Man ist nie zu alt

Dore Gilbert ist Hautarzt. Er ist 60 und lebt in Südkalifornien. Noch ein paar Jahre, dann hätte er sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden könnten.

Eigentlich alles nichts besonderes. Wäre da nicht, dass Gilbert nun in die Reserveeinheit der US Army eingetreten ist. 1984 wollte er sich schon einmal für den Dienst in den Streitkräften verpflichten, doch im letzten Augenblick entschied er sich anders. Die Idee allerdings blieb.

Dore GilbertSeine Kinder sind aus dem Haus. Gilbert wollte etwas ganz neues machen. Vor ein paar Jahren begann er zu trainieren, damit er fit für den Job wird. Er kontaktierte das Einstellungsbüro der Army Reserve, der Mitarbeiter etwas überrascht über die Bewerbung waren, doch seine Geschichte als vorbildlich ansahen. Ein gestandener Mann im Berufsleben, der sich für den Dienst in den Streitkräften meldet. Normalerweise liegt das Höchstalter bei 42, doch Ärzte können sich bis 60 Jahre verpflichten.

Diese Woche nun erhielt Dore Gilbert den Anruf, dass die Headquarters der US Army seiner Einstellung zustimmen. Gilbert ist in Topform. Ohne Probleme schafft er 65 Sit-ups, 80 Liegestützen, rennt die zwei Meilen Distanz in 16 Minuten und hat rund 25 Kg abgenommen.

Nun also wird es ernst für ihn, doch sein Weg ist klar. „Ich werde mich dafür einsetzen nach Afghanistan verlegt zu werden.“ Dort warte jede Menge Arbeit auf den Hautarzt.

US-Marine „goes Green“

Makin IslandDie amerikanischen Streitkräfte haben ja in jüngster Zeit nicht gerade die beste Presse bekommen. Von daher startet man jetzt eine neue Image Kampagne. Und da passt die folgende Nachricht richtig gut dazu. Die US-Navy kreuzt nun mit einem Hybrid-Flugzeugträger über die Weltmeere und kann damit gut 900.000 Gallonen Sprit (rund 34 Millionen Liter) einsparen.
Die „Makin Island“ ist der jüngste Prototyp der Navy und hat schlappe zweieinhalb Milliarden Dollar Entwicklungs- und Produktionskosten verschluckt. Vollgestopft mit modernster Elektronik und eben einem Gas-Hybrid Motor. Nun kann man also auch auf einem Flugzeugträger sein grünes Gewissen beruhigen.

Interview mit dem Wehrbeauftragten

Reinhold Robbe ist seit 2005 der Wehrbeauftragte des Bundestages. Er ist der Fürsprecher der Soldaten, für die er immer ein offenes Ohr hat. Ihre Probleme, ihre Anliegen und ihre Situation in den Kasernen, aber vor allem in den Einsatzorten in Afghanistan, Bosnien und vor der Küste Somalias sind sein Tagesgeschäft.

Vor wenigen Tagen kam Reinhold Robbe von seinem jüngsten Besuch bei den Truppen im Norden Afghanistans zurück. Heute früh erreichte ich ihn per Telefon in seinem Berliner Büro:

Interview mit Reinhold Robbe