Nun ist es amtlich

Paul Kagame Wahl 2010Was für eine Zitterpartie für Amtsinhaber Paul Kagame. Der ruandische Präsident wird wohl bei der Stimmabgabe Wasser und Blut geschwitzt haben, doch nun kann er sich für sieben weitere Jahre gelassen in seinem Chefsessel zurück lehnen. Das amtliche Endergebnis ist da. 93 Prozent der Wähler votierten am Montag für ihn. 87,75 Prozent hinter ihm liegt der Zweitplatzierte, der Sozialdemokrat Jean Damascene Ntawukuriryayo mit 5,15 Prozent der Wählerstimmen. Das kann man getrost einen Kantersieg nennen.

Interessanterweise waren Kagames drei Mitbewerber um das Präsidentenamt alle mit der Regierungspartei FPR verbandelt. So eine richtige Opposition oder Alternative gab es bei dieser Wahl nicht. Auch die Wahlbeteiligung von 97,5 Prozent deutet darauf hin, dass die Ruander den Wahltag zum Kagametag erhoben.

In Ruanda selbst wurde die Wahl bereits abgehakt, zwar hört man noch immer den „catchy“ Wahlsong „Tora Tora Kagame“ im Hitradio, aber ansonsten blickt man voraus. Und auch die internationalen Kritikerstimmen werden schon bald verstummen. Zu wichtig ist Ruanda in Ost- und Zentralafrika, um sich mit so läppischem Wahlgedöns rumzuschlagen. Der Kagamekurs wird also weiter der ruandische Weg bleiben.