Verbalterrorist Gingrich

Newt Gingrich ist, was wir einen „Hate Monger“ nennen, ein Hass Priester. Der Mann versprüht Gift und Galle, wenn es um den politischen Gegner geht. Das erlebte einst Bill Clinton, als Gingrich noch Sprecher des Kongresses war, das bekommen derzeit seine innerparteilichen Konkurrenten zu spüren und natürlich wird auch der Amtsinhaber Barack Obama mit einer hasserfüllten Schmierenkampagne überzogen. Gingrich ist hochintelligent, von sich mehr als überzeugt, immer mal wieder spricht er von sich in der dritten Person, so, als ob Gingrich Gingrich huldigt. Doch seine Verbalattacken gegen den verhassten Obama grenzen schon fast an Verbalterrorismus. Verwundern würde es wohl nicht, wenn im schwerbewaffneten Amerika ein Bekloppter Gingrichs Worte zu ernst nehmen und den „Sozialisten“, „Verräter“ und „Muslim“ Obama zur Zielscheibe nehmen würde.

Gingrich greift an. Obama ist für den Untergang des Abendlandes verantwortlich, stehe für alles, was in seinem „geliebten“ Amerika falsch laufe. Obamas Entschuldigungsschreiben an den afghanischen Präsidenten Karzai, nachdem auf einem US Stützpunkt irrtümlich der Koran verbrannt wurde, sieht der Republikaner als eine „politische und militärische Aufgabe“. Vielmehr verlange er vom US Präsidenten, dass dieser sich vor seine Soldaten stelle und eine Entschuldigung von Seiten der afghanischen Regierung einfordere, da diese den anschliessenden Unruhen untätig zugesehen habe. Er, Gingrich, würde sich als Präsident jedenfalls nicht für so etwas entschuldigen. Unerwähnt läßt er, dass sich auch Obamas Vorgänger George W. Bush nach den skandalösen Zwischenfällen im Militärgefängnis von Abu Ghraib beim irakischen Präsidenten entschuldigte. Auch das wäre im Falle einer Gingrich Präsidentschaft wohl nicht vorgekommen.

Doch damit nicht genug. Obama ist natürlich auch für die hohen Spritpreise in den USA verantwortlich. Eine Gallone Benzin kostet mittlerweile in Kalifornien rund 4 Dollar und 26 Cent. Obama, so Gingrich, hänge der wilden Fantasie nach, „dass man mit kleinen Autos und hohen Spritpreisen“ die Energiewende herbei führe. Obama sei dafür verantwortlich, dass ein „Barrel“ Öl derzeit 125 Dollar koste. Newt Gingrich posaunt, er werde im Weißen Haus den Spritpreis auf 2 Dollar und 50 Cent senken. Einfach, weil er überall nach Öl bohren lassen werde. Vor den amerikanischen Küsten, in Naturschutzgebieten und auch hoch oben in Alaska. Und auch die Pipeline von Kanada nach Texas werde gebaut. Umweltschutz? Absoluter Blödsinn. In einer Gingrich Regierung werde das Umweltministerium gleich mal abgeschafft. Ach ja, 2008, unter Präsident Bush kostete das „Barrel“ 147 Dollar!

Newt Gingrich ist ein hasserfüllter Mann, der klar und deutlich sagt, dass der Großteil der Amerikaner, die für Barack Obama gestimmt haben Idioten sind. Blindwütig und machthungrig greift er an, verdreht Tatsachen oder legt die Dinge einfach mal so aus, wie sie am besten für ihn passen. Gingrich als Präsident wäre nicht nur eine Katastrophe für die USA.

Achtung!…here she comes

Michelle Bachmann bleibt dabei. Sie ist sich sicher, unter ihrer Präsidentschaft wird der Spritpreis deutlich fallen. Sogar unter die zwei Dollar pro Gallone Marke. Das waeren dann 3,78 Liter Benzin für einen Euro und 40 Cent. Nicht schlecht, also sollte man sie wählen, wenn man Vielfahrer oder Trucker ist.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der vergangenen Woche preschte die 55jährige mit ihrer Forderung vor und erklärte, wie kaum anders zu erwarten, dass Obama für den hohen Benzinpreis verantwortlich sei. Als er ins Amt kam lag die Gallone bei 1,79 Dollar, so die Teebeutel Vertreterin. Und nun habe sich der Preis fast verdoppelt. So nicht, Mister President. Auch wenn Wirtschaftsexperten nur laut aufschnaubten und die Augen verdrehten, als sie Bachmanns Statement hörten, die Kongressabgeordnete bleibt dabei. „Warum sollten wir das nicht schaffen? Wir sind ein „Wir Können“-Amerika“, meinte sie in einem Interview, darauf angesprochen. Bachmann verkauft in ihrem Wahlkampf den American Dream. Träumt mit mir und wählt mich schön, auch wenn das eine oder andere sich danach zum Alptraum entwickeln wird.

Michelle Bachmann hat nämlich schon den Plan zur Hand, was gemacht werden muß, damit die Amerikaner wieder für Pennies die Tanks der Monstertrucks füllen können.“Wir sind die Nummer Eins unter den Rohstoff reichsten Ländern der Welt“, erklärt sie mit stolz geschwellter Brust, so, als ob auch dafür die Tea Party verantwortlich ist. Was das im Endeffekt heißt ist klar. Unter einer Präsidentin Bachmann würde überall im Land gebuddelt und gebohrt werden, in den Küstenregionen und im hohen Norden Alaskas die Erdöl-, Erdgas- und sonstigen Rohstoffvorkommen abgebaut werden. Natur- und Artenschutz, wen interessiert das? Amerikaner sollen lieber billig über die löchrigen Highways heizen, als sich um das Rauschen im Wald und irgendwelches Vogelgezwitscher und umherstapfende Bären Gedanken zu machen. Öffentlicher Nahverkehr, ein funktionierendes Verkehrssystem…hey, this is America, du Sozialist….Amerikaner haben das Recht auf ein eigenes Auto und fahren, fahren, fahren, irgendwo steht doch auch sicherlich das, wie das individuelle Recht auf eine Knarre, in der US Verfassung,oder?….Kohle, Gas, Öl, natürlich Atomkraft, Möchtegernpräsidentin Michelle Bachmann hat großes vor in den 50 vereinigten Staaten von Amerika.