Neujahr bringt Gesetzesflut

Schlappe 725 neue Gesetze kommen im neuen Jahr auf die Bürger Kaliforniens im zu. 1.1.2011 war der Stichtag. Und es ist beim Durchlesen erstaunlich, mit was sich die Abgeordnetenkammer in Sacramento alles im abgelaufenen Jahr beschäftigt hat. Hier ein paar Beispiele:

California FlagFortan dürfen Versicherungen nicht länger höhere Beträge von Männern oder Frauen für den selben Versicherungsschutz verlangen. Transfette sind nun in Fast Food Restaurants verboten. Vermieter dürfen Opfern von sexueller Gewalt nicht mehr kündigen. Es ist eine Straftat in einem „Social Network“ oder online sich als jemand anderes auszugeben. Eltern können eine hohe Geld- und eine Gefängnisstrafe bekommen, wenn ihre Kinder mehr als zehn Prozent des Schuljahres fehlen. „Food Stamps“, also die staatlichen Essensmarken für Arme, können ab jetzt auch auf den „Farmers Markets genutzt werden….die weiteren 719 neuen Gesetze für Kalifornien erspare ich Ihnen lieber mal. Da bleibt nur noch zu sagen „Happy New Year“.

Heute schon für LoC getwittert?

Twitter ging am 21. März 2006 online und seitdem wird getwittert, was das Zeug hält. 105,8 Millionen Nutzer sind registriert, die pro Tag rund 55 Millionen Tweets rausballern. Nun wird das alles, was man so in 140 Zeichen schreiben kann, archiviert. Und nicht irgendwo. Die Library of Congress in Washington DC will alle Twitter Nachrichten für die Zukunft bewahren. TwitterAlso jeder Tweet geht nun ins Archiv. Sei er noch so wichtig oder so bescheuert, wie die Meldung, dass der Kaffee am Morgen schon wieder kalt sei, oder man nun auf der Stirn einen Pickel entdeckt habe.

Die Library of Congress will alles und Twitter freut sich wie Bolle. Biz Stone, Mitbegründer des Unternehmens, erklärte auf der Webseite: „Es ist sehr aufregend, dass Tweets Teil der Geschichte werden“. Wie das ganze in Zukunft genutzt werden soll ist noch fraglich, denn die Library of Congress ist zwar das grösste Archiv der Welt, gilt bei vielen aber auch als Schwarzes Loch. Was dort versinkt, taucht nie wieder auf. In den Weiten der Lagerhallen finden sich 142 Millionen geschichtliche Dokumente. 32 Millionen Bücher, 62 Millionen Manuskripte und die grösste Sammlung an Film- und Tonaufnahmen auf der Welt.

Nun also auch Tweets, ist doch schön, dass man seinen Namen, oder seine User ID, nun auch in der Library of Congress finden kann. Dazu passt doch gut der Song von Madsen „Du schreibst Geschichte“….jeder von uns Tweeties.

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