Fleisch ist nur Fleisch, wenn „tierisches“ Fleisch drin ist

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, der weiß, dass man oft belächelt wird. Man braucht Fleisch, heißt es immer wieder. Fleisch spende Kraft, Ausdauer, wichtige Spurenelemente. Und was soll das da mit dem „Veggie-Burger“ auf dem Grill, der zerfällt ja schon beim Hinschauen.

Hier drüben in den USA gab es dann noch den Tofurkey zu Thanksgiving. Gewöhnungsbedürftig im Geschmack, aber immerhin sah das traditionelle Dinner dann zumindest so aus, wie ein „normales“ Thanksgiving Festhmahl. Auch da wurde man belächelt, selbst dann, wenn die anderen am Tisch den zähen Truthahn vor ihnen durchkauten. Doch mit dem Belächeln ist es schon lange vorbei. Vegetarische und vegane Produkte holen in Geschmack und Konsistenz auf und das stößt so manchen in der amerikanischen Fleischindustrie ziemlich auf. Sie sehen sich um ihre Absatzmärkte geprellt. Nicht der Handelskrieg mit China ist das große Problem, sondern die fleischlose Alternative beim BBQ.

Die kleine Kuh auf dem Label führt zu Irritationen bei Fleischkäufern.

Deshalb gibt es in 30 US Bundesstaaten Initiativen, die es verbieten sollen, dass Fleisch, Burger, Wurst, Jerky oder Hot Dogs nur so genannt werden dürfen, wenn dafür auch wirklich ein Tier geschlachtet wurde. Arkansas, Louisiana, Mississippi, North Dakota, South Dakota, Oklahoma und Wyoming haben bereits solche Gesetze verabschiedet. In Missouri, dem ersten Bundesstaat in dem dieses fleischlose-Fleisch Gesetz umgesetzt wurde, kann das 1000 Dollar Strafe und ein Jahr Gefängnis kosten. In Mississippi heißt es im Gesetzestext, dass kein Lebensmittel in dem es nur tierische Spurenelemente gibt, es pflanzlich oder mit Insekten hergestellt wurde als Fleisch oder Fleisch Produkt deklariert werden darf.

In all diesen Bundesstaaten hat die Beef-Industrie die Gesetzestexte ausformuliert und die vor allem republikanischen Abgeordneten bedrängt, diese neuen Richtlinien zu beschließen. Ein fleischessender Cowboy könnte andernfalls im Supermarkt ja irrtümlich zum Veggie-Burger, der Tofu-Wurst oder Tofu-Hot Dog greifen. Nicht auszumalen, zu was das führen könnte. Vielleicht zu einer Stimmabgabe für Demokraten? Was den Viehzüchtern vor allem gehörig stinkt ist, dass auf Produkten wie „Beyond Meat“ eine Kuh zu sehen ist, neben der „plant based“, also auf pflanzlicher Basis steht. Das könnte Käufer irritieren, heißt es, die ja eigentlich lieber die tote Kuh kaufen wollen. Das lasse ich nun mal kommentarlos stehen, denn es scheint, man sollte nicht lesen (können), was in den Lebensmitteln so alles drin ist.

Schutz der Elefanten in Oakland

Mit diesen Elefantenhaken werden die gewaltigen Säuger gefügig gemacht.

Mit diesen Stachelstöcken werden Elefanten gefügig gemacht.

Im Zirkus ist die Welt noch heil. Na ja, nicht ganz, zumindest dann nicht, wenn Tiere mit zur Show gehören. Der Stadtrat von Oakland hat nun ein klares Wort gesprochen und die Benutzung von Elefantenhaken, oder auch Stachelstöcke genannt, verboten. In der Abrichtung der tonnenschweren Säuger arbeitet der Dompteur mit den spitzen Stöcken und traktiert damit die Elefanten an den Füßen, hinter den Ohren und an anderen Körperstellen so lange, bis das Tier gefügig gemacht worden ist. Schon beim Anblick des Stabes soll der Elefant das machen, was er machen soll, blind gehorchen.

Die Abrichtung mit diesem Stachelstock gilt bei Tierschutzorganisationen als äußerst brutal, die Tiere werden damit durchaus verletzt und erleiden zum Teil blutige Wunden. Doch nach wie vor wird der spitze Stock eingesetzt. Die Dompteure erklären zwar, so ein Elefantenhaken sei nicht schlimmer als der Einsatz eines Halsbandes bei Hunden, doch dieser Sichtweise wollten sich die Politiker im Stadtrat nicht anschließen. Oakland folgte lieber dem Vorbild einer kleinen, doch stetig wachsenden Gruppe amerikanischer Städte, wie Austin und Los Angeles, und zog einen Schlußstrich unter diese Praktik. Der Einsatz der Stachelstöcke wird für Zirkusbetreiber im Stadtgebiet verboten. Damit werden die fahrenden Unternehmen wohl schon bald einen großen Bogen um die Stadt an der Bay machen.

Gewerkschaftsvertreter hatten bis zuletzt noch versucht, die Stadträte davon zu überzeugen, dass ein Verbot für die „City of Oakland“ teuer werden könnte, da Mieteinnahmen für das Coliseum Gelände ausbleiben würden. Gleichzeitig würden lokale Jobs im Servicebereich gefährdet, doch Tierschutz wurde hier einmal über finanzielle Interessen gestellt. Eine, ich finde, gute Nachricht aus dem Rathaus meiner Wahlheimat. Wie sieht es damit in Nürnberg aus?

Leben mit Tieren

Zwei kleine Affen in einem kahlen Stahlkäfig.

Zwei kleine Affen in einem kahlen Stahlkäfig.

Wieder zurück in N’Djamena. Eine lange Autofahrt vom Süden. Erst Holperpiste, dann Asphaltstrasse, dann Asphaltstrasse mit Schlaglöchern. Es zog und zog sich. Der Süden des Landes ist grün. Stundenlang fuhren wir an Reisfeldern vorbei, durch kleine Dörfer, durch ein paar größere Städte.

Rinder, Ziegen, Schafe weideten an der Straße, Schweine und Hühner streunten frei in Dörfern, abgemagerte Hunde liefen scheu und verängstigt durch die Gegend. Hier und da ein Esel und ein Pferd, meist angeleint oder die Hufen eng zusammengeschnürt, damit sie nicht weglaufen können. In den Dörfern und den Städten wurde am Straßenrand geschlachtet. Einige Tiere standen fast direkt daneben, wurden vom Schlachter abgetastet, nur ein paar Meter weiter war dann schon die Braterei.

Tiere sind hier Nutztiere. Sie werden auf Mopeds und Fahrrädern transportiert wie ein Sack Reis, Kopf nach unten, eng gebunden, damit sie sich nicht rühren können. Auf den Kleinbussen lagen sie oben auf dem Dach, um so zum und vom Markt transportiert zu werden. Es gibt hier keine Massentierhaltung, die Tiere laufen meist fast frei herum. Und doch ist es für einen westlichen Besucher nicht leicht, die Behandlung der Tiere mitanzusehen. Ich weiß, ich bin in einem Entwicklungsland. Hier herrschen andere Regeln, hier gibt es eine andere Kultur, auch eine andere Kultur des Miteinander zwischen Mensch und Tier. Und was maße ich mir überhaupt ein Urteil an, wenn allein in Deutschland jährlich 60 Millionen Schweine und 200 Millionen Hühner „verbraucht“ werden. Gehalten auf engstem Raum in engen Massentierhaltungsfabriken, abgesegnet und abgenickt vom Gesetzgeber in Berlin und Brüssel.

Zwei Riesenschildkröten im Käfig gleich neben den Affen.

Zwei Riesenschildkröten im Käfig gleich neben den Affen.

Hier ist alles offener. Hier sieht man das Tier, die Schlachtung, das Blut. Es ist da, vor einem, man blickt hin. Vielleicht ist diese Art des Umgangs sogar besser, zumindest ist das Schnitzel auf dem Teller dann nicht einfach nur ein Stück Fleisch, gekauft im Supermarkt, wie 500 Gramm Zucker. Zuvor sah man das Tier grasen, hörte es muhen, blöken, meckern, schreien, kriegte mit, wie es zerlegt wurde.

Ich halte mich also hier mit Urteilen bei der hiesigen Fleischproduktion und -verarbeitung zurück. Ich esse kein Fleisch, nichts was mich anschauen kann, schon seit fast 30 Jahren nicht mehr. Das macht mich nicht besser, das ist einfach so, meine Entscheidung, darüber brauche ich nicht zu diskutieren. Was mir aber wirklich aufstößt ist die Behandlung von Tieren. Wenn Hunde getreten, nach ihnen Steine geschmissen werden. Oder wenn Affen und Schildkröten, wie in dem Hotel, in dem ich hier untergebracht war, in einem kleinen, kahlen Käfig im Hof „gehalten“ werden. Artgerecht ist etwas anderes. Ich verstehe es nicht, werde es auch nie verstehen, wie man Tiere so behandeln kann. Bei all dem Leid, dem Elend, der Not, der Armut, der Ungerechtigkeit, die ich hier gesehen habe und sehe, das hätte es nicht auch noch gebraucht.

Hundekampf im amerikanischen Südosten

Nach über dreijährigen Ermittlungen schlug man nun endlich zu. Vor ein paar Tagen wurden Häuser in Alabama und Georgia durchsucht, 12 Personen festgenommen, 500.000 Dollar beschlagnahmt und 367 Hunde sichergestellt. Es war ein gezielter Schlag gegen eine Hundekampforganisation im Südwesten der USA. Viele der Tiere waren unterernährt, stark verwundet, mit Flöhen übersät. Der zuständige Staatsanwalt, George Beck, erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich glaube, wenn Danté noch leben und sein „Inferno“ neu schreiben würde, die niedrigsten Orte der Hölle wären für jene reserviert, die unsere Tiere und unsere Kinder quälen“.

Nach wie vor sind Hundekämpfe in den USA beliebt. In jedem Bundesstaat werden immer wieder illegale Gruppen ausgehoben, die auf kämpfende Hunde wetten. Selbst in Oakland gibt es solche… ja, wie nennt man diese Leute, die sich sowas ansehen, darauf wetten, wie sich zwei Hunde zerfleischen?… Unmenschen(!?). Ein Grund für mich, meinen Hund nie vor einem Laden anzuleinen, denn Hunde verschwinden hier spurlos, werden als Köder zum Scharfmachen der Kampfhunde verwendet.

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Letzter Tanz für den Wolf

Farmer und Rancher verlangten es schon lange, nun also haben sie sich scheinbar durchgesetzt.  In einem vorab bekannt gewordenen Papier des amerikanischen Innenministeriums heißt es, dass der Wolf von der Liste der geschützten Tiere genommen werden wird. 6000 Wölfe im Gebiet der nördlichen Rocky Mountains und der großen Seen seien genug, um die Tiergattung zu schützen. Eine Ausweitung, wie ursprünglich noch angedacht, auch an die Westküste oder in die New England Staaten sei nicht mehr vonnöten.

Dem Wolf geht es also an den Pelz. Mit dem Durchsetzen dieser neuen Richtlinie würden in den 48 Bundesstaaten zwischen New York und Kalifornien die Raubtiere erneut zum Abschuß freigegeben werden. Nur eine kleine Gruppe von mexikanischen Wölfen, verwandt mit dem nordamerikanischen Grauwolf, die im Südwesten der USA leben, würden auch weiterhin auf der Schutzliste bleiben.

Viehzüchter begrüßten diesen Entscheid aus Washington, Wissenschaftler und Tierschützer hingegen sind alarmiert. John Vucetich, Wolfexperte und Biologe an der Michigan Tech University, erklärte, es sei noch viel zu früh für so einen Schritt. Die 6000 Wölfe im Land würden gerade mal 15 Prozent ihres ursprünglichen Territoriums besiedeln. Die Entscheidung sei also nun vielmehr eine politische, denn damit würde die weitere Ausbreitung garantiert verhindert werden. Washington beuge sich damit der starken Farmlobby, meinte Vucetich.

Und die hat Blut geleckt und will nun noch mehr. Auch im Südwesten der USA sollten alle Wölfe von der Schutzliste genommen werden, auch der mexikanische Wolf. Die dortige Population ist gerade mal 75 Wölfe stark.

Kritiker der neuen Linie betonten, dass das Rettungsprogramm für die Wölfe zwischen 1991 und 2011 rund 120 Millionen Dollar gekostet habe. Der Farmlobby hat dies nie gepasst. Viehzucht ließe sich nicht mit dem Schutz für Wölfe vereinen. Nun soll also wieder das Jagdgewehr geladen, Fallen gestellt und Gift ausgestreut werden dürfen. Die Rancher bekommen ihren Weg. Und das, obwohl das eigentliche Ziel noch gar nicht erreicht ist, das langfristige Überleben einer fast ausgerotteten Tierart zu garantieren.

Leiden für die Medizin

Die University of California San Francisco, UCSF, ist weltweit für ihre medizinische Forschung bekannt. Nobelpreisträger forschen und lehren hier, wer an Krebs oder AIDS erkrankt ist versucht hier betreut zu werden, denn die Spezialisten der UCSF haben den Ruf ein gutes Händchen in der Behandlung von Patienten zu haben. Das Krankenhaus wird jedes Jahr als eines der besten in den USA eingestuft.

Und doch, wenn es um den Tierschutz geht, da scheinen die Götter in Weiß es nicht so genau zu nehmen. Einem Bericht des US Landwirtschaftsministeriums zufolge, der nun als Grundlage für einen investigativen Artikel des San Francisco Chronicles geführt hat, fallen die Forschungslabors der UCSF immer wieder durch dramatische Verletzungen des Tierschutzes und durch Tierquälerei auf. Hier am Golden Gate versuchen Wissenschaftler im Namen der Forschung und des medizinischen Fortschritts in etlichen Bereichen durch den Tierversuch Erfolge zu erzielen. Dafür wurden allein im vergangenen Jahr rund 800.000 Nagetiere, Fische, Amphibien und Reptilien an der UCSF „genutzt“. Das sind 85 Prozent der „verbrauchten“ Tiere. Hinzu kamen 98 Affen, 162 Vögel und 467 Hasen.

Doch bei all dem Grauen dieser Tierversuche, haben es die UCSF Wissenschaftler noch nicht einmal geschafft, die Versorgung der Tiere zu garantieren. Mäuse verdursteten, ein Affe verhungerte fast, zahlreichen Tieren wurden nach Operationen im Namen der Wissenschaft keinerlei Schmerzmittel verabreicht, die Qualen etlicher Wühlmäuse wurden nach der Behandlung nicht einmal von den Laboranten notiert. Sie starben für nichts. Einem Rhesusaffen wurde ein Implantat zur Erforschung der Parkinson Erkrankung in die Schädeldecke eingepflanzt. Nach sieben Monaten wurde es entfernt, einige Schrauben blieben allerdings, wie es anscheinend üblich ist, im Kopf zurück. Doch der Affe wurde lethargisch, die Wunde wollte nicht heilen, auch weil „Petra“, wie Tierschützer den Rhesusaffen nach Bekanntwerden des Falles nannten, immer wieder an der gleichen Stelle kratzte. Schließlich wurde sie erneut operiert, die Schrauben entfernt, doch die Wunde heilte nicht. Erst nach zwei Jahren stellte man fest, dass ein Stück Acryl vom Implantat im Kopf zurück gelassen worden war, was die Schmerzen und die offene Wunde auf dem Kopf von Petra verursachte. Sie wurde schließlich eingeschläfert, doch die sichtlich gestresste und unter Schmerzen leidende Affendame blieb bis zu ihrem Tod Teil des 2,1 Millionen Dollar teuren Forschungsprojektes, das vom „National Institute of Health“ finanziert worden war.

Bereits 2005 mußte UCSF 92,500 Dollar Strafe für Verstöße gegen die Tierhaltung in den Jahren 2001 – 2003 bezahlen.  Tierschützer bewerten solche Strafen als lächerlich, gerade dann, wenn es um Forschungsaufträge in Millionenhöhe geht. UCSF muß sich derzeit erklären, wie es dazu kommen konnte, dass die für den Tierversuch ausgewählten Tiere in den Käfigen der Labors „nicht artgerecht versorgt werden“ (!).

 

 

 

 

Seltsame Tierschutzgesetze

Die USA sind auch dafür bekannt, dass es hier noch immer Gesetze gibt, bei denen man sich fragt, wie die überhaupt Gesetze wurden. Und das findet man in allen Lebensbereichen, sogar beim Tierschutz.

So ist es in Ohio und Oklahoma verboten, Fische betrunken zu machen. Wer am Sonntag in Ohio Wale fangen will hat Pech gehabt, denn genau an dem Tag ist es untersagt. In Kalifornien ist es gesetzlich unerwünscht, dass Tiere in einem Umkreis von 500 Metern von Kirchen, Kneipen und Schulen korpulieren . In Wilbur, im US Bundesstaat Washington, darf man kein „hässliches“ Pferd reiten. Noch etwas weiter nördlich, in Fairbanks, Alaska, sollte man keinem Elch alkoholische Getränke ausschenken, denn das steht unter Strafe.

Touristen, die nach Los Angeles kommen, sollten sich hüten in der Stadt der Engel eine Kröte zu lecken,  das könnte teuer werden. In Sheridan, Wyoming, haben die Polizisten das Recht, Hunde zu beissen, damit diese ruhig sind. In Pine Island, im Bundesstaat Minnesotta, ist es nicht erlaubt, den Hut vor einer vorbeilaufenden Kuh zu ziehen. Auch darf man dort nicht mit einer Ente auf dem Kopf den Bundesstaat verlassen. In Atlanta gibt es ganz spezielle Gesetze, so sollte man dort seine Giraffe (!) nicht an einen Telefon- oder Laternenmast binden, wenn man mal kurz was einkaufen gehen muss. In Florida muß man die Parkuhr füttern, wenn man seinen Elefanten dort anbindet. Florida untersagt auch den Sex mit Stachelschweinen.

Esel vor der BadewanneIn Lawrence, Kansas, darf man auf öffentlichen Strassen keine Bienen im Hut transportieren und falls man mal nach Canton, Mississippi kommt ist es gut zu wissen, dass man dort keine Eichhörnchen aus einem Gerichtssaal heraus mit einer Pistole erschießen darf. North Carolina hat strikte Arbeitsschutzgesetze. So ist es dort  untersagt, Elefanten für die Baumwollernte einzusetzen. Auch dürfen Esel in Arizona nicht in Badewannen schlafen.

Die Stadt Baltimore hatte anscheinend schon Fälle, das Kinobesucher ihre Löwen mitbrachten, von daher ist dies nun untersagt. Und falls man in Tennessee zum Jagen gehen möchte, sollte man wissen, dass es dort verboten ist aus einem fahrenden Auto heraus auf Tiere zu schießen, außer auf Wale.

Und nein, ich bin nicht betrunken und habe das hier auch nicht erfunden. Amerika ist schon seltsam – Ihr NZ-USA Korrespondent.

Grausamer Brutbetrieb

Ein geheim aufgenommes Video in einem Brutbetrieb erregt derzeit die Gemüter in den USA. Hier Tierschutzorganisationen, die von Supermärkten umgehende Kennzeichnungen auf Eierverpackungen verlangen, dort die Produzenten, die alles nur als Einzelfall abtun.

Tatsache ist, dass in Brutbetrieben männliche Küken ausgemustert werden, weil sie keine Eier legen können und es zu lange dauert, bis das Fleisch gewinnbringend verkauft werden kann. Und die Aussonderung geschieht auf brutalste Weise, sie werden einfach lebendig in einen Häcksler geschmissen, was im Fachjargon „instantaneous euthanasia“, also „augenblickliche Euthanasie“ bedeutet. Die Tierschutzorganisation „Mercy for Animals“, die auch dieses Video „undercover“ aufnahm, bezeichnet die Brutbetriebe als „wohl brutalste Industrie der Welt“. Das Video wurde in einem Betrieb von „Hy-Line North America“ aufgenommen, die gleich mehrere Standorte in Iowa, dem grössten Eier Produzenten in den USA, unterhalten. Die Massenproduktion von Eiern verlange nach solchen abartigen Sortiermassnahmen, heisst es von Seiten der Tierschützer. Wenn man das schon nicht stoppen könnte, so „Mercy for Animals“, sollte man zumindest auf den Eierverpackungen in den Supermärkten die Kunden darauf hinweisen.

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Es steht mehr zur Wahl

ballot.jpgEs geht am heutigen Tag um einiges mehr als „nur“ ums Weisse Haus. Der gesamte Kongress , 35 Senatoren und elf Gouverneure müssen neu gewählt werden. Und die Mehrheiten im Kongress und Senat entscheiden dann auch, wie wirkungsvoll der neue (Obama?) Präsident regieren kann.

Hinzu kommen in allen Bundesstaaten und Gemeinden Volksabstimmungen. Die reichen zum Beispiel hier in Kalifornien von einem Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehen, über eine Verbesserung der Käfighaltung von Schlachttieren bis hin zu einer weiteren staatlichen Anleihe zum Bau eines Hochgeschwindigkeitszuges im Central Valley.

erklaerung.jpgDann gibt es noch lokale „Ballots“, wie hier in Oakland, wo der Bürgermeister noch mehr Geld in die Polizei stecken will, denn die Kriminalitätsrate steigt und steigt…Eigentlich müsste man da ja zustimmen, wenn er das nicht schon mehrmals in der Vergangenheit gemacht hätte. Irgendwie scheint mir, hat er keinen Plan, wie man die hohe Mordrate senken soll. Also, man sollte heute durchaus auch auf die anderen Entscheide in den USA achten….Denn dort wird auch klar, in welche Richtung die Amerikaner in den nächsten Jahren gehen werden.