Ein Bär, ein Bär…wo kommt der her?

Wahlkampf hin, Wahlkampf her. Romney oder Obama, langsam schaltet man ab bei all den Nachrichten, dem Getöse, dem Gezeter. Der 6. November kann nicht früh genug kommen und hoffentlich kehrt dann mal wieder Ruhe und Gelassenheit in Washington ein.

Bei all dem Palaver freut man sich richtig über eine Nachricht, die traurig und doch auch schön ist. Im kalifornischen Ojai, Ventura County, beobachtete ein Farmarbeiter drei Tage lang einen kleinen Bären. Am dritten Tag war ihm klar, dass das Jungtier ohne Mutter war, fing es ein und brachte es zu einem nahegelegenen Raubvogelrettungscenter.

Herbeigerufene Park Ranger, die im „Los Padres National Forest“ tätig sind, suchten die Gegend ab, an der die Kleine aufgegriffen wurde. Doch auch sie fanden keine sichtbaren Spuren der Mutter, weder Kotreste noch abgeschabte Rinde an den Bäumen. Was genau geschah ist unklar, das Muttertier jedoch ist spurlos verschwunden.

Die kleine Bärin wurde zunächst in eine Rettungsstation in Calabasas gebracht und dort untersucht. Die Bärin ist rundum gesund, doch mit gerade mal 4,5 Kilogramm Gewicht zu klein, um alleine in freier Wildbahn zu überleben. Deshalb entschloss man sich, sie in eine Überwinterungsstation nach Lake Tahoe, in Nordkalifornien zu überführen. Nach den Wintermonaten, gestärkt und gewachsen, soll sie dann in ihrer Umgebung im Los Padres National Forest wieder ausgesetzt werden.