Von Küste zu Küste

Da bin ich wieder Zuhause. Ein paar Tage in Washington DC, die Sonne schien, es war schwülwarm und ich habe mir die Füsse wund gelaufen. Aber DC ist wirklich eine beeindruckende Stadt, die man sehr gut erlaufen kann. Nette Häuser, interessante Botschaften, viele kleine Geschäfte. Von Georgetown rüber zum Weissen Haus, wo man sich nun auch den Gemüsegarten der Obamas ansehen kann, entlang der Mall, dem Vietnam Memorial, zum Lincoln Memorial, dem Kongress und dann noch ins „Newseum„, einer Einrichtung, die sich die News Branche an die Pennsylvania Avenue hingestellt hat. Sehr schick, aber durchaus mit Mängeln behaftet. So werden dort überhaupt nicht die vielen Immigrantenzeitungen, Radio- und Fernsehprogramme behandelt. Nachrichtenquellen, die Generationen von Einwanderern genutzt haben und noch immer nutzen. Auch sind die vorgestellten Newsereignisse sehr US zentriert…Eine Weltnachricht ist es scheinbar erst dann, wenn die USA beteiligt sind. Deutschland kommt nur als Drittes Reich und beim Fall der Berliner Mauer vor…Vielleicht sehe ich das alles zu sehr mit einer deutsch/europäischen Brille, aber Nachrichten müssen meiner Meinung nach im internationalen Kontext gesehen und dargestellt werden.

Der Grund, warum ich nach DC geflogen bin, war das Fest der Europäischen Botschaften, das „Open House“. Rund 4000 Besucher kamen auf das Gelände der „German Embassy“, ein voller Erfolg. Und ich mitten drin mit einem kunterbunten Mix zwischen Udo Lindenberg, Sportfreunde Stiller und Silbermond.

Ach ja, und dann hatte ich noch ein interessantes Gespräch in der Botschaft. Mal sehen, wenn alles klappt, werde ich schon bald meine Koffer für eine weitere Reise packen. Diesmal, um über den Bundeswehreinsatz vor der Küste Somalias zu berichten.