Jeder Penny zählt, koste es was es wolle!

Ich war beim Arzt. Nichts Ungewöhnliches, ich werde auch nicht jünger. Ein Spezialist puhlte da mit einer Nadel in meinem rechten Ellbogen rum und kratzte abgelagertes Calcium raus. Seitdem bekomme ich Rechnungen vom Arzt, der Praxis, in der der Arzt mich behandelte, vom Labor, vom Latexhandschuhlieferanten, von der Reinigungsfachkraft, die anschließend den sterilen Raum wieder flott machte. So ungefähr kommt mir die Flut an Rechnungen vor, die hier im Briefkasten liegen. Nicht alles wird von meiner Versicherung übernommen, anderes, sagt mir meine Versicherung, brauche ich auch nicht zahlen.

Nun kam ein Brief der Versicherung bei mir an, in dem es heißt, „California Sports and Orthopedic Insitute“ habe eine Rechnung über $0.03 eingereicht, also genau drei Cent. Die Versicherung schreibt dazu, man habe eine finanzielle Forderung von der Praxis erhalten – drei Cent – und darauf geantwortet, dass man für eine Begleichung des Betrags noch weitere Informationen benötige, u.a. eine genaue Auflistung der Behandlung. Als jemand, der schon ein paarmal bei Ärzten war, frage ich mich nun, was mit drei Cent bei einem Arzt und Spezialisten in Rechnung gestellt werden kann? Und nicht nur das, allein der Brief der Versicherung an mich, in dem mir lediglich mitgeteilt wird, dass man die drei Cent nicht einfach begleichen will, sondern erst noch weitere Informationen einholen muss, wurde mit 40 Cent frankiert.

Nun bin ich gespannt, wie diese kalifornische Krankenkassen-Posse weitergehen wird. Ob die Arztpraxis nun eine zufriedenstellende Auflistung der Serviceleistungen für drei Cent an die Versicherung weiterreichen, was darin enthalten sein wird und wer dann am Ende diesen Betrag von drei Cent übernehmen wird: die Arztpraxis, die Versicherung oder ich.

Obamacare kann das nicht sein

Ich habe einen netten Brief von meiner Krankenversicherung bekommen. Im Mai hatte ich eine Operation. Meniskus, ganz normal nach 16 Jahren Handball für den ESV Nürnberg West und den TV Jahn, also kein großes Ding. Alles lief ambulant, morgens rein, nachmittags raus.

Das Krankenhaus hat der Versicherung daraufhin schlappe $ 32,430.63 in Rechnung gestellt. Die Versicherung erklärte jedoch $ 27,311.63 wären nicht genehmigt, also nur $ 5,119 seien zu berechnen. Was da genau nicht genehmigt wurde, ist mir unklar. Vielleicht die Anästhesie, vielleicht das frische Laken, auf dem ich lag oder der Becher mit Trinkwasser am Ende als ich wieder aufwachte…keine Ahnung, ist auch egal.

Die nette Versicherung hat jedenfalls geschrieben, dass sie von allem nur $ 4,095.20 Cent übernehmen wird. Nun stellt sich mir die Frage, was mit dem Rest der Rechnung passiert? Muß ich nun $ 28,335.43 bezahlen oder $ 1,023.80? Mal ganz abgesehen davon, dass mein Knie noch immer nicht in Ordnung ist, bereitet mir die Aussicht auf eine fette Rechnung gerade etwas Kopfschmerzen. Aber die Versicherung wird mir da sicherlich nicht helfen….Kopfschmerzen sind nicht genehmigt!