Und ich war dabei

„Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ zog 4,2 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Damit wurde Teil drei der Saga zum erfolgreichsten Film 2014. Und ich war einer von den Zuschauern. Einer von jenen, die gelitten haben. Nein, nicht deshalb, ob Bilbo mit den großen Füßen am Ende wieder in sein Zwergenhaus kommt oder die nächste heranrollende Schlacht überlebt oder er von einem seltsamen Koloss zertreten wird. Ich litt einfach, weil ich nichts von der „alles entscheidenden Schlacht“ verstand.

Filmplakat "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere"

Filmplakat „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“

Mehr durch einen Zufall fand ich mich im Kinosaal wieder und harrte der Dinge aus, die da in 3-D kommen würden. Ok, ganz neutral war ich nicht, denn „Der Herr der Ringe“ ist für mich eines dieser Bücher, das ich einfach nicht zu Ende lesen konnte. Tolkien schaffte es nicht, mich für seine Mittelerdeabenteuer zu begeistern, jede Zeile, jede Seite nervte nur und irgendwann dachte ich mir, ich verschwende hier nur meine Zeit und ging lieber mit dem Hund im Wald spazieren. Eine richtige Entscheidung! Und so verstaubt Tolkien nun auf meinem Bücherregal in Obererde.

Aber zurück zum Hobbitfilm. Ohne die anderen Streifen durchlitten zu haben, war ich verloren in diesem Trickfilm. Eine Schlacht folgte auf die andere und als ich glaubte, jetzt ist gut, marschierte erneut eine weitere Riesenarmee über einen Berg oder kam aus einem Erdloch hervor gestürmt. Dann ritten irgendwelche Zwerge etwas behäbig und in Flash Gordon Trickfilmmanier der 30er Jahre auf komischen Böcken die Hänge hoch und es wurde zu guter letzt auch noch kitschig. Nein, es mußte nicht nur bachweise Blut fließen, es wurde auch noch ein Liebesdrama eingebaut. Ein Gnom starb in den Armen der vom Vater verstoßenen Tochter, die allerdings den Kampfzwerg liebte und eigentlich mit ihm irgendwo auf einer einsamen Insel in Mittelerde leben wollte. Mein Hirn wollte das einfach nicht mehr verarbeiten.

Ich saß tief durchatmend im breiten Kinosessel. Ich hielt durch. Bis zum Schluß. Bis zum bitteren Ende. Ja, es war eine Erfahrung, es war ein schöner Abend mit Freunden. Aber auch eine finale Bestätigung, J.R.R. Tolkien ist nichts für mich. Ich weiß, Geschmackssache….aber ich wollte das einfach mal gesagt haben.

Die studierten Untoten

livingdeadAmerika liebt Gruselschocker und Horrorflicks. Gerade in der Vor-Halloween Zeit werden allerhand Gruselfilme ausgegraben und präsentiert. Die USA sind eine begeisterte „Zombie Nation“.

Die „University of Baltimore“ bietet nun einen ganz neuen Kurs an. Wer sich fortan für „English 333“ einschreibt, wird 16 Zombie Filme sehen und mehrere Zombie Comics lesen müssen. Als Abschluss kann man eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema oder ein Drehbuch schreiben. Arnold Blumberg, Autor des Buches „Zombiemania“, ist der Dozent in dieser Klasse.

Es ist nicht zum ersten mal, dass die Untoten Thema von Universitätsseminaren sind. Auch das „Columbia College“ in Chicago und das „Simpson College“ in Iowa haben in der Vergangenheit ihren Studierenden schon die Zombies näher gebracht.

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