Live von den Riesenwellen

Gerade mal 24 Surfer sind dabei. Der Mavericks Wettkampf in Half Moon Bay, südlich von San Francisco, ist seit 8 Uhr morgens in vollem Gange. Nur die besten Surfer werden zu diesem jährlichen Ereignis eingeladen, um hier die Riesenwellen zu reiten, die fast 20 Meter Höhe erreichen. Und sie kommen sofort aus aller Welt, wenn die Bedingungen da sind. Innerhalb von 24 Stunden reisen die Surfer an.

Hier sind gleich zwei Live-Webcams, die den Wettkampf übertragen:

Live von Half Moon Bay auf Mavericks Invitational

Live von Half Moon Bay auf CBS Local San Francisco

Ke Akua pu a hui hou

Mavericks heißen die riesigen Wellen. Und man findet sie in Half Moon Bay, südlich von San Francisco. Drei Monate im Jahr  gibt es ein Fenster, an dem Surfer aus aller Welt genau darauf achten, ob sich die gewaltigen Brecher ankündigen. Denn dann kommen sie von überallher, um die Wellen zu reiten in einem der beeindruckendsten Wettkämpfe. Das Wasser ist eiskalt, doch das Adrenalin treibt die Körperwärme im Angesicht der turmhohen Wassermassen nach oben.

Am 28. Februar war die Saison offiziell vorbei, diesmal ohne Wettsurfen, denn die Mavericks wollten einfach nicht anrollen. Aber dann kamen sie doch. Surfer strömten zur Half Moon Bay, um das zu tun, für was sie leben; mir ihrem Surfbrett die Freiheit zu genießen und dem Naturschauspiel einer gewaltigen Welle auf der Nase rumzutanzen. Sion Milosky aus Hawaii war einer von ihnen. Der 35jährige hatte erst kürzlich bei einem Wettkampf 25.000 Dollar gewonnen. Mit einem Teil des Preisgeldes finanzierte er den Trip nach Nordkalifornien. Am Mittwoch verstarb Milosky beim Surfen in Half Moon Bay. Eine der ganz großen Wellen war zu groß für den weltbekannten Surfer. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Im einem Interview Anfang Februar mit dem australischen Tracks Magazine beschrieb Milosky noch seine Zukunftspläne. Ke Akua pu a hui hou, Sion Milosky.

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du-du, du-Du, Du-Du…

Great White beim Wellenreiten…so ging doch in etwa die bekannte Melodie aus dem „Weissen Hai“. Es ist mal wieder so weit, die weissen Haie sind auf Partnersuche und treiben sich vor der Küste Kaliforniens rum. Der „National Park Service“ hat erneut die jährliche Warnung rausgegeben.  Das Rumgebalze im Salzwasser macht hungrig und die Jagd auf Seelöwen hat damit auch begonnen. Nur zu dumm, dass Haie immer mal wieder Surfbretter für leckerschmecker Seehunde halten.

Jedes Jahr werden Surfer und auch Schwimmer an bestimmten Stränden angegriffen. Gerade die Santa Barbara/Ventura  und die Point Reyes/Stinson Beach Gegenden sind beliebte Jagdreviere für die weissen Haie. Jeden Sommer kommt es in den Gegenden zur Schliessung ganzer Strände, wenn mal wieder ein Hai jemanden angegriffen oder angeknabbert hat. Das liegt an den vorliegenden Inselgruppen. Im Süden die Channel Islands, im Norden die Farallon Islands. Dort tummeln sich die „Great Whites“ vor allem rum. Und manchmal zieht es sie eben auch für einen Imbiss in die seichteren Gewässer Richtung Strand.

Ocean Rising

PacificaDas Meer kommt und das Meer holt sich, was es will. Pacifica ist eine Kleinstadt südlich von San Francisco. Wunderschön und direkt am Pazifik gelegen. Schönes Klima und beliebt bei Surfern. Doch die Einwohner kämpfen seit Jahren gegen die Erosion der Sandstein Klippen. Am Donnerstag war es mal wieder so weit. Ein rund 15 Meter breiter Streifen vor einem Mehrfamilienhaus sackten ins Meer, das nun direkt am Abhang steht. Die Behörden erklärten das Haus umgehend als unbewohnbar und gaben den Mietern nur wenige Minuten, um ihre Habe aus dem Haus zu schaffen.
Noch vor wenigen Tagen informierte der Vermieter der Wohnungen die Mieter, dass er sich um öffentliche Gelder bemühe, um am Fusse des Cliff eine Barriere für die Wellen zu errichten, um so das Haus zu schützen. Doch….“you can’t beat nature“, erklärte er am Donnerstagnachmittag sichtlich geschockt.