Leiden für die Medizin

Die University of California San Francisco, UCSF, ist weltweit für ihre medizinische Forschung bekannt. Nobelpreisträger forschen und lehren hier, wer an Krebs oder AIDS erkrankt ist versucht hier betreut zu werden, denn die Spezialisten der UCSF haben den Ruf ein gutes Händchen in der Behandlung von Patienten zu haben. Das Krankenhaus wird jedes Jahr als eines der besten in den USA eingestuft.

Und doch, wenn es um den Tierschutz geht, da scheinen die Götter in Weiß es nicht so genau zu nehmen. Einem Bericht des US Landwirtschaftsministeriums zufolge, der nun als Grundlage für einen investigativen Artikel des San Francisco Chronicles geführt hat, fallen die Forschungslabors der UCSF immer wieder durch dramatische Verletzungen des Tierschutzes und durch Tierquälerei auf. Hier am Golden Gate versuchen Wissenschaftler im Namen der Forschung und des medizinischen Fortschritts in etlichen Bereichen durch den Tierversuch Erfolge zu erzielen. Dafür wurden allein im vergangenen Jahr rund 800.000 Nagetiere, Fische, Amphibien und Reptilien an der UCSF „genutzt“. Das sind 85 Prozent der „verbrauchten“ Tiere. Hinzu kamen 98 Affen, 162 Vögel und 467 Hasen.

Doch bei all dem Grauen dieser Tierversuche, haben es die UCSF Wissenschaftler noch nicht einmal geschafft, die Versorgung der Tiere zu garantieren. Mäuse verdursteten, ein Affe verhungerte fast, zahlreichen Tieren wurden nach Operationen im Namen der Wissenschaft keinerlei Schmerzmittel verabreicht, die Qualen etlicher Wühlmäuse wurden nach der Behandlung nicht einmal von den Laboranten notiert. Sie starben für nichts. Einem Rhesusaffen wurde ein Implantat zur Erforschung der Parkinson Erkrankung in die Schädeldecke eingepflanzt. Nach sieben Monaten wurde es entfernt, einige Schrauben blieben allerdings, wie es anscheinend üblich ist, im Kopf zurück. Doch der Affe wurde lethargisch, die Wunde wollte nicht heilen, auch weil „Petra“, wie Tierschützer den Rhesusaffen nach Bekanntwerden des Falles nannten, immer wieder an der gleichen Stelle kratzte. Schließlich wurde sie erneut operiert, die Schrauben entfernt, doch die Wunde heilte nicht. Erst nach zwei Jahren stellte man fest, dass ein Stück Acryl vom Implantat im Kopf zurück gelassen worden war, was die Schmerzen und die offene Wunde auf dem Kopf von Petra verursachte. Sie wurde schließlich eingeschläfert, doch die sichtlich gestresste und unter Schmerzen leidende Affendame blieb bis zu ihrem Tod Teil des 2,1 Millionen Dollar teuren Forschungsprojektes, das vom „National Institute of Health“ finanziert worden war.

Bereits 2005 mußte UCSF 92,500 Dollar Strafe für Verstöße gegen die Tierhaltung in den Jahren 2001 – 2003 bezahlen.  Tierschützer bewerten solche Strafen als lächerlich, gerade dann, wenn es um Forschungsaufträge in Millionenhöhe geht. UCSF muß sich derzeit erklären, wie es dazu kommen konnte, dass die für den Tierversuch ausgewählten Tiere in den Käfigen der Labors „nicht artgerecht versorgt werden“ (!).

 

 

 

 

Wie kann man so etwas machen?

Am Montagmorgen wurde an einer Straße im texanischen Weatherford ein Hund gefunden. In über 30 Grad Hitze wankte der Vierbeiner durch die Gegend. Jemand hatte ihn nicht nur schwer verletzt, sondern auch noch die Schnauze mit Isolierband umwickelt. Die Zunge des geschwächten Hundes hing heraus und war angeschwollen, da der Boxermischling weder trinken noch fressen und auch die Zunge nicht mehr zurück in den Mund ziehen konnte.

Mit mehr als einhundert Stichen wurden die Wunden von „Hope“, wie sie von ihren Rettern genannt wurde, genäht. Ein Teil der Zunge wird wohl entfernt werden müssen, der Mischling war einfach zu lange ohne Wasser in der Sommerhitze. Im städtischen Tierheim taut „Hope“ so langsam auf. Sie sei voller Liebe und genieße die Zuneigung ihrer Betreuer, heißt es.

Dieser Fall von Tierquälerei beschäftigt die USA. Die Belohnung zur Ergreifung des Täters ist mittlerweile auf über 35.000 Dollar angestiegen. Anfragen zur Adoption des Tieres kamen aus dem ganzen Land und sogar bis aus Holland.

Es bellt im Karton

Eine Frau in Minneapolis muß sich derzeit arge Sorgen machen. Nicht nur, dass sie eine Anzeige wegen Tierquälerei am Hals hat, nein, sie sollte sich wirklich mal Gedanken über ihren Geisteszustand machen.

Die 39jährige ging mit einem Paket zur Post und wollte dies per Eilpost verschicken. Der Postbeamte wog den Karton und stellte ihn auf die Seite. Doch dann bewegte sich das Paket und fiel von der Theke. Neugierig geworden öffnete der Mann das Paket und sah darin einen kleinen Pudel, der wimmerte. Die Frau meinte, deshalb schicke sie das Paket ja per Eilpost, damit es schnell zu ihrem Verwandten gelange.

Die eingeschaltete Polizei übergab den Hund ersteinmal dem lokalen Tierheim. Der Pudel ist wohlauf und die Poststelle hat erneut darauf hingewiesen, dass das Verschicken von lebenden Tieren verboten sei. Noch Fragen!?