Kaputt bewahren

Ich habe schon viel über Oakland geschrieben. Seit 1999 lebe ich in dieser Stadt und langsam habe ich vom vielen Kopfschütteln schon Nackenprobleme. Kein Wunder, bei dem, was hier so alles passiert. Einmal wird der Slang der Afro-Amerikaner zur Sprache erhoben und in den lokalen Schulen unterrichtet „Yo, Man, wuzz up“. Ein anderes mal wird Jean Quan zur Bürgermeisterin bestimmt, obwohl sie in der Wahl weit weniger Stimmen bekommt als der eigentliche Frontrunner. Und nun will der Oakland Zoo sich vergrößern. Natürlich wurde das schon von der Stadt abgenickt.

Der Grund für die Expansion ist ein neues Projekt des Tiergartens. Man wolle sich mehr auf heimische Tiere und Pflanzen konzentrieren und die Vielfalt der Flora und Fauna Kaliforniens zeigen und bewahren. Einziges schildbürgerliches Problem ist, der Zoo will ein Riesengebiet in den Oakland Hills, dem sogenannten Knowland Park, platt machen, bebauen, für die Erweiterung nutzen. Doch dieses Gebiet steht unter Naturschutz, weil gerade hier viele heimische Tiere und Pflanzenarten ungestört leben können. Darunter auch viele geschützte Arten. Die Offiziellen des Tiergartens erklärten, man werde die Neuorientierung des Zoos behutsam angehen und alles umweltkonform aufbauen. Allerdings eben auf Kosten von allem was da kreucht und fleucht. Eine Bürgerinitiative will nun die Expansionspläne der „Artenschützer“ stoppen. Oakland, Oakland….ich kriege schon Krämpfe im Nacken.

Nürnberg hat ein Eisbärenbaby, San Francisco einen kleinen Gorilla

ba_gorilla10_0499544484.jpgAm Montag kam ein kleiner Gorillajunge im Zoo von San Francisco zur Welt. Die Mutter wusste erstmal so gar nicht, was sie mit dem kleinen Wuselbündel anfangen sollte. Also entschieden sich die Verantwortlichen, den Jungen ins Zookrankenhaus zu bringen. Nun versucht man, die beiden wieder aneinander zu gewöhnen, damit die Mutter doch noch den Kleinen selbst aufzieht.
ba_gorilla10_0499544482.jpgFalls das nicht funktioniert, will man das Gorillababy per Flasche aufpeppeln und aufziehen. Gorillababies brauchen nicht sofort Muttermilch, können bis zu drei Tage ohne auskommen. Und diese Zeit will man im SF Zoo nun nutzen. Der Kleine ist aber wohlauf, nuckelt an seinem Daumen und an den Fingern der Betreuer.