Butter von amazon

Amazon will nun auch Butter und Milch anbieten. Foto: City of Sunnyvale.

Amazon will nun auch Butter und Milch anbieten. Foto: City of Sunnyvale.

Der Online Riese amazon will etwas ganz neues ausprobieren. In Sunnyvale, im Herzen des Silicon Valleys südlich von San Francisco, ist amazon der Mieter eines früheren Baumarktes. Und der wird derzeit umgebaut. Das Ziel ist, einen etwas anderen Supermarkt zu eröffnen. Kunden sollen dann online ihre Produkte in einen virtuellen Einkaufskorb legen, Brot, Butter, Milch, Bohnen, Schokolade….und dann angeben, wann sie es abholen wollen. In 15 Minuten oder erst in zwei Stunden, dann würden die Einkaufstüten direkt zum Auto vor die Tür gebracht werden. Kein Grund mehr zum Aussteigen, es sei denn, man kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Dieser drive-through Supermarkt wäre der erste seiner Art. Amazon ist nicht als Bauherr des Projektes angegeben, das nun bei der Stadt Sunnyvale auf die Endgenehmigung wartet. Allerdings ist das Unternehmen aus Seattle Mieter des Gebäudes und hat schon seit längerem Ambitionen, den Supermarkt-Markt aufzurollen. Mit „AmazonFresh“ hat der Online Händler in der San Francisco Bay Area schon erste Wasser in diesem Bereich getestet. „AmazonFresh“ liefert Produkte aus dem Supermarkt, Restaurantessen oder sogar bei amazon.com bestellte Waren direkt nach Hause. Alles also für die Bequemlichkeit des Kunden. Ob das so gut ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Die Erde bebt in Kalifornien

Aldi Läden sehen weltweit gleich aus.

Aldi Läden sehen weltweit gleich aus.

Diesmal allerdings ist es nicht die San Andreas Spalte, die sich bemerkbar macht. Diesmal ist es der deutsche Discounter Aldi, der so einige in Kalifornien nervös macht. Hier spricht man bereits von einem Erdbeben, das sich in der Supermarktlandschaft einstellen wird. Vor allem der Einzelhandelsriese WalMart blickt nervös auf das, was da kommt. In Deutschland musste WalMart eine demütigende Niederlage einstecken, ungewohnt für das erfolgsverwöhnte Unternehmen. Nach nur wenigen Jahren zog sich WalMart mit einem drei Milliarden Euro Verlust aus dem deutschen Markt zurück. Man hatte die Bedingungen einfach falsch eingeschätzt und vor allem die Konkurrenz, allen voran Aldi, unterschätzt.

Kein Wunder also, dass die Ankündigung von Aldi, 45 Supermärkte im „Southland“, dem Süden des Bundesstaates zu eröffnen, wie eine Schockwelle aufgenommen wurde. Insgesamt unterhält Aldi bereits 1400 Läden in 32 Bundesstaaten. Das Billigkonzept scheint auch in den USA aufzugehen. Man setzt auf die eigenen Produktmarken und zieht im Vergleich zu den großen Supermärkten Safeway oder Vons in kleinere Ladenflächen. Anstelle der 10-15 verschiedenen Peanut Butter Gläser, gibt es bei Aldi eben nur zwei zur Auswahl.

Neben der Expansion von Aldi breitet sich auch die eigene Supermarkttocher „Trader Joe’s“ weiter aus. Derzeit erlebt der amerikanische Lebensmittelhandel einen dramatischen Wandel. Immer mehr Kunden verlangen nach billigeren, doch qualitativ hochwertigen Produkten. Und genau darauf zielen Aldi und auch Trader Joe’s ab. Das deutsche Albrecht Unternehmen macht sich breit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein Ende der Expansionsgedanken oder ein Rückzug aus dem Markt kommt überhaupt nicht in Frage. Der Zuspruch der Kunden ist eine deutliche Sprache für Aldi und die Konkurrenz.

Legaler Kreditkartenschwindel

KreditkartenIn den USA zahlt man eigentlich immer und überall mit der Plastikkarte. Beim Tanken, im Supermarkt, im Restaurant. Dann bekommt man am Monatsende seine Rechnung und zahlt, zahlt nicht oder eben den Mindestsatz von ein paar Dollar. Letzteres hat allerdings zur Folge, dass man einen ziemlichen Schuldenberg anhäuft und das auf ganz legale und auch gewollte Weise.

Die Kreditkartenunternehmen finden das natürlich in Ordnung, denn mit den Zinsen und Zinseszinsen verdienen sie richtig, richtig gut. Nun allerdings, im Zuge der Wirtschaftskrise und der neuen Regierung in Washington, sollen ein paar Änderungen für Kreditkartennutzer und -anbieter kommen, die die Verbraucher schützen sollen. Die Unternehmen wollen deshalb noch schnell einiges vorab ändern, um auch weiterhin den dicken Reibach machen zu können. Eine Änderung, die bereits von etlichen Banken vorgeschlagen wurde ist, die Leute mit zusätzlichen Gebühren zu belasten, die ihre Rechnungen voll und ganz am Monatsende begleichen (!). Richtig gelesen, wer in den USA keine Schulden macht, soll also in Zukunft noch eine drüber gebraten bekommen. Man bekämpft also die amerikanische Schuldenkrankheit mit einer weiteren Infektion. Auch ein Weg…

Grausamer Brutbetrieb

Ein geheim aufgenommes Video in einem Brutbetrieb erregt derzeit die Gemüter in den USA. Hier Tierschutzorganisationen, die von Supermärkten umgehende Kennzeichnungen auf Eierverpackungen verlangen, dort die Produzenten, die alles nur als Einzelfall abtun.

Tatsache ist, dass in Brutbetrieben männliche Küken ausgemustert werden, weil sie keine Eier legen können und es zu lange dauert, bis das Fleisch gewinnbringend verkauft werden kann. Und die Aussonderung geschieht auf brutalste Weise, sie werden einfach lebendig in einen Häcksler geschmissen, was im Fachjargon „instantaneous euthanasia“, also „augenblickliche Euthanasie“ bedeutet. Die Tierschutzorganisation „Mercy for Animals“, die auch dieses Video „undercover“ aufnahm, bezeichnet die Brutbetriebe als „wohl brutalste Industrie der Welt“. Das Video wurde in einem Betrieb von „Hy-Line North America“ aufgenommen, die gleich mehrere Standorte in Iowa, dem grössten Eier Produzenten in den USA, unterhalten. Die Massenproduktion von Eiern verlange nach solchen abartigen Sortiermassnahmen, heisst es von Seiten der Tierschützer. Wenn man das schon nicht stoppen könnte, so „Mercy for Animals“, sollte man zumindest auf den Eierverpackungen in den Supermärkten die Kunden darauf hinweisen.

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