürre steigen die Wasserpegel wieder im „Golden State“. Vor einem Jahr waren 97 Prozent des Bundesstaates im Ausnahmezustand. Die Reservoirs waren leer, die Pegel in den Seen, Flüssen und auch beim Grundwasser sackten weiter ab. In vielen Gemeinden kam kein Wasser mehr aus den eigenen Brunnen. Gouverneur Jerry Brown hatte schon zuvor den Wassernotstand ausgerufen und damit alle Privathaushalte und Businessadressen zum Einsparen verpflichtet.

Ein Jahr später hat sich in weiten Teilen Kaliforniens die Situation etwas verbessert, Grund zum Durchatmen. 42 Prozent des Bundesstaates fallen nicht mehr unter die Dürre Kategorie. Das ist die positive Nachricht in diesen Tagen. Die schlechte ist, dass der Boden das viele Wasser gar nicht aufnehmen kann. Überschwemmungen, Schlammlawinen und auch die Tatsache, dass vor allem Nordkalifornien den Niederschlag abbekommt und es nur wenig in Südkalifornien regnet. Aber dennoch freut man sich hier über den Regen….auch  mein Hund, die es liebt und genießt tagtäglich auf unseren Spaziergängen durch die Pfützen zu rennen, ein Matschfest sondergleichen.

¡Adiós! El Niño

Hier deutlich zu sehen, der Temperaturunterschied im Wasser von El Niño und El Niña.

Hier deutlich zu sehen, der Temperaturunterschied im Wasser am Äquator von El Niño und El Niña.

Die kalifornische Erde hat Durst. Richtig Durst nach Regen und Schnee. Doch seit drei Jahren schon passiert in Kalifornien nicht viel in Sachen Niederschlag. Die Reservoirs, Seen, Flüsse, Bäche trocknen aus, der Grundwasserspiegel sinkt. Anfang des Jahres verkündeten die Metereologen, dass ein Ende bald in Sicht sei. Im Mai noch meinten sie, El Niño werde zur Jahreswende richtig Dampf machen und Regen, Regen, Regen bringen. Die Wahrscheinlichkeit für das Wetterphänomen El Niño liege bei 90 Prozent. Die Zeichen standen gut, denn Messungen ergaben, das Wasser im Pazifik erwärmte sich deutlich. Die Energie, die dabei entsteht, bestimmt in der Folgezeit das Weltwetter und wird für feuchte Verhältnisse in Kalifornien verantwortlich gemacht. Zwischen San Diego und Eureka begann man schon zu jubeln.

Doch damit wird es wohl nichts. Ende August lag die Wahrscheinlichkeit für eine gewaltige Regenserie nur noch bei 60 Prozent, und es heißt nun, wenn überhaupt, dann werde El Niño gerade mal ein El Niñchen werden. Bisschen Regen ja, aber eine große Entlastung für die dürstende Land- und Forstwirtschaft, für die Gärten und die Golfplätze im Sonnenstaat werde es wohl nicht geben. Plan B gibt es nicht, also wird weiter gehofft, dass Petrus doch noch ein einsehen hat und zumindest ein paar gewaltige Regenwolken an die Pazifikküste schickt.