Top Ten City

Super, ich lebe in einer Stadt unter den ersten 10. Klasse! Na ja, Platz 6, ist aber auch was. Immerhin ist Oakland oben mit dabei. Das FBI hat nun die Rangliste der gefährlichsten Städte in den USA veröffentlicht. Überall, so die Statistik, sei die Kriminalitätsrate gesunken, dennoch gebe es weiterhin Probleme.

Die gefährlichste amerikanische Stadt mit einer Einwohnerzahl über 100.000 ist Flint, Michigan, bekannt geworden durch den Michael Moore Film “Roger & me”. Danach gleich die Automobilstadt Detroit, in der mit der Wirtschafts- und Automobilkrise die sozialen Probleme überhand nahmen.

Auch in St. Louis, Platz 3, sind die Gewaltzahlen gesunken, dennoch gab es 2010 dort 144 Morde. Platz 4 nimmt New Haven, Connecticut, ein. Klein aber hält durchaus in der großen Liga mit. Danach gleich die Elvis-Stadt Memphis, Tennessee. Und dann kommt auch schon Oakland. Auch hier sank die Kriminalitätsrate, dennoch ist Oakland mit einer hohen Vergewaltigungs- und Mordrate und der zweithöchsten Raubüberfallrate im Land nicht gerade ein sicheres Pflaster. Beruhigend ist vor allem, dass die neue Bürermeisterin, Jean Quan, nun auf Präventivmaßnahmen setzt, z.b. nächtliche Basketball Spiele. Das löst doch jedes Gewaltproblem, Vergewaltiger und Mörder werden mal locker den Ball über den Platz werfen und danach tief durchatmen und sagen, mein dicker Hals ist weg.

Auf Platz 7 kommt die Clinton Stadt, Little Rock, Arkansas. Auf 8 Baltimore, auf 9 Rockford, Illinois und auf 10 hat es gerade noch Stockton in Kalifornien geschafft, quasi eine fast Nachbargemeinde von Oakland. Boah, sind wir stolz in der Bay Area!

Teueres Trinkgeld

Roger Kreutz starb wegen eines Trinkgeldbehälters mit 5 Dollar darin. 2008 stand der Mann in einem Starbucks Coffee Shop in St. Louis in der Schlange, als vor ihm der Teenager Aaron Poisson sich den Becher mit Trinkgeld auf der Theke schnappte und damit nach draußen lief. Der 54jährige Kreutz lief hinterher, stolperte am Eingang, fiel hin und verletzte sich so stark am Kopf, dass er zwei Tage später verstarb.

Der Jugendliche wurde schließlich zu einem Jahr verurteilt. Roger Kreutz‘ Bruder vergab dem jungen Mann sogar. Doch nicht so der Vater des Toten. Der verklagte Poisson und….Starbucks auf einen nicht genannten, hohen Betrag. In der Begründung von Kreutz Senior heißt es, der Trinkgeldbehälter auf der Theke „habe richtiggehend zu diesem kriminellen Verhalten eingeladen“. Darüberhinaus habe Starbucks es unterlassen, Kreutz und auch andere Kunden auf die Gefahr dieses Trinkgeldbechers hinzuweisen.

Mit der Familie von Aaron Poisson einigte man sich außergerichtlich, doch mit Starbucks will man vor Gericht ziehen. Man darf gespannt sein, wie dieser Fall ausgehen wird.