Kein Walfisch schwimmt im Becken mehr

„Ein Walfisch schwimmt im großen Meer, er ist wohl hundert Tonnen schwer…“. Dieses Liedchen geht mir immer mal wieder durch den Kopf. Das Lied von Jonathan dem Wal der durch die Weltmeere schwimmt haben oft die Kinder im Nürnberger Kinderladen Rieppelstrasse gesungen, als ich dort vor zig Jahren Praktikum machte. Und genau das fiel mir wieder ein, als ich diese Meldung hier erhielt.

„Sea World“ ist eine Touristenattraktion in San Diego. Doch damit könnte schon bald Schluß sein. Denn eine Gesetzesinitiative in Kalifornien sieht vor, die Orcas, Schwertwale, oder mehr bekannt unter dem Namen Killer-Wale, nicht mehr in Einrichtungen wie „Sea World“ zu erlauben. Daneben soll das Zuchtprogramm des Zoos aufgelöst und der Import und Export dieser gewaltigen Säuger verboten werden. Das Gesetz wird derzeit im kalifornischen Parlament in Sacramento behandelt. Eingebracht wurde es vom demokratischen Abgeordneten Richard Bloom aus Santa Monica. Er wurde im vergangenen Jahr nach der Ausstrahlung des Dokumentarfilms „Blackfish“ von Bürgern gefragt und gebeten, etwas gegen die untragbaren Lebensbedingungen der Orcas in San Diego zu tun. Bloom informierte sich, sah die Situation genauso und willigte ein. Das Ergebnis AB2140, eine Gesetzesinitiative, die das Ende der Walschau bei „Sea World“ bedeuten würde.

Meeresbiologen und Walforscher erklären schon seit langem, dass die Orcas nicht in Zoos oder solche Unterhaltungsprogramme, wie in „Sea World“, gehörten. Sie müssten mehr Freiraum haben, als eine Einrichtung wie „Sea World“ bieten kann. Die Betreiber des Wassertheaters sind da natürlich ganz anderer Meinung. Sie behaupten, den Schwertwalen gehe es gut und durch Shows wie ihre würde die Bevölkerung mehr über die Wale erfahren. Außerdem, nun das allgemeingültige Totschlagargument, schaffe „Sea World“ Arbeitsplätze. In der Hauptsaison würden bis zu 4500 Menschen durch „Sea World“ Arbeit finden. Nach dem Motto, für einen Mindestlohn könnten ein paar Orcas schon mal jahrelang leiden.

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Rettungsaktion für Killerwale

Im nördlichen Teil der Hudson Bay in Nord Quebec ist eine außerordentliche Rettungsaktion in Gang. Mindestens 12 Orkas oder Killerwale kämpfen dort um ihr Leben. Nur ein kleines Loch im Eis gibt ihnen noch die Möglichkeit zu Atmen. Peter Inukpuk, Bürgermeister von Inukjuak, dem nächstgelegenen Ort, erklärte, das Wasser sei in diesem Jahr später als sonst gefroren, was erklären würde, warum die Wale überhaupt in diese missliche Lage gekommen sind.

Ein Video, das am Dienstag auf Facebook erschien, zeigte zum ersten mal das Drama im Eis. Die benachrichtigten Behörden versuchen nun eine Rettungsaktion zu starten, bevor das Loch überfriert und die Wale ersticken würden. Angeblich ist bereits ein Eisbrecher der amerikanischen Küstenwache unterwegs, der den Orkas eine Rückzugsmöglichkeit bieten könnte. Unklar ist, ob die Wale eine weitere Nacht überleben werden. Die größeren von ihnen stoßen immer wieder gewaltig nach oben, um das Eisloch offen zu halten. Hinterher tauchen kurz die kleineren von ihnen auf, um Luft zu schnappen.

Das Video zeigt das ganze Drama, allerdings sollte man die Bilder ohne die störende Musik ansehen.

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Auffahrunfall auf offener See

WalEin nicht gerade alltägliches Bild lieferte ein Containerschiff, das heute morgen in den Hafen von Oakland einfuhr. Irgendwo auf offener See stieß der Schiffsriese mit einem Wal zusammen. Der tote Meeressäuger sank jedoch nicht, sondern wurde auf dem Bug des Schiffes mitgeschleift, bis zum Andocken im Hafen. Die Küstenwache und der „National Marine Fisheries Service“ wurden alarmiert, um den mehr als acht Meter langen Wal loszumachen.