Von Bieramt zu Bieramt

In Nürnberg ist für mich ein Besuch im Bieramt, dem Wanderer am Tiergärtnertorplatz, zur Pflicht geworden. Gerade im Sommer ist dieses Heimkommen etwas ganz besonderes. Das gute fränkische Bier, gute Freunde und die einmalige Atmosphäre machen es für mich aus. So etwas gibt es einfach nicht in Amerika.

Nun habe ich in Oakland eine Bar gefunden, die zumindest in Sachen Bier „fast“ mithalten kann. Die „Beer Revolution“ an der Ecke Broadway und 3rd Street. Angeboten werden „Craft Beers“, 50 an der Zahl „on tap“, also aus dem Zapfhahn. Auch wenn das Pils schnell, viel zu schnell für meinen Geschmack ins Glas fließt, ein Besuch in dieser Bar lohnt sich. Man kann sich hier durch die Micro-Brewer Szene Nordkaliforniens trinken. Und diese Kleinbrauereien haben es in sich, können durchaus mithalten und definieren das amerikanische Bier ganz neu. Wer hier nach einem Bud, Miller oder Coors fragt, sollte lieber schnell zur Tür rennen. Hier versteht man in Sachen Bier keinen Spaß, Witzbiere, wie die gerade erwähnten, sind in der „Beer Revolution“ verpönt.

An der Wand hing dann auch ein Sack aus Bamberg, in dem „Organic Malt“ geliefert wurde. Die Brücke Bay Area-Franken existiert also sogar in Sachen Bier. Für Reisende, die es in die San Francisco Bay Area zieht, sollte Oakland auf dem Programm stehen. „Beer Revolution“ ist am Rande des Jack London Squares, gut erreichbar von San Francisco mit der Fähre. Meine neue Heimatstadt hat durchaus was zu bieten…sogar sehr gutes Bier.

 

Tote Deutsche in Kalifornien aufgefunden

Sie verschwanden am 22. Juli 1996. Die 27jährige Cornelia Meyer und ihr vierjähriger Sohn Max. Ihr 34jähriger Freund Egbert Rimkus und dessen zehnjähriger Sohn Georg Weber. Die vier aus Dresden befanden sich auf einer Kalifornien Rundreise und kamen aus Las Vegas. Doch im Death Valley, dem heissesten Ort Nordamerikas, verschwanden sie spurlos. An den Tagen im Juli 1996 erreichte das Thermometer im Death Valley rund 50 Grad Celsius. Ohne Wasser und Verpflegung sind die Überlebenschancen in dieser brutalen Umwelt nach dem dritten Tag gleich Null. Nur der Mietwagen der Dresdner konnte Monate später aufgefunden werden.

Georg WeberAuf Online Seiten über vermisste Kinder wurden sogar Phantombilder eingestellt, wie der damals zehnjährige Georg Weber heute aussehen könnte. Man ging sogar davon aus, dass sein Vater ihn nach Costa Rica gebracht habe und dort mit ihm in der Künstlerkolonie lebe.

Am heutigen Freitag nun fanden Wanderer im Death Valley National Park menschliche Knochen, die zu einem oder mehreren der vier gehören könnten. In der Nähe der Knochen wurde auch ein Ausweis der Vermissten entdeckt. Der Ort liegt rund vier Meilen südlich von dem Platz an dem Monate nach dem Verschwinden der Touristen der gemietete Minivan gefunden wurde. Nichts deutet bislang auf eine Straftat hin, die genaue Identifizierung der Knochen kann Wochen dauern.