Die Heiligsprechung des Junípero Serra

Wer durch Kalifornien reist, kommt an diesem Namen nicht vorbei. Es gibt Junípero Serra Boulevards, Junípero Serra High Schools und Junípero Serra Squares. Und dann sind da noch die Missionen von San Diego bis nördlich von San Francisco, die von dem spanischen Jesuiten im 18. Jahrhundert gegründet wurden. An acht der Missionen war Serra beteiligt. Er brachte den Katholizismus nach „Neu Spanien“, vom heutigen Baja California bis hoch nach Nordkalifornien.

Junípero Serra war umstritten, seine harte und brutale Art, auch gegen sich selbst, war bekannt. Serra missionierte die „Wilden“ im amerikanischen Westen, war darüberhinaus der Inquisator für Spanien in der Region. Nun will Papst Franziskus ihn in Washington heilig sprechen. Das ist umstritten, denn viele „Native Americans“ sehen in Junípero Serra den Vertreter einer Gewaltherrschaft, die ihre Nationen zugrunde richtete. Sie haben kein Verständnis dafür, dass dieser Mann, der mit aller Härte sein Ziel der Missionierung verfolgte, nun als Heiliger verehrt werden soll. Doch Proteste und Briefe an den Vatikan halfen nichts. Junípero Serra wird am morgigen Mittwoch vom Papst diese besondere Ehre der Katholiken erhalten.