Ke Akua pu a hui hou

Mavericks heißen die riesigen Wellen. Und man findet sie in Half Moon Bay, südlich von San Francisco. Drei Monate im Jahr  gibt es ein Fenster, an dem Surfer aus aller Welt genau darauf achten, ob sich die gewaltigen Brecher ankündigen. Denn dann kommen sie von überallher, um die Wellen zu reiten in einem der beeindruckendsten Wettkämpfe. Das Wasser ist eiskalt, doch das Adrenalin treibt die Körperwärme im Angesicht der turmhohen Wassermassen nach oben.

Am 28. Februar war die Saison offiziell vorbei, diesmal ohne Wettsurfen, denn die Mavericks wollten einfach nicht anrollen. Aber dann kamen sie doch. Surfer strömten zur Half Moon Bay, um das zu tun, für was sie leben; mir ihrem Surfbrett die Freiheit zu genießen und dem Naturschauspiel einer gewaltigen Welle auf der Nase rumzutanzen. Sion Milosky aus Hawaii war einer von ihnen. Der 35jährige hatte erst kürzlich bei einem Wettkampf 25.000 Dollar gewonnen. Mit einem Teil des Preisgeldes finanzierte er den Trip nach Nordkalifornien. Am Mittwoch verstarb Milosky beim Surfen in Half Moon Bay. Eine der ganz großen Wellen war zu groß für den weltbekannten Surfer. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Im einem Interview Anfang Februar mit dem australischen Tracks Magazine beschrieb Milosky noch seine Zukunftspläne. Ke Akua pu a hui hou, Sion Milosky.

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Todessprung überlebt

Eine Schulklasse aus Sonoma County hatte am Donnerstag einen unvergesslichen Schulausflug nach San Francisco. Einer der Schüler meinte, es sei besonders „cool“ von der Golden Gate Bridge zu springen. Als die 45 Schüler über die Brücke liefen, überkletterte der 17jährige das Geländer und sprang. Was in 99 Prozent der Fälle tödlich ausgeht, am Donnerstag war dies anders. Ein Surfer, der zu dieser Zeit an einem beliebten Spot direkt unterhalb der Brücke die Wellen ritt, sah den Schüler ins Wasser fallen und wieder auftauchen. Er schwamm sofort auf seinem Surfbrett zu ihm und gemeinsam mit dem Schüler zurück an Land. Der Junge meinte zu dem perplexen Surfer, er sei wegen des „Kicks“ gesprungen.

Im Krankenhaus stellten sie nur einen kleineren Bruch und ein paar blaue Flecken an dem Jugendlichen fest. Der Surfer ist sich sicher, dass ein starker Südwind, den Sprung des Jungen abgefedert und ihn letztendlich gerettet habe. Seitdem die Brücke 1937 eröffnet wurde, sprangen fast 2000 Menschen am Golden Gate in den Freitod. Pro Jahr bringen sich hier zwischen 20 und 30 Menschen um, meist auf der Seite, auf der San Francisco liegt.

du-du, du-Du, Du-Du…

Great White beim Wellenreiten…so ging doch in etwa die bekannte Melodie aus dem „Weissen Hai“. Es ist mal wieder so weit, die weissen Haie sind auf Partnersuche und treiben sich vor der Küste Kaliforniens rum. Der „National Park Service“ hat erneut die jährliche Warnung rausgegeben.  Das Rumgebalze im Salzwasser macht hungrig und die Jagd auf Seelöwen hat damit auch begonnen. Nur zu dumm, dass Haie immer mal wieder Surfbretter für leckerschmecker Seehunde halten.

Jedes Jahr werden Surfer und auch Schwimmer an bestimmten Stränden angegriffen. Gerade die Santa Barbara/Ventura  und die Point Reyes/Stinson Beach Gegenden sind beliebte Jagdreviere für die weissen Haie. Jeden Sommer kommt es in den Gegenden zur Schliessung ganzer Strände, wenn mal wieder ein Hai jemanden angegriffen oder angeknabbert hat. Das liegt an den vorliegenden Inselgruppen. Im Süden die Channel Islands, im Norden die Farallon Islands. Dort tummeln sich die „Great Whites“ vor allem rum. Und manchmal zieht es sie eben auch für einen Imbiss in die seichteren Gewässer Richtung Strand.