Auf den Hund gekommen

Hotels sind immer auf der Suche das besondere Etwas für ihre Gäste zu finden, das, womit sie aus den Angeboten anderer Hotels herausragen. Ein Golf Resort im südkalifornischen Palm Springs setzt da auf die Unterstützung vierbeiniger Helfer und das in Kooperation mit einem lokalen Tierheim. Die Idee dahinter ist, zumindest einige der mehr als 670,000 Hunde vor dem Einschläfern zu retten.

Wenn man in diesem Westin, rund einhundert Meilen nordöstlich von San Diego eincheckt, dann wird der Hotelgast an der Rezeption auch von einem Vierbeiner begrüßt. In dem hundefreundlichen Westin ist man eine ungewöhnliche Partnerschaft mit dem lokalen Tierheim “Animal Samaritans” eingegangen. Hunde aus dem Tierheim werden so den Hotelbesuchern nahe gebracht mit dem Hintergedanken Adoptionen zu ermöglichen.

Raquel Wood vom Westin ist unter anderem auch für dieses Programm verantwortlich: „Wir haben damit im Mai 2015 begonnen und die erste Adoption machte ein Mitarbeiter. Eigentlich alle unserer Mitarbeiter unterstützen dieses Programm. Es ist schon witzig, wenn ein Hund adoptiert wird, kommt gleich die Frage, wann wir den nächsten bekommen werden.“ Und das Konzept scheint aufzugehen, denn in dieser Woche wurde schon der 156te Hund im Westin begrüßt. Normalerweise dauere es so 10-14 Tage bis ein Hund adoptiert wird, erzählt Wood. „Unser Rekord war ein paar Stunden, das war glaube ich Hund Nummer 151, sie war gerade mal eine halbe Stunde hier, da hatten schon einige Gäste die Formulare für sie ausgefüllt. Sie war einfach so süss und beliebt.“

Tom Snyder, der Direktor des “Animal Samaritans” Tierheims in Palm Springs ist begeistert von dem Programm und sieht den Erfolg für alle Beteiligten: „Wir von “Animal Samaritans” können die Hunde so viel mehr potentiellen Hundebesitzern präsentieren. Für das Westin ist es gut, denn sie haben eine ungewöhnliche Attraktion für ihre Gäste, es hilft den Stress abzubauen. Und natürlich ist es gut für den Hund, denn er bekommt so viel Aufmerksamkeit, viel mehr, als er hier im Tierheim von unseren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen bekommen könnte. Es lohnt sich für alle und am Ende ist das Ziel ein “Forever Home” für den Hund zu finden.“

Tagsüber ist der Vierbeiner im Lobby Bereich, kann gestreichelt und auch mal zum Spazierengehen auf dem Areal des Resorts mitgenommen werden. Und nach 20 Uhr schläft der Hund im hinteren Bereich der Rezeption, da, wo der Mitarbeiter am Abend auf Gäste wartet. „Die Hunde, die wir hier haben sind kleinere Hunde, so bis zu 15 Pfund Gewicht“, berichtet Raquel Wood. „Also keine Schäferhunde oder Labradors. Mehr Chihuahua oder Pinscher und Terrier Mischlinge. Der größte Hund war wohl ein Cocker Spaniel mit knapp 25 Pfund. Aber das ist eher selten.“

Auch wenn die Hunde von Hotelgästen adoptiert werden, geprüft wird dennoch genau, wohin der Hund kommt. Das, so Tom Snyder, sei für seine Organisation besonders wichtig: „Wir haben da Möglichkeiten in diesen Zeiten mit dem Internet, die Informationen auf den Adoptionsunterlagen zu prüfen. Die Adresse können wir uns über Google Earth ansehen, checken, ob es auch wirklich ein Privathaus und keine Geschäftsadresse ist, oder sehen, ob der Garten eingezäunt ist.“ Beim Prüfen des neuen Zuhauses gibt es keine Abstriche, wer sich für einen Hund entscheidet und in wenigen Stunden einen Flieger nehmen muss, dem wird geraten von der Adoption Abstand zu nehmen oder noch einmal zurückzukommen. Auch das passiert, erinnert sich Tom Snyder: „Einer kam sogar aus Seattle für den Hund zurück, das zeigt uns ganz deutlich, wenn man das auf sich nimmt, dann hat man das Tier wirklich ins Herz geschlossen und wird ein guter Tierhalter sein.“

Für Tom Snyder und auch Raquel Wood sollte dieses Programm Schule machen, denn ein Hund, da stimmen sie überein, ist eine Bereicherung für jede Hotellobby. Und es würde so manchen Vierbeiner vor dem sicheren Einschläfern retten.

Hundekampf im amerikanischen Südosten

Nach über dreijährigen Ermittlungen schlug man nun endlich zu. Vor ein paar Tagen wurden Häuser in Alabama und Georgia durchsucht, 12 Personen festgenommen, 500.000 Dollar beschlagnahmt und 367 Hunde sichergestellt. Es war ein gezielter Schlag gegen eine Hundekampforganisation im Südwesten der USA. Viele der Tiere waren unterernährt, stark verwundet, mit Flöhen übersät. Der zuständige Staatsanwalt, George Beck, erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich glaube, wenn Danté noch leben und sein „Inferno“ neu schreiben würde, die niedrigsten Orte der Hölle wären für jene reserviert, die unsere Tiere und unsere Kinder quälen“.

Nach wie vor sind Hundekämpfe in den USA beliebt. In jedem Bundesstaat werden immer wieder illegale Gruppen ausgehoben, die auf kämpfende Hunde wetten. Selbst in Oakland gibt es solche… ja, wie nennt man diese Leute, die sich sowas ansehen, darauf wetten, wie sich zwei Hunde zerfleischen?… Unmenschen(!?). Ein Grund für mich, meinen Hund nie vor einem Laden anzuleinen, denn Hunde verschwinden hier spurlos, werden als Köder zum Scharfmachen der Kampfhunde verwendet.

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Der Hunde Super Bowl

Der Super Bowl, das Endspiel um die amerikanische Football Meisterschaft, ist das größte und meistgesehene Sportereignis in den USA. Die Werbespots in den zahlreichen Pausen des Spiels sind sündhaft teuer und begehrt, weil riesige Einschaltquoten erreicht werden. Die Halbzeitunterhaltung ist ein Höhepunkt der Musikindustrie, von Paul McCartney bis Aerosmith, sie alle haben hier schon live gespielt. Und man denke an „Nippelgate“, als Janet Jackson unfreiwillig und für den Bruchteil einer Sekunde einem Millionenpublikum die Spitze ihrer Brust zeigte. Amerika steht an diesem Tag still, die Shopping Malls sind fast leer, es gibt sogar Versuche, den Tag danach zum Feiertag zu erklären, denn „der Kater“ ist das meistgesehene „Tierchen“ danach.

Doch egal, wer am kommenden Sonntag in New Orleans Champion wird, die San Francisco 49er oder die Baltimore Ravens, die Sieger stehen schon jetzt fest. Seit zehn Jahren sendet der Fernsehsender „Animal Planet“ zeitgleich zum großen Sportereignis den sogenannten „Puppy Bowl“. Zwei Stunden lang wird ein Spielfeld in Miniatur gezeigt, darauf kleine Hunde, die hin und her rennen, übereinander fallen, spielen. All die Vierbeiner sind aus Tierheimen. Mit den verschiedensten Kameraeinstellungen werden die Hunde aus allen Perspektiven gezeigt. Da gibt es eine „Water Bowl“ Kamera, die unterhalb des gläsernen Wassernapfs angebracht ist, dann eine Lippenkamera, die in einigen Beissspielzeugen befestigt ist und somit zum besonderen Einsatz kommt. Das ganze wird auch noch als Footballspiel moderiert.

Jedes Jahr schauen Millionen von Amerikanern dem „Puppy Bowl“ zu, gerade jene, die keine Lust auf das große Endspiel haben. Und, so wird Interesse für Tieradoptionen geschaffen. Die Tierheime im ganzen Land merken einen deutlichen Anstieg an Besuchern und Adoptionen nach der Ausstrahlung dieses tierischen Vergnügens. Und das, obwohl die meisten gezeigten „Puppies“ schon längst vermittelt wurden, denn die Aufzeichnung von „Puppy Bowl“ fand schon vor Monaten statt.

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Verkaufsverbot für Tiere

Für den Meerschweinchenverkauf ab in den Knast. Das ist Gesetz, wenn am heutigen Abend die zuständige Tierschutzkommission in San Francisco zustimmt. Dann sind alle Verkäufe von Tieren, ausser Fischen, in San Francisco strafbar. Hunde, Katzen, Hamster, Meerschweinchen, Vögel, Reptilien…alles was kreucht und fleucht darf dann nicht mehr verkauft werden. Wer sich ein Haustier zulegen will, muß dann in eine andere Gemeinde fahren oder hat die Möglichkeit sich nach einem Tier im Tierheim umzusehen.

TierheimDie Verantwortlichen in der Stadt sind derzeit nicht auf einem Verbotstrip, ganz im Gegenteil, die Initiative soll zukünftige Tierbesitzer nur davon überzeugen, sich den Schritt genau zu überlegen mit einem Haustier zu leben. Oftmals, so Sally Stephens, die Vorsitzende der Kommission, kaufe man sich einen Hamster, einen kleinen Hund oder eine Katze aus einer Laune heraus und wisse gar nichts über das Tier und seine Gewohnheiten. Das wolle man unterbinden, zum Schutz der Tiere. Langfristig hofft man, dass durch das neue Gesetz auch die Anzahl der euthanasierten Tiere im San Francisco Tierheim gesenkt werden können. 13 Prozent der Hunde und Katzen werden eingeschläfert, bei Hamstern, Meerschweinchen, Hasen und anderen Kleintieren liegt der Anteil sogar bei 30 Prozent. US weit ist die Euthanasie Rate in Tierheimen für Hunde und Katzen bei 35 Prozent.

Die Gesetzesvorlage ist umstritten, gerade die Zoohandlungen wettern gegen den Vorstoß. Nur wenige bieten noch Hunde und Katzen an, aber sie machen Geschäfte mit Kleintieren. Das Verkaufsverbot sei, so die Kritiker, nur ein erster Schritt gegen das allgemeine Halten von Tieren in San Francisco.

Falls die Kommission zustimmt würde San Francisco damit einen Präzedenzfall in den USA schaffen.