There’s something wrong in this country

Oh weh? Adventszeit, stille Nacht – heilige Nacht und die armen amerikanischen Kinderlein dürfen kein Weihnachten in den Schulen feiern. Auch wenn schon vor Jahren die Trennung von Staat und Religion vom obersten US  Gerichtshof bestimmt wurde und dieses Urteil Gültigkeit hat, Rick Perry sieht das in seinem jüngsten Werbespot anders. Der texanische Gouverneur und Anwärter auf das Präsidentenamt hat Obama mal wieder als Radikalen „entlarvt“. Der würde zulassen, dass Homosexuelle in den amerikanischen Streitkräften dienen dürften, aber die Kleinen, ja, denen würde das christliche Fest in der Schule verweigert werden. Die Welt ist verkehrt, da hat Perry recht, aber wohl mehr, weil er mit so einem Weltbild in 30 Sekunden auf Stimmenfang geht.

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Armut steigt in Amerika

Von einer Genesung der US-Wirtschaft ist nichts zu spüren. Vor allem nicht für die 34,4 Millionen Amerikaner, die derzeit „Food Stamps“, also Lebensmittelhilfen vom Staat beziehen. Zum ersten mal ist die Zahl der Beziehenden auf über 34 Millionen gestiegen. Das sind 3,4 Millionen Menschen mehr, als noch im Oktober…Tendenz steigend. Und diese Zahlen sind vom Mai. Anders ausgedrückt, einer von neun Amerikanern ist derzeit auf die 133,65 Dollar staatlicher Lebensmittelhilfe angewiesen. Eine vierköpfige Familie erhält einen 80 Dollar Bonus. Interessanterweise sind die Anträge auf die „Food Stamps“ in allen 50 Bundesstaaten dramatisch nach oben geschossen. Von Kalifornien bis Florida breitet sich die Armut aus.

Vom Aufschwung der Wirtschaft merkt man nichts am unteren Ende der Gesellschaft. Die stürmischen Zeiten sind noch lange nicht vorbei, denn mehr und mehr Amerikaner verlieren ihren Job. Vom sich erholenden Arbeitsmarkt ist derzeit noch keine Spur.