Kann es noch schlimmer werden?

Jeden Morgen frage ich mich, was dieser Präsident noch anrichten wird. Der heutige Tag hat gezeigt, es kann noch viel schlimmer werden. Erst haut Trump ein Tweet raus, in dem er den mehr als umstrittenen Senatskandidaten Roy Moore aus Alabama unterstützt, obwohl dem vorgeworfen wird, mehrere Beziehungen mit minderjährigen Mädchen gehabt zu haben. Das sind dann also die „Family Values“, für die #45 eintritt. Für Trump zählt, dass Moore ein „Make America Great Again“-Jünger ist, der ihm politisch blind folgen wird. Grenzmauer, Militär, Abtreibung, Waffenbesitz, konservative Richter…all das zählt mehr als ein paar „pädophile Fehltritte“ eines Kandidaten für den US Senat.

Doch damit fing der Tag erst an. Trump flog nach Utah, um mal wieder so einiges außer Kraft zu setzen, was seine Vorgänger beschlossen hatten. Diesmal ging es Naturschutzgebieten an den Kragen. „Bears Ears“ und „Grand Staircase-Escalante“ verlieren 85 und 50 Prozent ihrer Flächen. Weitere Gebiete von der West- zur Ostküste sollen folgen. Überraschend kam das nicht, lange wurde es von ihm angekündigt. Bürokraten in Washington seien außer Kontrolle, so Trump. Umweltschutz ist für diesen Mann kein Thema.

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Donald Trump zeigt zum Ende seines ersten Amtsjahres sein wahres Gesicht. Moral, Anstand, Respekt vor anderen und vor der Natur kennt er nicht. Wohin dieser gewählte Weg Amerikas geht wird immer deutlicher. Trump zerlegt die Grundfesten dieses Landes und dieser Gesellschaft. Er drohte im Wahlkampf damit, viele nahmen es nicht für voll. Nun setzt er das um, was er versprochen hat. Es sollte nach diesen vier (vielleicht acht) Jahrn niemand sagen, er hätte davon nichts gewusst.

Ist Trump der neue Hitler?

Der „Mormon Tabernacle Choir“. Foto: Reuters.

Die Frage kommt nicht von mir, doch ich höre und lese sie in diesen Tagen sehr oft hier drüben in den USA. Jan Chamberlin stellte sie kürzlich, nachdem sie erklärte, nicht mehr im „Mormon Tabernacle Choir“ zu singen. Der weltbekannte Chor hatte zugestimmt, bei der Vereidigung von Donald Trump am 20. Januar in Washington zu singen. Chamberlin schrieb auf ihrer Facebook Seite, „für diesen Mann zu singen“ sei für sie, als wenn der Chor „Tyrannei und Faschismus unterstütze“. Das Ansehen des Chors würde damit „ernsthaft beschädigt“ werden. „Ich weiß, ich könnte niemals ‚Rosen für Hitler werfen‘. Und ich könnte ganz sicher niemals für ihn singen“.

Jan Chamberlin trat aus dem Chor aus. Auf Anfrage der Washington Post bestätigte die Chorleitung, dass viele Mitglieder Schwierigkeiten mit der Entscheidung hätten, für Trump zu singen. Aber es sei jedem freigestellt mit nach Washington zu reisen. Weitaus weniger Mormonen unterstützten im Wahlkampf den republikanischen Kandidaten als in früheren Wahlgängen. George W. Bush und auch Mitt Romney erhielten weit über 20 Prozent mehr Stimmen in Utah als Donald Trump in diesem Jahr. Die Mormonen waren eine der religiösen Gruppen in den USA, die massive Probleme mit dem New Yorker Milliardär hatten.

Was dieser Kampf im Chor auch zeigt ist, wie tief gespalten Amerika ist. Soll man dem gewählten Präsidenten Donald Trump eine Chance geben, jenem Mann, der mit Hassparolen, Beleidigungen und teils menschenverachtenden Aussagen die Wahl gewann? Jenem Mann, der sich bislang für keine seiner verbalen Entgleisungen entschuldigte und vielmehr weiterhin die Spaltung Amerikas betreibt. Trump nutzt weiter sein Sprachrohr Twitter, um das Land in seine Anhänger und seine Feinde zu teilen. Erst heute, am letzten Tag des Jahres, twitterte er eindeutige 140 Zeichen. „Happy New Year an alle, auch an die vielen Feinde und solche die mich bekämpft haben und schlimm verloren, sie wissen nicht, was sie tun sollen. Liebe„. Nachtreten gehört zum Kurs des neuen US Präsidenten. Von einem Präsidenten für alle Amerikaner ist Donald Trump noch weit entfernt. Es sieht so aus, als ob der Wahlkämpfer Trump auch ins Weiße Haus einziehen wird. Der Ton macht die Musik und die erinnert an schlimme Zeiten.

 

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht…

Es geht voran. In drei weiteren Bundesstaaten wurde am Dienstagabend gewählt. Arizona fiel an Hillary Clinton und Donald Trump. Utah an Bernie Sanders und Ted Cruz. Und in Idaho lag am Ende auch Bernie Sanders vorne. Die republikanischen Wähler waren dort noch nicht zur Stimmabgabe dran.

Die Wahl zwischen Ted Cruz und Donald Trump kommt einer Wahl zwischen Erschießen und Erhängen gleich, so bezeichnen es zahlreiche Republikaner. Foto: Reuters.

Die Wahl zwischen Ted Cruz und Donald Trump kommt einer Wahl zwischen Erschießen und Erhängen gleich, so bezeichnen es zahlreiche Republikaner. Foto: Reuters.

Der Ausgang der Wahlen war so erwartet worden. Keine Überraschungen. Auch die Klatsche von Trump in Utah war vorhersehbar. Im Mormonenstaat kam die große Klappe des Donald nicht an. Ted Cruz siegte dort, vor allem auch mit seiner Message nach religiöser, sprich christlicher Toleranz. Was jedoch unangenehm auffiel, waren die langen Schlangen für die Wähler. Zum Teil warteten sie bis zu fünf Stunden, um ihre Stimme abzugeben. Gerade Arizona fiel unangenehm auf. Zuvor hatte die republikanische Gouverneurin und Trump Unterstützerin, Jan Brewer, angeordnet, die Anzahl der Wahllokale drastisch zu verringern. Das ist auch eine klare (un)demokratische Ansage.

Unterdessen hat sich der einstige Hoffnungsträger der Partei, Jeb Bush, auf die Seite von Ted Cruz geschlagen. Nur Cruz könne noch die „Obszönität“ eines Donald Trump stoppen, so Bush. Die Unterstützung des ehemaligen Gouverneurs von Florida kommt genau im richtigen Moment für Cruz, den viele in der eigenen Partei ablehnen. Bush zeigt damit, dass es nur noch einen Weg gibt, um den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu stoppen: Die Reihen müssten sich hinter Cruz formieren. So hatte auch schon Mitt Romney argumentiert, der anfangs John Kasich und in Utah dann Ted Cruz unterstützte.

Die Frage bleibt jedoch, ob Cruz wirklich eine Mehrheit im republikanischen Lager bekommen kann. Er gilt als Querulant, als Fundamentalist, als Radikaler, als von der Tea-Party Fraktion unterstützter Kandidat. Sprüche, wie die jüngste Forderung Cruz‘ nach den Anschlägen in Brüssel, „muslimische Nachbarschaften (in US Städten) zu patroullieren und zu kontrollieren“ sind selbst in der Grand Old Party nicht mehrheitsfähig. Von daher kann die Unterstützung von Jeb Bush für den texanischen Senator auch als Griff nach dem letzten Strohhalm vor dem Untergang der GOP gewertet werden. Denn noch als Kandidat hatte Jeb Bush die Forderung Trumps nach einer Registrierung alles Muslime im Land als „abscheulich“ bezeichnet.

 

Die Rechten und ihr Rechtsverständnis

Cliven Bundy schuldet der Bundesregierung rund eine Million Dollar. Der Farmer aus Nevada läßt seit 20 Jahren seine Rinder auf Ländereien grasen, die dem Staat gehören. Illegal. Die Situation spitzte sich zu, als Offizielle des „U.S. Bureau of Land Management“ (BLM) die Herde des Farmers beschlagnahmten. Bundy wehrte sich lautstark, zahlreiche bewaffnete Amerikaner und Milizen zogen nach Nevada, um dem Rancher in seiner Konfrontation mit der verhassten Bundesregierung beizustehen. Es drohte eine Eskalation wie 1993 in Waco, Texas. Klar wurde bei dem Streit, weder Cliven Bundy noch seine bewaffneten Unterstützer respektieren die Regierung in Washington. Doch am Ende beruhigte sich die Situation wieder.

Und nun gibt es einen weiteren Fall. In Utah ist der „Recapture Canyon“ unter der Kontrolle des „U.S. Bureau of Land Management“ (BLM), einer Bundesbehörde, die alle Ländereien in öffentlicher Hand, wie Nationalparks, verwaltet. Der „Recapture Canyon“ ist für die Öffentlichkeit zugänglich, rund 2800 Meilen an Wegen sind offen. Lediglich 14 Meilen sind für Motorräder und ATVs gesperrt. Doch das hielt am vergangenen Samstag etwa 50 Protestierende nicht davon ab, mit ihren motorisierten Geländevehikeln die Schranke zu überwinden und etwa eine Meile weit in den Canyon zu fahren. Zuvor gab es eine Demonstration mit mehreren Hundert Demonstranten. Darunter auch zahlreiche von Cliven Bundys Unterstützer.

Man wolle ein Zeichen setzen, hieß es. „Nur weil BLM das Land besitzt, hat es noch lange nicht das Recht dazu, uns den Zugang zu versperren“, erklärte Phil Lyman, Organisator des Protests. Diese Aktion sei eine Weiterführung des Kampfes für Land, den Cliven Bundy begonnen habe, so die Demonstranten. „This land is your land, this land is my land“, diese berühmte Textzeile des Folksängers Woody Guthrie bedeutet eigentlich etwas ganz anders. Vor allem nicht, dass jeder tun und lassen kann, was er will. Die Interpretation der rechten „Patridioten“ ist ungefähr so dämlich wie „Freie Fahrt für freie Bürger“ und in Utah total fehl am Platz. Denn der betroffene 14 Meilen Abschnitt im „Recapture Canyon“ war über Jahrtausende Indianergebiet. Immer wieder werden dort Artefakte der „Native Americans“ gefunden, die in dieser Gegend bereits vor 2000 Jahren lebten. Vertreter der Indianer werteten die Aktion vom Samstag denn auch als Mißachtung ihrer Kultur und Religion.

BLM machte Photos der Eindringlinge und gab sie an die Bundespolizei weiter. Unklar ist allerdings, ob die Rechten überhaupt mit einer Bestrafung rechnen müssen.

Es tut sich was in Amerika

In Washington treffen sich Demokraten und Republikaner, plaudern ein bißchen über dies und das, Resultate fehlen allerdings. Staatliche Behörden und öffentliche Einrichtungen bleiben weiterhin geschlossen, Service- und Dienstleistungen gestoppf. Doch die Zeichen stehen auf einen Kompromiss, heißt, die Schuldengrenze soll angehoben werden und die Regierungsgeschäfte wieder in Gang kommen. Wann und wie, das steht allerdings noch nicht fest.

Unterdessen prüfen einige Bundesstaaten auf eigene Kosten Nationalparks zu öffnen. Seit dem „Shutdown“ mußten über 400 Nationalparks und Nationalmonumente geschlossen werden, darunter die Freiheitsstatue, der Grand Canyon, der Yosemite Nationalpark und Alcatraz Island. Die Regierung in Washington hat den einzelnen Bundesstaaten nun frei gestellt, die Parks zu öffnen, allerding unter der Bedingung, dass die Kosten auch übernommen werden. Eine Rückerstattung wird es nicht geben.

Arizona prüft derzeit, ob man den Grand Canyon wieder für die rund 18.000 Touristen am Tag öffnen kann. In New York versuchen Politiker auf Bundesstaats- und lokaler Ebene eine Lösung für die Freiheitsstatue zu finden. In Colorado und South Dakota prüft man noch, was dieser Schritt genau kosten würde. Wyoming hingegen hat bereits abgewunken. Der republikanische Gouverneur Matt Mead erklärte, man wolle nicht der US Regierung helfen und deren Job übernehmen. Und auch Nevada hat bei den Nationalparks eine Entscheidung gefällt. Andere Programme, wie die Ausgabe von „Food Stamps“ seien wichtiger und drängender als die Wiedereröffnung der Parks. Nur in Utah hat man schon gehandelt. Die dortige Regierung hat sich dazu entschlossen, mal schnell 1,65 Millionen Dollar nach Washington zu überweisen, damit die fünf Nationalparks, allen voran der Zyon National Park, wieder ihre Tore öffnen können.

Die einzelnen Bundesstaaten spüren immer mehr den Druck aus den Gemeinden rund um die Nationalparks. Hotels, Souvenirshops, Tankstellen, Restaurants und viele kleinere bis mittelständische Unternehmen sind von den Touristendollars abhängig, die nun bereits seit 10 Tagen ausbleiben.

Im Namen des… Mammon

Am heutigen Sonntag findet in San Francisco wieder das „Folsom Street Fair“ statt. Mehrere Hunderttausend Menschen kommen zu diesem größten Straßenfest der Leder,- Lack- und Fetischszene. Über fünf Straßenblocks zieht sich die Party, dicht an dicht schieben sich die Menschenmassen durch das Fest. Außenrum ist alles großräumig abgesperrt. „Folsom Street Fair“ ist ein gewagtes und sehr offenherziges Ereignis. Und dennoch, diese Party ist eine der größten im prall gefüllten jährlichen Partykalender von San Francisco. Von weither und aus Übersee kommen die Besucher. Politiker, vom Bürgermeister bis zu US Senatoren, wünschen den Teilnehmern einen schönen und sicheren Nachmittag.

Von Einkaufsmöglichkeiten im SM Bereich bis hin zum Benefiz-Auspeitschen für die AIDS Hilfe ist alles geboten. Nackte Tatsachen neben Latexganzanzügen, die etwas andere Kutschfahrt neben homosexuellem Körperkult. Es kann nicht schrill, schräg und abgefahren genug sein. Alles – und die Betonung liegt auf ALLES – ist hier möglich und zu beobachten. Wer denn will!

Deshalb wundert es umso mehr, dass ausgerechnet die Marriott Hotelkette als offizieller Partner der „Folsom Street Fair“ auftritt. Zur Erinnerung, Marriott ist in der Hand der Marriott Familie, die noch im letzten Jahr massiv den Wahlkampf ihres Glaubensbruders Mitt Romney unterstützt hat. Romney und die Marriotts sind konservative Mormonen und ausgesprochene Gegner von gleichgeschlechtlichen Ehen. Immer wieder wurde im Wahlkampf von Romneys Seite vor dem Verfall der Werte und den sogenannten „San Francisco Values“ gewarnt, also genau den Bildern, die man auf „Folsom Street Fair“ zu sehen bekommt.

Beobachter werten die Sponsorrolle von Marriott als Versuch in der durchaus wohlhabenden Gay-Community nicht als homophob gesehen zu werden. Fragt sich nur, wie diese Unterstützung der Fetischszene bei den erzkonservativen Glaubensbrüdern ankommt, die immer mal wieder gerne zu Boykotts gegen Firmen aufrufen, die auch nur ansatzweise Schwule und Lesben und deren Anliegen unterstützen.

Für eine Handvoll Dollar macht man also wohl alles, schaut mal weg, auch über das vermeintliche Sodom und Gomorra auf den Straßen San Franciscos. Immerhin zieht Jahr für Jahr ein Kleinflugzeug hoch oben am Himmel über dem Straßenfest seine Kreise und zieht eine Botschaft hinter sich her: „God Hates Fags“. Wer dafür wohl zahlt?

Ein Mormone ist unwählbar!

Gleich zwei republikanische Mormonen wollen ins Weiße Haus. Jon Huntsman hat keine Chance, obwohl er ein erfahrener Politiker und Diplomat, ehemaliger Gouverneur und Botschafter, ist, kreucht er da am Ende der Kandidatenliste vor sich hin. Nach den ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hamsphire wird er mit Sicherheit das Handtuch werfen.

Mitt Romney gilt nach wie vor als heißer Anwärter auf die Kandidatur seiner Partei. Doch auch er ist Mormone und das könnte zu einem größeren Problem beim lustigen Stimmenfang werden. Derzeit debattiert die christlich-fundamentalistische Basis der GOP heftigst über die Qualitäten und Überzeugungen Romneys. Und immer wieder kommt dabei auch seine Religionszugehörigkeit auf. Er sei zwar als Politiker erfahren, aber ein Mormone. Er sei ein Washington „Outsider“, aber  ein Mormone. Er sei erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, aber ein Mormone. Mormone klingt in diesen Erklärungen immer so, als ob im 100 Meter Endlauf ein absolut durchtrainierter Spitzenathlet an den Start ginge und der Sitznachbar auf der Tribüne abwinkt und sagt: „Dat wird nix, der hat ’nen Klumpfuß“.

In den verschiedensten christlichen Online Foren ist Mitt Romney das Thema schlechthin. Die einen meinen, seine Religionszughörigkeit ist Nebensache und gehe niemanden etwas an. Ein Nutzer schreibt: „Die Mormonen glauben an Jesus als ihren Retter. Ganz einfach. Romney wäre ein viel besserer Präsident als Obama oder Gingrich.“ Darauf der Kommentar eines anderen: „Sie (die Mormonen) glauben Jesus sei der Bruder Lucifers. Sie glauben, dass Gott Sex hatte, um Jesus zu zeugen. Das ist kein Christentum! Jesus ist Gott und nur das. Lucifer wurde erschaffen. Es war kein Ergebnis eines sexuellen Aktes“. Deutliche Worte, doch kein Einzelfall. Eine weitere Forenteilnehmerin schreibt: „Ich bin davon überzeugt, dass der Glauben eines Kandidaten wichtig ist. Man muß nur unseren jetzigen Präsidenten betrachten und man sieht, wie jemand mit muslimischem Glauben unser Land regiert. Ich persönlich empfinde Mormonismus als Kult und glaube nicht, dass jemand der einer Lüge folgt, mit Integrität führen kann.“

Obama ein Muslim, Romney ein Kultanhänger….diese Auffassungen sind weit verbreitet im christlich-fundamentalistischen Basiscamp der Grand Old Party. In einer Umfrage des „American Family Networks“ haben fast 40 Prozent der Befragten angegeben, dass Romney aufgrund seiner Zugehörigkeit zur mormonischen Kirche nicht wählbar sei. Und genau das könnte ein Problem für den Kandidaten Romney werden, erst in der Vorwahl und falls er sich dabei doch wider Erwarten durchsetzen sollte, im Hauptkampf gegen Amtsinhaber Obama.

 

 

 

 

Kurioses aus den USA

Thanksgiving liegt hinter uns, damit auch das Gedränge, Geschiebe, Geschubse und eine Pfeffersprayattacke an den Auslagen plus ein bewaffneter Überfall auf nächtliche Shopper auf dem Parkplatz am „Black Friday“. Wenn man denkt, das ist schon schräg, dann sollte man nicht die amerikanischen Zeitungen lesen.

Aus Utah kommt die Meldung, dass es in Box Elder County zu einer Schießerei kam. Na ja, nicht ganz. Ein Hund schoß da auf sein Herrchen. Der 46jährige war mit einem Freund auf Entenjagd. Sie paddelten mit dem Boot am Ufer entlang, als der Mann mal kurz über Bord kletterte, um ein paar Äste aus dem Weg zu räumen. Der Hund dachte, jetzt beginnt der Spaß mit der Entenjagd und sprang ganz aufgeregt im Boot hin und her. Die Tatze landete auf dem Abzug des Schießgewehrs und Kabumm….27 Schrotkügelchen landeten im Hinterteil des drei Meter entfernt stehenden Mannes. Um 9 Uhr morgens war damit die Entenjagd beendet.

Und aus Denver, Colorado, kommt die Nachricht, dass Jesse Dimmick das Ehepaar Jared und Lindsay Rowley verklagt. Das alleine ist ja keine Meldung, aber die Tatsache, dass Dimmick zuvor die Rowleys gekidnappt hat macht die ganze Sache interessant. Dimmick war auf der Flucht vor der Polizei, brach in das Haus der Rowleys ein und nahm die beiden als Geiseln. Er versprach den beiden einen hohen Geldbetrag, wenn sie ihn versteckt halten würden. Das Ehepaar willigte gezwungenermaßen ein. Die drei saßen in den folgenden Stunden vor dem Fernseher, kauten auf Snacks herum, bis der böse Bube schließlich einnickte. Die Rowleys nutzten die Gunst der Stunde und flohen. Jesse Dimmick wurde verhaftet und schließlich u.a. für zweifaches Kidnapping zu elf Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Nun hat Jesse Dimmick eine Klage wegen Vertragsbruchs eingereicht. Er argumentiert, dass mit der Einwilligung der Rowleys ein mündlicher Vertrag ausgesprochen wurde, den die beiden offensichtlich brachen. Er fordert nun Schadensersatz von 250.000 (!) Dollar. Noch Fragen?